Eigentlich alles in Butter

Der Fußball-Bundesligist ist froh, die erste Pokalrunde gegen den FV Illertissen überstanden zu haben.
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Frankfurt. 

Zugegeben: Die Leistung der Frankfurter Eintracht war wirklich nicht vom Feinsten. Aber der Fußball-Bundesligist wollte sich keine großen Gedanken über das 2:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten FV Illertissen machen. Und schon gar keine Schlüsse mit Blick aufs erste Punktspiel am Samstag bei Hertha BSC Berlin ziehen.

„Wir werden in der Bundesliga selten gegen eine Sechser-Abwehrkette spielen“, meinte Sebastian Rode süffisant, der mit seinem tollen Schuss in den Winkel für die endgültige Entscheidung gesorgt hatte. Da war in Augsburg schon die Nachspielzeit angebrochen. Zuvor hatte der Favorit trotz der Führung durch Joselu (64.) noch mehrfach zittern müssen, weil er den Vorsprung nur verwalten, aber nicht mehr konsequent ausbauen wollte.

Da war sogar der Vorstandschef noch einmal nachdenklich geworden. „Man denkt sich immer Szenarien aus, die eintreten könnten“, gab ein doch etwas mitgenommener Heribert Bruchhagen zu. Es waren ein Jahr alte Erinnerungen hochgekommen, als mit dem 0:3 in Aue die erhoffte Reise nach Berlin abrupt nach der ersten Etappe beendet war.

Am Samstag trifft die Eintracht im Punktspiel an der Spree auf den Aufsteiger Hertha. Am Montag hatten die Profis frei, heute beginnt die konkrete Vorbereitung. Armin Veh hat in seiner Heimatstadt Augsburg genau hingeschaut, um Verbesserungsmöglichkeiten für den Bundesligastart zu finden. „Wir kamen nicht über die Außen, wir kamen nicht zum Flanken. Und wir waren zu langsam sowie zu wenig präsent vor dem Tor“, kritisierte der Trainer. Er hätte auch noch die vielen Passungenauigkeiten nennen können, wodurch der laufstarke Regionalligist es immer wieder schaffte, die Räume eng zu machen. Der Ballbesitz von bis 80 Prozent brachte deshalb lange Zeit nichts ein. Zu sehr wurde es durch die Mitte probiert. „Was sollen da zwei gegen acht ausrichten?“, legte Veh den Finger in die Wunde.

Bilderstrecke
Eintracht siegt in Illertiisen
Die Frankfurter Eintracht hat die erste Runde im DFB-Pokal gemeistert. Gegen Illertissen siegten die Hessen knapp mit 2:0. In unserer Fotostrecke sehen Sie Bilder von der Begegnung. Fotos: Hübner (15), dpa (3)
Rund 6.000 Zuschauer waren in der Augsburger SGL-Arena dabei. Darunter auch zahlreiche mitgereiste Fans aus Hessen.
Die Hürde Illertissen gestaltete sich für Marco Russ und seine Teamkollegen schwerer als erwartet. Der Regionalligist stand  . . .

 

Vielleicht hätte der dribbelstarke Takashi Inui den Riegel mal durchbrechen können. Aber der ist noch nicht fit, Veh hatte ihn in Frankfurt gelassen: „Es war klar, dass Taka nicht beginnt. Da war mir wichtiger, dass er ordentlich trainiert.“ Wie Bamba Anderson, der wegen einer leichten Kniereizung sicherheitshalber am Main geblieben war.

Am Wochenende werden wohl beide sowie der im Pokal gesperrte Kevin Trapp dem Kader wieder angehören. Dass Trapp dann zwischen den Pfosten steht, daran lässt der Trainer keine Zweifel. Möglicherweise hält er auch am 4-4-2-System fest, das er gegen Illertissen 75 Minuten lang spielen ließ. Nach Joselus Auswechslung ging es dann noch 15 Minuten im 4-2-3-1-System weiter, was allerdings „zu weniger Dynamik“ führte, so Veh.

Ihm war wichtig, „dass wir unseren Spielrhythmus finden“. Auch viele andere Pokalspiele hätten gezeigt, dass sich die Erstligisten in ihrem ersten Pflichtspiel der Saison sehr schwer getan haben: „In den wenigen Vorbereitungsspielen habe ich meistens nach der Pause sieben, acht Spieler gewechselt“, sagte Veh. Wo soll da die Power für 90 Minuten herkommen, fragte sich auch Sebastian Rode: „Die kannst du nur in den Spielen bekommen.“

 

Noch 1000 Bayern-Tickets

 

Für das erste Heimspiel gegen Bayern München sind noch rund 1000 Tickets, meist in den höheren Preisklassen, nicht verkauft worden. Diese können Eintracht-Mitglieder und Dauerkarten-Inhaber, die noch keine Karten haben, am Mittwoch ab 10 Uhr in den drei Eintracht-Fanshops (Stadion, Riederwald, Sportarena) erwerben. Allerdings nur zwei pro Person, die sich mit Mitgliedsausweis oder Dauerkarte ausweisen muss.

Bilderstrecke
Die Adler in der Einzelkritik (Illertissen)
Wie haben sich die Adler gegen Illertissen geschlagen? In unserer Einzelkritik nehmen wir die Leistung der Spieler unter die Lupe.
Stark<br><br>
Sebastian Rode: Er war eifrig. Aber lange Zeit mit vielen Fehlern. Doch sein Treffer zum 0:2 in der Nachspielzeit war alleine das Eintrittsgeld wert.
Mittelmäßig<br><br>
Aykut Özer: So gut wie nie geprüft.

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