E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 28°C

Eintracht Frankurt: Eintracht: Die Gewinner und Verlierer der bisherigen Vorbereitung

Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft seit knapp vier Wochen und so langsam kristallisieren sich Gewinner und Verlierer heraus. Wir geben einen Einblick, wer Pluspunkte sammeln konnte und wer noch zulegen muss.
Mijat Gacinovic Foto: Marc Schüler Mijat Gacinovic

Beim Test in Wiesbaden sank Mijat Gacinovic kurz vor Ende der Partie mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Bei einem Zweikampf verletzte er sich am linken Knie. Die Betreuer und der Mannschaftsarzt der Eintracht stürmten sofort auf den Platz und kümmerten sich um den Serben. Mit ihrer Hilfe humpelte Gacinovic vom Feld und sowohl Verantwortliche als auch Fans der Eintracht machten sich große Sorgen um den Mittelfeldspieler. Kurz darauf gab es aber Entwarnung und die Erleichterung im Lager der SGE war groß. „Ich habe am Anfang auch einen Schreck bekommen, aber keine Sorge, alles stabil. In ein paar Tagen bin hoffentlich wieder im Training," sagte der Serbe noch in der Kabine.

Bilderstrecke Schleudersitz: Die Eintracht-Trainer der letzten 30 Jahre
Nach dem Abgang von Niko Kovac hat der neue Trainer Adi Hütter Anfang Juli seinen Dienst bei der Eintracht angetreten. Doch wie erging es eigentlich nochmal seinen Vorgängern? Sie kamen und sie gingen – und blieben oft nicht lange, wie Temperamentsbündel Christoph Daum (März bis Mai 2011): In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen noch einmal die wackeren Herren auf dem Frankfurter "Schleudersitz" in den letzten 30 Jahren. Zählen sie durch!Jörg Bergers erste Amtszeit bei der Eintracht beginnt am 02.01.1989 und endet am 13.04.1991. In der Saison 1990/91 landen die Adler unter seiner Leitung auf dem 4. Tabellenplatz. Der mittlerweile verstorbene Fußballlehrer wechselt nach diesem Erfolg zum FC Schalke 04."Lebbe geht weider!" Dragoslav Stepanovic genießt in Frankfurt Kultcharakter. In seiner ersten Amtszeit am Main führt er die SGE beinahe zur Meisterschaft. Eine knappe Niederlage . . .

Gacinovic auf dem Weg zum Stammplatz

Glück gehabt, denn Gacinovic präsentiert sich in einer blendenden Form und zählt bisher zu den Gewinnern der Vorbereitung. Unter Niko Kovac lief es in der vergangenen Saison alles andere als rund. Er zählte nicht mehr zum Stammpersonal und wirkte auch bei seinen Kurzeinsätzen sehr unglücklich. Kovac setzte auf seiner Position auf andere Spieler, was Gacinovic sichtlich traf. Der Offensivspieler ist technisch hoch veranlagt ist, aber die letzte Konsequenz konnte er nicht auf den Platz bringen. Ein Happy-End hätte für Gacinovic das Pokalfinale sein können, bei dem er in der Nachspielzeit das 3:1 gegen den FC Bayern erzielte und letzte Zweifel am Triumph der Eintracht beseitigte. Doch anschließend strich ihn der serbische Nationaltrainer Mladen Krstaijc aus dem Kader für die WM in Russland - ein harter Schlag für Gacinovic. In der bisherigen Vorbereitung zeigte er aber, dass er diesen Schock gut verarbeitet hat, denn er sammelte bei Trainer Adi Hütter einige Pluspunkte und heimste viel Lob ein. In dieser Form ist Gacinovic eine feste Größe im Team der Eintracht.

Ebenfalls zu den bisherigen Gewinnern gehört Luka Jovic, der nach der WM noch ein paar Tage länger Urlaub machen durfte und beim Test gegen den SV Wehen/Wiesbaden endlich wieder auf dem Platz stand. Adi Hütter war nach dem Match begeistert vom jungen Serben: „Luka hat uns mit seiner Spielweise gutgetan. Er hat die Bälle gut gehalten“, so der Trainer. Bereits in der vergangenen Saison zeigte der Stürmer was in ihm steckt und an diese Leistungen will er nun unter dem neuen Coach anknüpfen, was ihm bisher eindrucksvoll gelang. Jovic scheint Sebastien Haller überholt zu haben und ist Anwärter auf einen Stammplatz - erst recht, wenn Ante Rebic den Verein noch verlassen sollte.

