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Eintracht Frankfurt im Trainingslager: Eintracht-Boss Bobic zieht in Abu Dhabi Zwischenbilanz

Von Er kam einen Tag später als die Mannschaft, aber inzwischen ist Sportvorstand Fredi Bobic bei der Frankfurter Eintracht im Trainingslager in Abu Dhabi eingetroffen. Am Freitag stand er den mitgereisten Journalisten zu vielen Fragen Rede und Antwort.
In Trainingskleidung, aber auch in Abu Dhabi immer im Dienst: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Foto: Jan Huebner In Trainingskleidung, aber auch in Abu Dhabi immer im Dienst: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.

Fredi Bobic zur Frage, ob ein Plan B existiert, wenn Haris Seferovic bis Ende Januar nach Lissabon wechselt: „Warum reden wir von Plan B? Es kann ja auch ein Plan A sein, das wäre mir lieber.“ Aktuell liege ihm jedoch kein Angebot für den Schweizer vor. Trotzdem schließt er einen Wechsel nicht aus. Dass Seferovic bleibt und seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert, glaubt er inzwischen nicht mehr: „Aber im Fußball kann sich vieles schnell ändern.“

Zum Trainingslager in Abu Dhabi: „Als Spieler ist man immer froh, wenn die Bedingungen top sind. Der Trainingsplatz ist hier überragend und das Hotel ist auch nicht schlecht. Das passt alles sehr gut.“ Hier könne und müsse man die Basis für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte legen.

Und dann müsse man von Spiel zu Spiel denken: „Das hat uns in der Vorrunde stark gemacht.“ Und die mannschaftliche Geschlossenheit.

Zu den Erwartungen für die nächsten Monate: Man wolle eine ordentliche Rückrunde hinlegen. „Das heißt, dass wir erst einmal 40 Punkte holen und dann mal weiter sehen, was vielleicht noch möglich ist.“

Die Ansprüche an die Eintracht seien inzwischen höher als vor der Saison. „Deswegen müssen wir auch mal auf die Bremse treten. Die Bundesliga kann brutal sein, da ist man schnell auf dem Boden der Tatsachen zurück.“

Über sein erstes halbes Jahr bei der Eintracht: „Ich hatte im Sommer keine Unsicherheit verspürt, aber ich hatte nicht gedacht, dass es so gut läuft.“ Er sei sehr froh, dass vieles sofort geklappt hat, was man angestoßen hatte. „Alle Jungs funktionieren, in der Mannschaft und auch darum herum. Wir treiben uns gegenseitig an, das bringt uns weiter. Und es macht Spaß, das zu sehen.“

Über Leihspieler: „Wir werden auch in der kommenden Saison nicht darauf verzichten können.“ Dazu fehlten der Eintracht weiter die finanziellen Mittel. Es sei deshalb auch ganz normal, wenn Leihspieler den Verein wieder verlassen. Bei Jesus Vallejo sei entgegen diverser Meldungen der vergangenen Tage noch keine Tendenz erkennbar, dies werde frühestens im Frühjahr der Fall sein. „Aber es ist Unsinn zu glauben, dass Vallejo sicher zu Real zurück muss, wenn Pepe Madrid verlassen würde. Wer sagt, dass die dann nicht einen anderen Verteidiger für 50 Millionen verkaufen?“ Bei manchen Meldungen über den 20-Jährigen könne er nur schmunzeln. Dass Vallejo zuletzt einige Fehler unterlaufen waren, hätte ihn sogar erfreut: „Das setzt bei ihm den Lernprozess fort.“ Der Spanier werde seinen Weg gehen: „Er ist der klarste in der Birne.“

Über den 18-Nationen-Kader der Eintracht: Er hat sich darüber von Anfang an weniger Gedanken gemacht als andere. Man habe besonders darauf geachtet, dass die Mentalität der Profis stimme. „Die ganz große Qualität kann die Eintracht sowieso nicht bezahlen.“ Alle Sommereinkäufe hätten gezeigt, dass sie sich im fremden Umfeld schnell entwickeln können. Sprachbarrieren gäbe es keine: Die Jungs reden viel miteinander.“

Und mit Marco Fabián könne man sich nach einem Jahr schon „auf Deutsch prima unterhalten. Dass er bei Interviews noch auf einen Dolmetscher setzt, verstehe ich. Mir hat schon Pep Guardiola in München Leid getan, wenn ihm ein kleiner Sprachfehler unterlaufen ist.“ Solche Fehler würden von manchen Journalisten gerne ausgenutzt.

Zu Axel Hellmanns Aussagen zur Arbeit von Heribert Bruchhagen bei der Eintracht: „Es ist Unsinn, dass ich mich bei Heribert deshalb im Namen der Eintracht entschuldigt hätte. Ich hatte ihm zum Jahreswechsel eine SMS geschickt. Ich habe ihm einen guten Rutsch gewünscht und mich noch einmal dafür bedankt, dass er mir einen so tollen und grundsoliden Verein hinterlassen hat.“ Dass er als Angehöriger einer anderen Generation etwas anders arbeite, das sei ganz normal. Ja, es herrsche nun ein anderer Wind bei der Eintracht, „aber das muss man nicht thematisieren. Wir brauchen kein unnötiges Lob.“ Wie damals für die Eintracht sei Bruchhagen nun für den Hamburger SV in dieser Situation genau der richtige Mann: „Ich hoffe, dass er den HSV wieder nach oben bringen wird. Ob das gelingen kann, ist eine andere Sache.“

Zur Personalplanung im kommenden Sommer: Es sei durchaus denkbar, dass sich die Eintracht von einem guten Spieler trennen wird, wenn die Ablöse stimmt. Wie beim Wechsel von Kevin Trapp nach Paris. „Wir können nicht alle halten, wir müssen auch Substanz aufbauen.“ Klar sei aber, dass man solche Einnahmen auch wieder in gute Spieler investieren müsse. Man versuche zwar, auch eigenen Nachwuchsspielern Chancen zu geben, „aber wir brauchen einen Stamm von guten Profis und frisches Blut.“

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