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Eintracht Frankfurt: Eintracht: Chandler der erste Sieger

Von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist dank dem neuen Trainer zumindest zum Teil neu aufgestellt.
Die Chance genutzt: Timothy Chandler (vorne) spielt wieder, Bastian Oczipka nicht mehr. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Die Chance genutzt: Timothy Chandler (vorne) spielt wieder, Bastian Oczipka nicht mehr.
Frankfurt. 

Vor etwas mehr als zwei Wochen hat Niko Kovac Armin Veh als Trainer der Frankfurter Eintracht abgelöst. Besonders für zwei Spieler hat diese Personalie zu gravierenden Änderungen geführt. Schon nach dieser kurzen Zeit gibt es einen großen Gewinner des Trainerwechsels und einen ganz großen Verlierer. Beide sind sie Verteidiger, beide können sie durchaus überrascht sein von der Entwicklung. Timothy Chandler hat sich die rechte Position in der Vierer-Abwehrkette zurückgeholt, er durfte zuletzt gegen Hannover von Anfang an spielen. Es war erst sein zweiter Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Und auf der anderen Seite, der linken, hat Bastian Oczipka seinen Stammplatz verloren. In 24 von 27 Spielen hatte er 90 Minuten gespielt, unter Niko Kovac hat nun seit zwei Begegnungen Constant Djakpa die Nase vorn.

„Ich war immer bereit“, sagt Chandler, „und natürlich habe ich mich gefreut, dass ich spielen durfte.“ In Anbetracht der langen Durststrecke hat der US-amerikanische Nationalspieler seine Sache ordentlich gemacht. Zumindest in Ansätzen war ein Zusammenspiel mit Stefan Aigner am rechten Flügel zu erkennen. Beide waren auch am Siegtor gegen Hannover beteiligt. Chandler war in der vergangenen Saison, nach seiner Rückkehr aus Nürnberg nach Frankfurt, noch Stammkraft auf rechts gewesen, hatte unter Trainer Thomas Schaaf in 29 von 34 Spielen auf dem Platz gestanden. Bei Schaafs Nachfolger Armin Veh war er ins zweite Glied gerückt. Auch, weil er zu Beginn der Saison spät vom Gold-Cup mit der amerikanischen Nationalmannschaft zurückgekehrt war und deshalb einen Teil der Vorbereitung verpasst hatte.

Da die rechte Verteidigerposition in der Hinrunde nie optimal besetzt werden konnte, hatte Veh im Januar noch davon gesprochen, „dass ich Timmy wieder hinkriegen will“. Doch im Trainingslager in Abu Dhabi hatte Chandler wohl nicht überzeugen können, und Veh hatte umdisponiert. Makoto Hasebe war lange Zeit der Favorit auf dieser Position, dann wurde noch aus Berlin Yanni Regäsel verpflichtet. Für Chandler schien endgültig kein Platz mehr zu sein. „Ich weiß nicht, warum das so war“, sagt er im Blick zurück ohne Zorn, er will sich aber sonst mit Aussagen zurückhalten. Viel lieber freut er sich darüber, nun wieder eine ernsthafte Alternative zu sein. Wenig überrascht war er, dass er nicht im aktuellen Aufgebot der US-Nationalmannschaft steht. „Ich habe vier Monate nicht gespielt, da ist das normal“, sagt der bald 26 Jahre alte Eintracht-Profi. Womöglich ist er auch froh, dass er beim aktuellen Trainingsprogramm unter dem neuen Coach mitmachen kann und diesmal eben nichts verpasst.

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Ziemlich intensiv geht es in diesen Tagen zur Sache, auch wenn die Reihen gelichtet sind (wir berichteten). Immerhin, am Mittwoch waren wieder vier Spieler mehr dabei. Stefan Reinartz, Marc Stendera, Marco Russ und Änis Ben-Hatira konnten die einstündige Konditionseinheit mitmachen.

Mitten drin war auch Bastian Oczipka (27). Er war unter Armin Veh die sicherste Bank aller Feldspieler. 24 Begegnungen hat Oczipka bestritten, als einziger alle über 90 Minuten. Nur wegen einer Sperre hatte er beim Heimspiel gegen den HSV gefehlt. Der neue Trainer hat ihn dann in Mönchengladbach auf die Bank gesetzt und ihn gegen Hannover dort gelassen. Unter Veh hundert Prozent, unter Kovac null Prozent, so schnell geht das manchmal im Profifußball. Doch Oczipka will um seine Rückkehr kämpfen. Er könnte davon profitieren, dass sein Konkurrent Constant Djakpa, der unter dem alten Trainer zuletzt nicht einmal mehr im Aufgebot gestanden hatte, nun zu zwei Länderspielen für die Elfenbeinküste nach Afrika gereist ist. Djakpa wird nächste Woche ziemlich geschlaucht von zwei Spielen gegen den Sudan und den langen Reisen zurückkehren. Oczipka dagegen kann sich zu Hause empfehlen. Für alle Spieler gilt in diesen Tagen, die noch im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens stehen, ein Satz des neuen Trainers. „Ich bin sicher, dass wir im Abstiegskampf alle Spieler brauchen“, hat Kovac gesagt.

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