Bilderstrecke Schmerz ist Ansichtssache: Knallharte Bilder der Eintracht
In den letzten Jahren gab es bei Spielen der Eintracht einige Szenen voller Schmerz, Blugrätschen, Gesichtsmasken und bluttriefende Platzwunden. In unserer Fotostrecke zeigen wir die Eintracht «auf die harte Tour!» Fotos: Imago, dpaBastian Oczipka mit einer Platzwunde und blutüberströmten Gesicht.Bastian Oczipka mit einer Platzwunde.

Hrgota hat keine Zukunft in Frankfurt

Einer der großen Verlierer der Vorbereitung ist ein anderer Stürmer der SGE: Branimir Hrgota. Der Schwede war schon in der vergangenen Saison weitestgehend außen vor, was sich auch unter Adi Hütter nicht geändert hat. Er arbeitet, rackert, versucht viel, wirkt aber oft unglücklich in seinen Aktionen. Zudem ist ihm die Torgefahr völlig abhanden gekommen. Für einen Stürmer ist das fatal. In der "BILD" fand Sportvorstand Fredi Bobic deutliche Worte: „Branimir hatte in den letzten zwei Jahren gute Phasen, aber zuletzt eine lange, wo er nicht gespielt hat. Das Wichtigste für ihn: Er muss spielen. Ich rate ihm, zu wechseln.“ Das hat gesessen. Die Eintracht legt keinen Wert mehr auf die Dienste des Schweden, der sich nach einem neuen Verein umschauen kann - daran ändert auch seine couragierte Leistung in der bisherigen Vorbereitung nichts.

Ebenfalls auf dem Abstellgleis ist Taleb Tawatha. Der Linksverteidiger erlebte eine Rückrunde zum Vergessen unter Niko Kovac. Lediglich 43 Minuten durfte er in der Bundesliga ran. Willems hatte ihm völlig den Rang abgelaufen. Unter Hütter wollte sich der Israeli nochmal rankämpfen, bisher jedoch ohne großen Erfolg. Mittlerweile würde Tawatha gerne zurück in seine Heimat wechseln, sollte ein Verein ihm ein gutes Gehalt zahlen. Das ist bislang scheinbar nicht der Fall, weshalb ein Wechsel noch nicht konkret wurde. Aktuell plagen den Linksverteidiger Probleme an der Achillessehne. Wann er wieder am Training teilnehmen kann ist noch nicht klar. Ob er in dieser Transferperiode noch wechseln wird ist offen, es spricht aber einiges dafür, denn auf regelmäßige Einsätze in der Bundesliga darf er eher nicht hoffen.

Bilderstrecke Eingebaute Torgarantie: Die Superstürmer der Eintracht
Die Frankfurter Eintracht hatte in ihrer langen Geschichte nur selten richtige Brecher in der Spitze. Grund für uns, die effektivsten und treffsichersten Frankfurter Torgaranten aller Zeiten aufzulisten. In unserer Fotosrecke zeigen wir die Superstürmer der Hessen. Alle Fotos: ImagoJürgen Grabowski: Seine Bilanz ist bemerkenswert: In 441 Spielen erzielte der Dribblekünstler satte 109 Tore für die Eintracht - und wurde damit zur Legende. Bis heute gilt Grabowski als einer der besten Fußballer, die jemals für die Eintracht aktiv waren. Wurde mit der SGE 1974 und 1975 DFB-Pokalsieger und zählte 1980 zur Elf, die den Uefa-Pokal gewann. Auch in der Nationalelf sorgte der 1944 geborene Offensiv-Allrounder für Furore. Unter Trainer Helmut Schön avancierte er bei der WM 1970 zum « besten Einwechselspieler der Welt». 1974 feierte er den größten Erfolg seiner Karriere: Den Gewinn der Weltmeisterschaft im eigenen Land.Anthony Yeboah: Mit Hölzenbein der beste Stürmer, der jemals für die Eintracht aktiv war. Spielte von 1990 bis 1995 für die Adler und schoss in 123 Spielen 68 Tore für die Fußballer aus der Mainmetropole. Wurde 1993 und 1994 Torschützenkönig der Bundesliga. Seine Zeit in Frankfurt ging unrühmlich zu Ende. Nach einem Trainingsstreit kam es zum Zerwürfnis mit dem damaligen Eintracht-Coach Jupp Heynckes. Anfang 1995 wechselte er in die Premier League und spielte sehr erfolgreich für den englischen Verein Leeds United und später für den Hamburger SV.
Zur Startseite Mehr aus Eintracht Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen