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"Die Jungs sind voll bei der Sache": Eintracht-Coach Kovac: So fällt sein Fazit zum Trainingslager in San Diego aus

Seit gut zwei Wochen lässt Eintracht-Coach Niko Kovac sein Team für die kommenden Saison schwitzen. Das Trainingslager in den USA neigt sich inzwischen schon wieder dem Ende entgegen. Zeit für den Trainer, über den Stand der Dinge und die weitere Kaderplanung zu sprechen.
08.07.2017, xjhx, Fussball Testspiel, Seattle Sounders - Eintracht Frankfurt, emspor, v.l. Trainer Niko Kovac (Eintracht Frankfurt) Foto: Jan Hübner 08.07.2017, xjhx, Fussball Testspiel, Seattle Sounders - Eintracht Frankfurt, emspor, v.l. Trainer Niko Kovac (Eintracht Frankfurt)
Niko Kovac über…
 
…die ersten zwei Vorbereitungswochen:
 „Wir sind schon fast zwei Wochen im Training. Die Mannschaft ist täglich richtig gut bei der Sache. Ich bin überrascht mit welcher Intensität und Freude sie das durchziehen. Dieser Trip scheint am Anfang vielleicht nicht ganz treffend gewesen zu sein. Aber ich muss sagen, das ist genau der richtig Ort, wo wir richtig gut arbeiten können.“
 
…den Stand der Vorbereitung:
„Man kann sich im Leben immer verbessern. Es gibt kein Optimum. Man kann nicht sagen, dass man die perfekte Mannschaft hat. Wir versuchen, uns tagtäglich in allen Bereichen zu verbessern. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr sind wir jetzt schon, was die Physis anbetrifft, auf einem ganz anderen Level. Die Ausgangsposition in diesem Jahr war eine sehr viel bessere. Das gilt auch im technisch-taktischen Bereich. Wir sind zwar noch nicht dort, wo andere Mannschaften sind. Aber daher arbeiten wir fleißig.“
 
 
…den bisherigen Verlauf des USA-Trainingslagers:
„Keiner wusste genau, was uns erwartet. Wir machen aber das beste draus. Wir haben zwei, drei Tage gebraucht, bis wir uns an das Wetter und an die Zeitverschiebung gewöhnt hatten. Aber die Jungs sind wirklich von Tag eins an voll  bei der Sache. Das wäre in Deutschland sicherlich nicht anders gewesen. Von daher ist das für uns hier ein Volltreffer.“
 
…die voranschreitende Internationalisierung:
„Das ist was Schönes. Es ist aber natürlich auch immer ein Zwiespalt. Man muss sportlich aktiv und erfolgreich sein. Aber als Club muss man sich auch anderen Märkten öffnen. Wir machen das. Das gehört zum Business inzwischen dazu. Wir machen das Beste draus. Meine beiden Chefs (Axel Hellmann und Fredi Bobic) wissen, was sie in dem Bereich tun.“
 
…den wahrscheinlichen Wechsel von Bastian Oczipka:
„Es ist nie das schönste Gefühl, wenn uns ein Spieler verlässt. Zumal Basti ein sehr wichtiger Spieler war. Aber das gehört dazu. Das ist im Fußball so. Basti hat den Wunsch geäußert, sich zu verändern. Es gibt viele Faktoren, die bei der Entscheidung dann eine Rolle gespielt haben. Wir sind dem Spieler dann entgegen gekommen. Für einen Club ist es auch eine schwierige Situation, wenn man einen Spieler in so einem Fall hält und am Ende ablösefrei gehen lässt. Dann hat man keine Chance, sich weiterzuentwickeln. Daher mussten wir das tun. Oczipka hat sich nichts zuschulden kommen lassen in den letzten Jahren. Er hat eine super letzte Saison gespielt. Deswegen ist er bei Schalke in den Fokus geraten. Noch ist nicht alles fix. Aber wenn es dann so sein sollte, wünschen wir ihm alles Gute.“
 
…einen Ersatz für Oczipka:
„Wir haben auf der linken Seite jetzt natürlich eine Lücke. Wobei ich sagen muss, dass wir mit Taleb Tawatha einen Spieler haben, der schon im vergangenen Jahr gezeigt hat, wie wichtig er für uns ist. Er hat hier im Trainingslager sehr gute Ansätze gezeigt. Aber wir müssen auf dieser Postion etwas tun. Und würden niemanden gehen lassen, wenn wir nicht schon jemand anderen im Auge hätten. Beides ist jedoch noch nicht fix – weder der Wechsel von Oczipka noch der neue Linksverteidiger, sodass Basti erst gehen darf, wenn die andere Sache fix ist.“
 
…mögliche weitere Transfers:
„Wir müssen immer mal wieder schauen, was im Markt möglich ist. Jetzt im Moment sind wir am Sondieren. Es kann sein, dass noch etwas passiert. Aber das machen wir davon abhängig, dass alles stimmt. Sowohl die sportliche Perspektive, aber auch die finanziellen Möglichkeiten. Wenn das alles zusammenkommt, werden wir nochmal aktiv. Wenn nicht, dann nicht.“
 
…die kommende Saison:
„Grundsätzlich bin ich ein positiver und optimistischer Mensch. Aber ich in auch Realist. Ich weiß auch, dass der notwendige Umbruch seine Zeit braucht. Wir arbeiten tagtäglich daran. Eine Prognose abzugeben, ist schwierig. Wir werden von Spiel zu Spiel denken. Dann werden wir schauen, wo die Reise hingeht. Aber optimistisch ist jeder – und insbesondere ich. Wir müssen das als Team lösen. Das war letztes Jahr unsere Stärke und das werden wir in diesem Jahr auch wieder schaffen.“
 
…die Neuzugänge im Team:
„Die Neuen integrieren sich außerordentlich schnell. Es gibt eigentlich keine ‚Neuen‘. Die sind so schnell in die Mannschaft aufgenommen worden. Das ist schön und zeigt, das der Charakter der Mannschaft stimmt und die Jungs untereinander sehr gefühlvoll miteinander umgehen. Das wird für uns der Schlüssel sein.“
 

Abseits
 
Ein verkorkster Tag
 
Es gibt Tage an deren Ende man sich denkt, dass man vielleicht besser nicht aufgestanden wäre. Das sind zumeist Tage, an denen ziemlich viel schief läuft. Solch einen Tag durchlebte ich am Donnerstag. Dabei fing eigentlich alles noch ziemlich gut an. Anstatt wie üblich um 10 Uhr fand die vormittägliche Trainingseinheit an diesem Tag erst um elf Uhr statt. Was bedeutete, dass ich mal einen Ticken länger schlafen konnte.

Am Trainingsplatz angekommen, war auch noch alles gut. Doch nach der Einheit fing es an: Gemeinsam mit einem Kollegen wollte ich ein kleines Video über die Zeit in Chula Vista drehen. Wir hatten schon schöne Aufsager gedreht, als wir feststellten, dass  irgendetwas mit dem Mikrofon nicht stimmte. Der Ton war komplett verzehrt. Eine gute halbe Stunde Arbeitszeit waren dahin. Und nicht nur das: diese Zeit verloren wir auch hinten raus. Denn eigentlich wollten wir nach der Arbeit an besagtem Donnerstag etwas zeitiger fertig sein, um am Nachmittag noch ein letztes Mal die kalifornische Sonne am Strand zu genießen.

Doch es wurde immer später. Und später. Schließlich war es fast halb sechs bis wir im Auto Richtung Strand saßen. Da ich morgens in der Eile jedoch meine Badesachen im Hotel vergessen hatte, mussten wir dort erst noch einmal Halt machen. Lange Rede, kurzer Sinn: Als wir am Strand ankamen, war es inzwischen bewölkt, windig und kalt. Noch nicht einmal einen schönen Sonnenuntergang könnten wir wegen der vielen Wolken sehen. Wir beschlossen leicht gefrustet, dann etwas Schönes essen zu gehen.

Wir zogen fast 45  Minuten durch das Viertel, bis wir endlich einen freien Platz in einem Restaurant bekamen, in dem Essen nur so mittelmäßig schmeckte. Wir wollten diesen irgendwie verkorksten Tag dann wenigstens schön ausklingen lassen und holten und noch ein Eis. Doch aus diesem schönen Ende wurde nichts. Denn wir fanden unser Auto nicht mehr und irrten eine gefühlte Ewigkeit durch die Straßen San Diegos. Wenn es einmal läuft, dann läuft es halt…
 
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