Die Konzentration hoch halten

Nach vier Siegen in Folge will Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt heute drei weitere Zähler holen.
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Frankfurt. 

Die Spiele werden bis zum baldigen Saisonende immer weniger, entsprechend groß ist die Bedeutung jeder Partie. Kein Wunder also, dass sich Aufstiegsaspirant Eintracht Frankfurt heute (18 Uhr) gegen den VfL Bochum keinen Ausrutscher leisten will, um die gute Ausgangsposition nicht zu verschlechtern. Dabei ist es nicht entscheidend, dass bei einem Sieg sogar wieder zumindest vorübergehend die Tabellenführung lockt.

Wichtiger ist es, den Vorsprung auf den Dritten, Fortuna Düsseldorf, zu halten oder weiter zu vergrößern. Fünf Punkte beträgt er derzeit und die Westdeutschen haben an diesem 28. Spieltag die wohl schwerere Aufgabe zu lösen: Am Montag kommt der viertplatzierte FC St. Pauli an den Rhein.

Doch die Spiele der Konkurrenten interessieren Armin Veh nicht. "Wir müssen uns auf unsere Aufgaben konzentrieren und nicht auf das, was wir sowieso nicht beeinflussen können", sagte der Eintracht-Trainer am Donnerstag vor dem

Abschlusstraining. Das fand hinter verschlossenen Toren statt. Hauptsächlich, damit niemand erfährt, wer den erkrankten Sebastian Rode (Angina) ersetzen wird. "Sein Ausfall ist sehr schade, denn er war so richtig gut in Form. Aber ich bin mir sicher, dass wir ihn für ein Spiel gleichwertig ersetzen können", sagte Veh. Ob das nun Matthias Lehmann, Karim Matmour oder Sonny Kittel sein wird, das behielt der 51-Jährige mit einem Grinsen auf dem Gesicht für sich: "Der Spieler wird es rechtzeitig genug erfahren."

Nach der insgesamt sehr überzeugenden Mannschaftsleistung beim 4:0 am Montag bei Union Berlin gibt es keinen Grund, weitere Veränderungen vorzunehmen.

Veh warnt vor den Bochumern, die zwar aus den vergangenen fünf Spielen nur einen Punkt holen konnten, "aber an einem guten Tag können die richtig gut sein". Schließlich seien sie im vergangenen Sommer nur knapp und unglücklich in der Relegation an Mönchengladbach gescheitert: "Und die Borussia spielt demnächst Champions League."

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Ein riesiges Zeichen

Mit Zufriedenheit hat er in den vergangenen Tagen und Wochen in Frankfurt eine wachsende Aufstiegseuphorie verspürt, die er noch im Winter vermisst hatte: "Die Leute spüren, dass hier anscheinend etwas passiert ist."

Dazu gehöre auch die von Pirmin Schwegler angekündigte Vertragsverlängerung: "Pirmin hatte andere Angebote und sich trotzdem entschieden hier zu bleiben. Das ist ein riesiges Zeichen für die Eintracht."

Als ein gutes Zeichen für die Einstellung der Spieler wertete Veh auch den kleinen Disput zwischen Schwegler und Mo Idrissou in Berlin nach dem Spiel: "Wenn man direkt nach einem 4:0 über mögliche Verbesserungen spricht, dann ist das doch super."

Auf die Frage, wie es denn mit seiner eigenen Vertragsverlängerung aussehe, wurde der Trainer etwas einsilbiger: "Das ist ein Thema, zu dem ich mich frühestens dann äußern werde, wenn wir es geschafft haben. So war das ausgemacht, daran werde ich auch nichts ändern." Veh warnte erneut davor, den Aufstiegskampf als bereits fast gewonnen anzusehen: "Bochum hat zehn Punkte Vorsprung und will aufpassen, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten. Und wir sollen uns bei fünf Punkten sicher fühlen? Welch ein Unsinn!"

So könnten die Adler spielen:

Eintracht: Nikolov – Jung, Anderson, Schildenfeld, Djakpa – Kittel (Matmour), Schwegler, Meier, Köhler – Hoffer, Idrissou.

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