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Eintracht Frankfurt: Doppelte Generalprobe ist geglückt

Zur Saisoneröffnungsfeier besiegt die Eintracht den FSV Frankfurt ebenso wie tags zuvor Betis Sevilla. Trotz der erfolgreichen Testläufe gibt es auch einige Ungewissheiten.
Fußball Testspiel Eintracht Frankfurt - FSV Frankfurt am 06.08.2017 in der Commerzbank-Arena in Frankfurt Andrej Markovic ( Frankfurt ), vorne Daichi Kamada ( Frankfurt ), hinten xJKx

Football try out Eintracht Frankfurt FSV Frankfurt at 06 08 2017 in the Commerzbank Arena in Frankfurt Andrej Markovic Frankfurt front Daichi Kamada Frankfurt rear xjkx Foto: Revierfoto (imago sportfotodienst) Fußball Testspiel Eintracht Frankfurt - FSV Frankfurt am 06.08.2017 in der Commerzbank-Arena in Frankfurt Andrej Markovic ( Frankfurt ), vorne Daichi Kamada ( Frankfurt ), hinten xJKx Football try out Eintracht Frankfurt FSV Frankfurt at 06 08 2017 in the Commerzbank Arena in Frankfurt Andrej Markovic Frankfurt front Daichi Kamada Frankfurt rear xjkx
Frankfurt. 

Ganz am Ende hat es doch noch geklappt. Dass es für ihn ein Muster ohne allzu großen Wert ist, wie Spiele in der Vorbereitungszeit ausgehen, untermauerte Niko Kovac am späteren Sonntagnachmittag zwar noch einmal mit einem von einem Augenzwinkern begleiteten Spruch. „Wenn man die Testspielergebnisse der letzten Wochen so sieht, ist plötzlich jeder Bundesligist in der Krise“, sagte der Trainer der Frankfurter Eintracht auch eingedenk der eigenen Beiträge zu diesem Thema und meinte das natürlich nicht ganz Ernst. Und doch hat es im Frankfurter Lager für Erleichterung gesorgt, dass nach fünf Kräftemessen mit ernsthaften Gegnern ohne Sieg bei der doppelten Generalprobe für die neue Fußball-Saison dann doch noch einmal die Zahlen stimmten. „Es ist gut, dass wir endlich mal gewonnen haben“, gab Stammkraft Makoto Hasebe am Samstag nach dem 3:0 gegen Betis Sevilla freimütig zu, und Kovac fragte nach dem 5:2 gegen Stadtnachbar FSV Frankfurt im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier in eigener Arena tags drauf rhetorisch: „Zwei Spiele, zwei Siege – was will man mehr?“

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Rund 40.000 Fans haben die Frankfurter Eintracht bei der Saisoneröffnung gefeiert. Höhepunkt des Tages war ein Benefizspiel gegen den insolventen Nachbarn FSV Frankfurt.Rund 40.000 Fans haben die Frankfurter Eintracht bei der Saisoneröffnung gefeiert. Höhepunkt des Tages war ein Benefizspiel gegen den insolventen Nachbarn FSV Frankfurt.Rund 40.000 Fans haben die Frankfurter Eintracht bei der Saisoneröffnung gefeiert. Höhepunkt des Tages war ein Benefizspiel gegen den insolventen Nachbarn FSV Frankfurt.

Das sollte Zufriedenheit ausdrücken, ein paar Wünsche indes fielen Kovac schon selbst gleich ein. Und die übliche Ungewissheit, wo die eigene Mannschaft vor dem Saisonstart steht, ist in Frankfurt nach dem nächsten großen Umbruch vielleicht noch etwas größer als anderswo. „Man hofft immer, dass man alles getan hat. Aber um zu sehen, wo man wirklich steht, muss man die ersten Spiele abwarten“, meinte Kovac eine knappe Woche vor dem ersten Pflichttermin. Am nächsten Samstag steht der Pokal-Besuch bei der TuS Erndtebrück an, am Sonntag danach der Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg.

Das Spiel gegen den FSV als Maßstab zu nehmen für das viertklassige Erndtebrück, könnte ein Trugschluss sein. Bis dahin muss die Eintracht sich sicher noch steigern. Im Angriff fehlte trotz fünf Toren teilweise der letzte Wille zur Vollstreckung, am Ende wurde auch die Abwehr nachlässig. „Die Anzahl der Chancen stellt mich zufrieden, die Anzahl der Tore nicht. Und die Gegentore ärgern mich, da muss man den Ehrgeiz haben zu null zu spielen“, sagte Kovac nach dem ungleichen Duell gegen den FSV. Die 90 Minuten vor der stimmungsvollen Kulisse von 40 000 Zuschauern waren nur halbwegs unterhaltsam, zu deutlich waren die Leistungsunterschiede zwischen Bundes- und Regionalliga. Für die Eintracht trafen Daichi Kamada, Branimir Hrgota, Renat Dadashov, Max Besuschkow und Luka Jovic, für den FSV zum 1:4 und 2:5 Ahmed Azaouagh und Maziar Namavizadeh.

