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Eintracht-Frankfurt: Eintracht-Fans diskutieren über Montagsboykott

Da braut sich etwas zusammen. Am 19. Februar um 20.30 Uhr bestreiten die Frankfurter Eintracht und RB Leipzig laut Spielplan das erste Montagsspiel dieser Bundesliga-Saison. Die Fans denken über einen möglichen Protest nach.
Im Oktober 2016 blieben viele Teile des Stadions aufgrund einer Strafe leer. Am 19. Februar könnten die Fans das Spiel boykottieren, weil sie gegen die Anstoßzeit am Montagabend demonstrieren wollen. Foto: Marc Schüler (Marc Schüler/sportpics.de) Im Oktober 2016 blieben viele Teile des Stadions aufgrund einer Strafe leer. Am 19. Februar könnten die Fans das Spiel boykottieren, weil sie gegen die Anstoßzeit am Montagabend demonstrieren wollen.
Frankfurt. 

Da braut sich etwas zusammen. Am 19. Februar um 20.30 Uhr bestreiten die Frankfurter Eintracht und RB Leipzig laut Spielplan der deutschen Fußball-Liga (DFL) das erste Montagsspiel dieser Bundesliga-Saison. Eine Woche später stehen sich in Dortmund die Borussia und der FC Augsburg gegenüber. Die Fans lehnen die Montagspiele mehrheitlich ab. In Dortmund ist bereits ein Boykott angekündigt, in Frankfurt wird nun auch darüber diskutiert.

Das „Bündnis Südtribüne“ in Dortmund, in dem die Ultragruppen und viele Fanclubs des BVB organisiert sind, hat zum Boykott aufgerufen. Es sei „der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen“, hieß es in dem Statement auf der Website des Zusammenschlusses. „Schweren Herzens, aber aus Überzeugung“ habe man sich dazu entschlossen, dem Spiel fernzubleiben und „unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen.“ Die Montagspiele seinen „weitere großer Schritt hin zum Ausverkauf des Fußballs.“ Es gehe grundsätzlich nur noch ums Geld, „ohne Rücksicht auf die Interessen der Fans“.

In Frankfurt diskutieren sie im offiziellen Vereinsforum auch seit einigen Tagen, ob ein Boykott sinnvoll sei. Darüber entschieden wird freilich nicht in den Foren, sondern in den Fan-Club-Vereinigungen und von den Ultra-Gruppen, die bei den Heimspielen hinter dem Tor stehen und den Ton angeben. Dass auch die Frankfurter Anhänger diesen Spieltermin ablehnen, ist zu erwarten. Da zudem noch gegen die ungeliebten Leipziger gespielt wird, ist davon auszugehen, dass die Arena nicht so gut gefüllt sein wird wie üblich. Auch aus Leipzig werden zu diesem Termin weniger Fans erwartet. „Einen Zuschauerrekord gibt es sicher nicht“, sagt Fan-Beauftragter Mark Francis.

Eingeführt wurden die insgesamt fünf möglichen Montagspiele pro Saison auf Druck der Vereine, die an den Europapokalwettbewerben teilnehmen und sich so einen Tag mehr Erholung versprechen. Zudem kann der Sender „Eurosport2“ exklusiv von den jeweiligen Begegnungen am Anfang der Woche berichten. „Wenn neue Geldquellen winken, wird die Verantwortung gegenüber der eigenen Anhängerschaft offenbar gerne vergessen oder mit dem Hinweis auf die vermeintlich bedrohte Wettbewerbsfähigkeit beiseite geschoben“, heißt es in einer Stellungnahme des Dortmunder Fan-Bündnisses. Die Montagspiele gingen komplett an den Interessen der Fans vorbei, vor allem an jenen, die ihre Mannschaft auswärts begleiten.

Axel Hellmann, Vorstand der Eintracht, gibt zu, dass die Termine am Montag und frühe Anstoßzeiten wie nun beim Pokal (7. Februar gegen Mainz 05) um 18.30 Uhr auch intern durchaus „kritisch“ gesehen werden. Die Eintracht rechnet mit „Reaktionen der Fans“ und habe auch kritische Anmerkungen der Sponsoren bekommen. „Wir werden uns das genau anschauen, wie es von den Fans und den Sponsoren angenommen wird“, sagte er gegenüber dieser Zeitung. Wichtig war es Hellmann, deutlich zu machen, „dass wir nicht mit dem Finger auf die DFL zeigen, denn es war ja der Wunsch der Vereine, maximale Erlöse zu erzielen.“

(pes)

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