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Die Tabellenspitze lockt

Von Klaus Veit Zumindest für 19 Stunden könnten sich die Frankfurter Rang eins in der Zweiten Fußball-Bundesliga sichern. Trainer Armin Veh gibt beim gestrigen Training Anweisungen. Foto: Rhode Bilder > Trainer Armin Veh gibt beim gestrigen Training Anweisungen. Foto: Rhode

Frankfurt. 

Wer heute (18 Uhr) live den Versuch der Frankfurter Eintracht miterleben möchte, wie diese gegen Dynamo Dresden zumindest vorübergehend auf den ersten Tabellenplatz in der Zweiten Fußball-Bundesliga klettert, der sollte bereits ein Ticket besitzen. Denn die Tageskassen an der WM-Arena werden geschlossen bleiben, weil der DFB die Ostdeutschen dazu verurteilte, die Partie ohne eigene Fans zu bestreiten.

"Keine Ahnung, ob das ein Vorteil für uns sein wird. Aber ein Nachteil ist es sicherlich nicht", meinte Eintracht-Trainer Armin Veh am Donnerstag ohne Schadenfreude. Kein Wunder: Eine Woche später wird sein Team bei Union Berlin die gleiche Situation erleben.

Aber derzeit gilt die gesamte Konzentration auf das Kräftemessen mit den Sachsen. "Die haben nach vorne große Fähigkeiten, sind stark im Kontern. Kein Wunder, dass sie auch gegen Spitzenteams gute Resultate erreicht haben." Gegen den bisherigen Spitzenreiter Fürth gab es einen Sieg, gegen Paderborn und St. Pauli immerhin je einen Punkt.

Veh hofft, dass seine Spieler bei dem 15-minütigen Video, das gestern Abend über die Stärken und Schwächen des Gegners gezeigt wurde, genau hingeschaut haben: "Natürlich wollen wir Dresden dominieren, natürlich wollen wir gewinnen." Mit einem "Dreier" könnte die Eintracht die Konkurrenz im Aufstiegskampf zusätzlich unter Druck setzen, weil die anderen Spitzenteams zumindest 19 Stunden später antreten werden.

Personell sieht es bei den Gastgebern gut aus, alle Mann sind an Bord. Trotzdem schließt Veh Veränderungen im Vergleich zum 5:1 bei Hansa Rostock nicht aus: "Allerdings hatten wir ja nur eine kurze Trainingswoche. Da ist es für Spieler, die derzeit hinten dran stehen, immer schwierig auf sich aufmerksam zu machen."

Trotzdem ist es möglich, dass Sonny Kittel in die Startformation rutscht. Zum einen scheiterte dies gegen Braunschweig ja nur an der fehlenden Spielberechtigung, zum anderen gehörte er in Rostock nach der Einwechslung nicht nur wegen seines Tores zu den Aktivposten der Mannschaft. Veh schweigt dazu: "Ich muss ja nicht immer alles verraten."

Dass kürzlich ein Aufsichtsratsmitglied finanzielle Interna an die Öffentlichkeit verriet, fand Veh auch nicht gut: "Da wird doch nur Politik gemacht, das schadet einem Verein nur." Das habe er beim Hamburger SV erlebt, das will er in Frankfurt nicht noch einmal erleben. Derzeit interessieren ihn die Gelder für die kommende Saison allerdings höchstens am Rande. Der Aufstiegskampf sei aufregend genug: "Die Spiele werden immer weniger, da wird entsprechend jede Partie extrem wichtig." Auch er könne da trotz 21 Trainerjahren nicht immer ruhig bleiben.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Ultras lehnen Aktion ab

Die Idee der Eintracht, 50 000 Euro der Deutschen Knochenmarkspenderkartei (DKMS) zu spenden, wenn sie bis zum Saisonende keine Strafen mehr wegen Fehlverhaltens ihrer Fans bezahlen muss, stößt bei den Ultras derweil auf keine Zustimmung.

Diese Einschränkung sei zynisch. Auf dem Rücken von Krebspatienten werde versucht, "etwas zu regulieren, was einem nicht in den Kram passt, das Denunziantentum in der Kurve zu fördern" und das Ganze noch als gute Tat zu verkaufen. Die Aktion zeige lediglich die Hilflosigkeit der Verantwortlichen, heißt es in einer Stellungnahme der Ultras.

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