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Etwas besorgniserregend bleibt der Zustand von Sieben-Millionen-Euro-Einkauf Sebastien Haller, der sich bei seinem 45-Minuten-Einsatz am Sonntag selbst in den Duellen mit den biederen Amateuren schwer tat – wie schon am Samstag gegen Sevilla, als er noch eine gute Viertelstunde länger spielte. Das Trainingslager habe ihn geschlaucht, räumte er danach ein.

Insgesamt aber zeigte sich die Eintracht vor 3800 Zuschauern in Wiesbaden stärker als bei den Testläufen zuvor. „Die Mannschaft ist spritziger geworden“, urteilte Kovac, der in der letzten Woche dafür bewusst das Training gedrosselt hatte. Und Manager Bruno Hübner war zufrieden, „weil wir sehen, dass wir immer besser in Form kommen je näher der Start rückt.“ Freilich ist der Erfolg gegen den spanischen Erstligisten wie die Unentschieden gegen italienische Erstligisten während des Trainingslagers in Südtirol mit Vorsicht einzuordnen, denn Sevilla hatte sich nicht in bester Verfassung präsentiert. Die Eintracht war präsenter, einfach besser und hatte sich den Sieg deshalb auch verdient.

Timothy Chandler traf von der Strafraumlinie nach guter Vorarbeit von Taleb Tawatha, Marius Wolf aus kurzer Distanz und Aymen Barkok mit einem Weitschuss. So richtig flüssig aber war es auch gegen Sevilla nicht gelaufen, und einige vorher schon bekannte Problemzonen wurden sogar von den schwachen Spaniern aufgedeckt. Ganz vorne muss sich Haller steigern. Im Mittelfeld klafft ein kreatives Loch, wenn Jonathan de Guzman und Marco Fabián fehlen. Neuling Gelson Fernandes wirkte zu ungestüm im Zweikampf und zu vorsichtig im Passspiel. Und auch in der Abwehr taten sich immer wieder Lücken auf.

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Die Frankfurter Eintracht hat den zweiten Sieg der Vorbereitung eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac gewann in der Wiesbadener Brita-Arena gegen den spanischen Erstligisten Betis Sevilla überraschend deutlich mit 3:0 (0:0).US-Nationalspieler Timothy Chandler brachte die Eintracht mit einem Distanzschuss in Führung (58.).Zehn Minuten später erhöhte Neuzugang Marius Wolf . . .

Eine Erkenntnisse für den Trainer neben der Tatsache, dass nach und nach die Frische zurückkehrt, lautet dessen ungeachtet: Auf die Dreierkette ist Verlass. Marco Russ wird langsam stärker, David Abraham und Makoto Hasebe sind sowieso unverzichtbar. Trotzdem ist die Abwehrzentrale zu dünn besetzt. Manager Hübner ist auf der Suche nach weiterer Verstärkung. .„Wir wollen auf dieser Position noch etwas tun“, bekräftigte Kovac.

Eintracht gegen Betis Sevilla: Hradecky – Abraham, Hasebe, Russ (66. Knothe) – Chandler (66. da Costa), Besuschkow (46. Wolf), Fernandes (66. Cetin), Gacinovic (66. Barkok), Tawatha (66. Willem) – Jovic (66.Kamada), Haller (66. Hrgota).– Tore: 1:0 Chandler (58.), 2:0 Wolf (69.), 3:0 Barkok (73.). – Zuschauer: 3800.

Eintracht gegen den FSV: Hradecky (46. Zimmermann) – Da Costa, Chandler (35. Wolf), Knothe, Willems (63. Tawatha) – Fernandes (35. Cetin), Besuschkow – Barkok (46. Gacinovic), Kamada – Hrgota (63. Jovic), Haller (46. Dadashov). – FSV Frankfurt: Aulbach (46. Birol) – Becker (79. Matuschewski), Sierck (79. Muhic), Howell, Huckle (46. Bell Bell) – Seegert (59. Andacic), Azaouagh – Sick, Pollasch (79. Ehsele), Kara (46. Markovic) – Dalmeida (46. Namavizadeh). – Tore: 1:0 Kamada (7.), 2:0 Hrgota (22.), 3:0 Dadashov (47.), 4:0 Besuschkow (Foulelfmeter, 65.), 4:1 Azaouagh (72.), 5:1 Jovic (82.), 5:2 Namavizadeh (83.). – Zuschauer: 40 000.

US-Nationalspieler Timothy Chandler (im Bild) brachte die Eintracht mit einem Distanzschuss in Führung (58.). Zehn Minuten später erhöhte Neuzugang Marius Wolf, ehe Aymane Barkok für den 3:0-Endstand sorgte (73.).
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Die Frankfurter Eintracht hat den zweiten Sieg der Vorbereitung eingefahren. Die Mannschaft von Niko Kovac gewann in der Wiesbadener Brita-Arena gegen den spanischen Erstligisten Betis Sevilla überraschend deutlich mit 3:0 (0:0).

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