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Drei Punkte zum Geburtstag?

Von Der Trainer hätte gerne noch einen weiteren Neuzugang mitgebracht. Doch der Livaja-Transfer hat sich zerschlagen.
Lagebesprechung vor der Reise nach Hamburg: Trainer Armin Veh (Mitte) und die Eintracht-Profis.	Foto: Hübner Lagebesprechung vor der Reise nach Hamburg: Trainer Armin Veh (Mitte) und die Eintracht-Profis. Foto: Hübner
Frankfurt. 

Natürlich wünscht er sich an erster Stelle Gesundheit. "Das ist in meinem Alter so", sagt Armin Veh mit einem leisen Lächeln. Geburtstag feiert er heute, seinen 52. Ganz ohne einen Gedanken ans Fußball-Geschäft geht es für den Trainer der Frankfurter Eintracht aber auch an einem solchen Tag nicht. Ein Sieg bei seinem Ex-Club Hamburger SV am Samstag (18.30 Uhr) würde das Wochenende abrunden, gibt Veh zu: "Dann hätten wir 36 Punkte und wären unserem Ziel noch näher gekommen." Dieses Ziel – es bleibt vorerst dabei – heißt Klassenerhalt in der Bundesliga.

Erst wenn der geschafft ist, will Veh bekanntermaßen über seine mögliche Zukunft in Frankfurt verhandeln. Über die Zukunft der Eintracht und ihr künftiges spielendes Personal macht sich der Coach gleichwohl jetzt schon Gedanken. Doch nach dem angedachten Transfer seines früheren Spielers Gojko Kacar von Hamburg nach Frankfurt hat sich gestern auch endgültig das Geschäft mit dem 19-jährigen kroatischen Stürmer Marko Livaja von Inter Mailand zerschlagen. "Es kommt niemand mehr", sagte Veh. Es geht aber auch niemand mehr – zumindest nicht zu einem Bundesliga-Club. Der seit Wochen formschwache Olivier Occean stand bis gestern Mittag, 12 Uhr, nicht auf der Transferliste. Möglich ist allerdings weiterhin ein Wechsel des kanadischen Angreifers ins europäische Ausland oder nach China.

"Großes Talent"

"Livaja hätte ich gerne gehabt. Er ist ein großes Talent, ein junger Spieler, den man noch entwickeln kann. Aber es war nicht machbar", bedauerte Veh das Scheitern des Transfers. Der junge Kroate soll nun beim Mailänder Liga-Konkurrenten Bergamo, wo auch die Hälfte der Transferrechte liegt, Spielpraxis sammeln.

Veh hätte auch Kacar gerne gehabt. Der Hamburger Edelreservist kann sowohl Innenverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld spielen. Aber nach reiflicher Abwägung aller wirtschaftlichen Eckdaten seien er und Sportdirektor Bruno Hübner zu dem Schluss gekommen, "dass er zu teuer für uns ist" (Veh). Einen weiteren neuen Spieler bekommt der Trainer zum Geburtstag also nicht.

Auf der nächsten Seite: Ein Risiko

Dafür hatte er als verfrühtes Geschenk ja schon am Dienstag Sdrjan Lakic begrüßen können. Der kroatische Stürmer ("Ich erwarte keine Wunderdinge von mir im ersten Spiel") soll am Samstag beim HSV für die Eintracht auflaufen. "Ich habe mich zu 90 Prozent entschieden, ihn spielen zu lassen", sagte Veh über den Neuzugang vom VfL Wolfsburg. "Wenn du neu zu einer Mannschaft kommst, nur zwei Tage trainierst und davor lange nicht gespielt hast", sei das sicher ein Risiko: "Aber um ihn an die neue Mannschaft heranzuführen, musst du ihn auch bringen", meinte Veh.

Nach Hamburg, wo er von 2010 bis zur vorzeitigen Trennung 2011 gearbeitet hat, kehrt der Trainer mit zwiespältigen Gefühlen zurück. "In der Stadt habe ich mich wohlgefühlt", sagt Veh, "aber im Verein gab es Dinge, die mir nicht gefallen haben." Turbulente Zeiten waren das damals in der Hansestadt. "Wenn du jeden Tag streitest und jeden Tag Ärger hast und dann noch um einen Europa-League-Platz mitspielst, dann habe ich in Hamburg noch das Beste rausgeholt aus der Situation", sagt der Eintracht-Coach heute.

"Wenn sie uns schlagen, sind sie selbst mit oben dabei. Von daher erwarte ich ein enges Spiel", meinte Veh. Personelle Probleme hat der Eintracht-Coach nach der vollständigen Genesung von Sebastian Jung und Pirmin Schwegler nicht mehr: "Alle sind gesund und munter."

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