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Eintracht Frankfurt: Eckbälle: Beim 70. Mal macht es "Klick"

69 Eckbälle hatte die Frankfurter Eintracht in dieser Saison schon ausgeführt, nur einmal hatte einer auf Umwegen zu einem Treffer geführt. Beim 70. Mal aber hat es „Klick“ gemacht.
Marius Wolf und David Abraham Foto: Eberhard Thonfeld (imago sportfotodienst) Marius Wolf und David Abraham
Frankfurt. 

69 Eckbälle hatte die Frankfurter Eintracht in dieser Saison schon ausgeführt, nur einmal hatte einer auf Umwegen zu einem Treffer geführt. Beim 70. Mal aber hat es „Klick“ gemacht. Jetro Willems hatte den Ball in der 26. Minute des Spiels bei der Hertha flach und hart nach innen gespielt. Aber nicht direkt in den Fünfmeterraum, sondern nach hinten an die Sechzehnmeterlinie. Dort konnte Marius Wolf nahezu ungehindert schießen und traf mit der Innenseite an Freund und Feind vorbei unhaltbar unter die Latte. „Robbi hatte die Idee mit dem Standard“, lobte Eintracht-Coach Niko Kovac seinen Bruder Robert, „da sieht man wenigstens, dass wir im Training auch Ecken üben.“

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Total begeistert war auch der Frankfurter Manager Bruno Hübner. „Endlich sind wir mal für unseren Trainingsfleiß belohnt worden“, sagte er. Die Eintracht hatte lange darauf warten müssen. Zum letzten Mal hatte ein Freistoßtrick im letzten Januar auf Schalke funktioniert. Die Situation damals war ganz ähnlich: Makoto Hasebe hatte den Ball nach einem Freistoß flach innen gepasst und Alexander Meier mit der Innenseite zum 1:0-Siegtor getroffen. „An Alex habe ich mir ein Beispiel genommen“, sagte nun Wolf. Der offensive Verteidiger Wolf, der seit einigen Wochen den verletzten Timothy Chandler ersetzt, entwickelt sich immer mehr zu einem Leistungsträger. „Das Tor war sensationell“, lobte sein Kollege Boateng, „wenn der so weitermacht, wird er Nationalspieler.“ Der Berliner Trainer war nicht so begeistert. „Da haben wir total naiv verteidigt“, sagte Pal Dardai.

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Die Frankfurter aber freuten sich über ihren gelungenen Coup. „Wir haben es im Training geübt und zum Glück hat es geklappt“, sagte Wolf, „wir wollten ihn genauso spielen.“ Ein Trick also, der so alle halbe Jahre mal funktioniert. Auch beim zweiten Treffer war Wolf indirekt beteiligt. An der Seite war er nach einem Zweikampf mit Marvin Plattenhardt verletzt liegen geblieben und hatte auf einen Freistoß gehofft. Der Schiedsrichter aber ließ weiterlaufen, Salcedo konnte flanken und Boateng treffen. „Ich habe gar nicht gewusst, dass es ein Tor war“, lachte Wolf, „ich habe es erst gemerkt, als David Abraham gejubelt hat.“ Da konnte der 22 Jahre alte Verteidiger die Schmerzen, die ihn nach dem Spiel plagten, leicht verschmerzen.

(pes)

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