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Trainingsauftakt: Die Sommerferien sind für die Eintracht vorbei

Von Der neue Trainer Adi Hütter bittet zur Arbeit: Die Eintracht beginnt heute mit den Vorbereitungen auf die nächste Saison.
Voller Vorfreude auf die vielen Frankfurter Herausforderungen: der neue Trainer Adi Hütter. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Voller Vorfreude auf die vielen Frankfurter Herausforderungen: der neue Trainer Adi Hütter.
Frankfurt. 

Die Zeit für Urlaubsimpressionen aus südlichen Gefilden oder anderswo ist vorbei. Am Sonntagmorgen stellte Kevin-Prince Boateng noch einmal ein sonniges Video auf seine Instagram-Seite im Internet, mit Frau Melissa und Söhnchen Maddox auf einem Motorboot, während Danny Blum aus dem Flieger grüßte – auf dem Rückweg von der griechischen Insel Mykonos, gemeinsam übrigens mit dem zu Borussia Dortmund weiterziehenden Kollegen Marius Wolf. Die allermeisten der Adlerträger sind in der Heimat gelandet, manche auf den letzten Drücker: Für die Berufsfußballer der Frankfurter Eintracht schließlich sind die Sommerferien beendet.

Der eine oder andere wird am Sonntagabend noch einmal vor dem Fernseher gesessen, die Füße hochgelegt und Kollege Ante Rebic die Daumen gedrückt haben, mit Erfolg: Rebic wäre als Fast-Torschütze und Strafstoß-Herausholer in der Verlängerung beinahe schon der entscheidende Faktor gewesen, hätte Superstar Luka Modric nicht verschossen – und erreichte mit seinen Kroaten nach einem Elfmeter-Drama dann doch das Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Russland. Während in Frankfurt an diesem Montag nach sechs Wochen Ausspannen die Arbeit wieder aufgenommen wird, unter Leitung des neuen Trainers Adi Hütter – wenn auch vorerst nur mit Leistungstests und medizinischen Untersuchungen hinter verschlossenen Türen. Am Mittwoch um zehn Uhr geht es draußen im Stadtwald erstmals auf den Trainingsplatz, dann können sich Interessierte ein erstes Bild von Hütter und seinem Auftreten als Fußballlehrer machen.

Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe für den Schweizer Meistertrainer, der von Young Boys Bern zum deutschen Pokalsieger gekommen ist – als Nachfolger des zu Bayern München abgewanderten Niko Kovac, der dort heute übrigens ebenfalls zum Aufgalopp bittet. Hütter hat er ein üppiges Programm hinterlassen, das wurde bei der Veröffentlichung der Bundesliga-Spielpläne noch einmal deutlich. Sollten die Frankfurter die erste DFB-Pokalrunde am 18. August bei Regionalligist SSV Ulm überstehen, stünden in den nicht viel mehr als vier Monaten bis Weihnachten 25 Pflichttermine an: 17 in der Liga-Hinrunde, zwei eben im nationalen Pokal und sechs in der Europa League, die am 20. September startet, zwischen lauter schweren Aufgaben in der ersten deutschen Klasse.

Dortmund, Leipzig, Gladbach, Hannover und Hoffenheim neben den beiden Auftritten im Europacup – da hat die Computer-Software, mit deren Hilfe das immer kompliziertere Puzzle der Bundesliga-Begegnungen zusammengesetzt wird, der Eintracht ein stattliches Paket für die zweite Septemberhälfte und die erste Oktoberwoche errechnet. Hütter schreckt der Stresstest nicht. „Ich sehe die Europa League nicht als Belastung, sondern als Freude und Herausforderung“, betonte er bei seiner Vorstellung.

Umso wichtiger freilich ist für ihn und die Seinen eine akribische Vorbereitung auf die vielfältigen Aufgaben. Gerade wenn Spiele im Drei-Tage-Takt zur Regel werden, gilt es, die Belastung zu steuern. Da ist es unabdingbar, dass Boateng und Co. nicht nur die taktischen Vorstellungen ihres neuen Vorgesetzten kennenlernen, sondern in den nächsten Wochen mit einer harten Vorbereitung auch die körperlichen Grundlagen für diese herbstlichen Herausforderungen legen. Auch während der schon gleich nach dem Neustart anstehenden USA-Reise vom 8. bis 15. Juli. Anders als Kovac, der in der Vorbereitung bis zu drei Stunden pro Training setzte, soll Hütter dabei übrigens eher ein Freund von kürzeren, aber dafür heftigeren Einheiten sein. Und nicht ganz so stark auf wissenschaftliche Methoden bauen – für den nahezu legendären CK-Wert zur Belastungssteuerung müssen die Eintracht-Spieler künftig wohl nicht mehr so oft bluten.

Dem Vernehmen nach soll auch Athletiktrainer Klaus Luisser in diesen Fragen keine Rolle mehr spielen. Schon Hütters Anheuern bei RB Salzburg 2014 bedeutete für Luisser dort das Ende, angeblich wegen aus noch weiter zurückliegenden, aus gemeinsamen Zeiten in der Salzburger Talentschmiede herrührenden persönlichen Differenzen. Das jedenfalls berichtete später der Wiener Kurier. Wie auch immer: Anstrengend wird es für die Eintracht-Spieler in den nächsten Wochen so oder so.

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