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SGE-Check: Wolfsburg: Ein Abstiegskandidat, der bessere Zeiten gesehen hat

Stephan Reich ist Buchautor, Redakteur beim Fußballmagazin 11 Freunde und Eintracht-Fan von Kindesbeinen an. Vor jedem Spiel nimmt er den Gegner auf besondere Weise unter die Lupe. Diesmal: den VfL Wolfsburg.
Wolfsburgs Mario Gomez. Foto: dpa Wolfsburgs Mario Gomez.

Das ist los beim Gegner:

Angst. Nackte Abstiegsangst. Zumindest sollte das los sein, schließlich steht der VfL Wolfsburg aktuell näher am Abgrund als einst Silvester Stallone in „Cliffhanger“. Nur dass Sly stets mit seinen Muskeln punkten konnte, womit der VfL derzeit punkten könnte, bleibt unklar. In der Offensive ist Mario Gomez oft auf sich allein gestellt, die Defensive bröckelt und alles dazwischen ist trotz aller VW-Millionen auch nicht so dolle. Bliebe der gute alte Kampfgeist, ohne den es im Abstiegskampf bekanntlich nicht geht. Dumm nur, dass der VfL gerade in der entscheidenden Saisonphase derart blutarm wirkt, dass man den Spielern reflexhaft Eisentabletten verschreiben möchte.
 

Der Star des Teams:

Jens Nowotny. Und damit ist natürlich nicht der echte Jens Nowotny gemeint, sondern sein Brasilianischer Wiedergänger Luiz Gustavo. Seit 2007 pfügt Gustavo nun über Deutschlands Fußballplätze, unzählige Hämatome beim Gegner später hat Gustavo nun seinen achten Platzverweis gesammelt und führt nun gemeinsam mit Jens Nowotny die ewige Rot-Tabelle der Bundesliga an. Glückwunsch dazu. Wegen seinem aktuellen Ausraster, einer stilsicheren Links-Rechts-Kombination aus Meckern und Ballwegschlagen, muss Gustavo in Frankfurt leider aussetzen. Gerüchten zufolge grätscht er ersatzweise liebende Pärchen im Park auseinander. 

 
Die Formkurve:

Abstiegskandidat-tastisch. Aus den letzten fünf Partien konnte der VfL nur eine einzige gewinnen, immerhin gegen den Mitkonkurrenten FC Ingolstadt. Ansonsten gab es heftig auf die Ohren, insbesondere gegen gnadenlose Bayern, die mit einem saftigen 6:0 in Wolfsburg den Titel eintüteten. Immerhin hat man so die Bayern ein wenig ärgern können, mussten diese doch im schmucklosen Wolfsburg die Meisterschaft feiern.

Wenn dieser Verein ein Gif wäre, dann:

Die Strategie der VFL-Führungsebene der letzten Jahre:
 

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Schönstes Retro-Fundstück auf YouTube:

Latzhosen, bunte Sonnenbrillen, zottelige Vokuhilas – dieses Video beweist: 1997 war eine schönere, einfachere Zeit. Vor allem auch für den VfL Wolfsburg, damals den Aufstieg in die Bundesliga feierte. Kleiner Trost: Vielleicht gibt es ja ähnlich schöne Feierlichkeiten, wenn dem VfL 2018 der direkte Wiederaufstieg gelingt?

Warum die Eintracht gewinnt:

Das Fehlen von Luiz Gustavo macht sich durch große Löcher im Mittelfeld bemerkbar, zudem spielen die Frankfurter Offensivspieler ohne die ständige Grätschen-Gefahr Gustavos wie befreit auf. Beste Chancen werden allerdings mal wieder versemmelt – man hat ja schließlich auch einen Ruf zu verlieren. In der 90. Minute ist es dann Sportdirektor Bruno Hübner – im Eilverfahren mit Spielerpass ausgestattet –, der mit einem satten Kopfballtor den Siegtreffer erzielt, das späte Tor seines Sohnes Benjamin für die TSG Hoffenheim in der Vorwoche wiedergutmacht und seinen Job damit behalten darf. Die Eintracht gewinnt 1:0. 
 

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