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Trainingslager: Eintracht Frankfurt rettet Remis bei Testspiel in Salt Lake City

DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat im ersten Testspiel während eines achttägigen Trainingslagers in den USA in der Nachspielzeit noch ein Remis gerettet.
Salt Lake City/USA. 

In der Nachspielzeit ging es noch einmal hoch her. Als der Frankfurter Torhüter Felix Wiedwald eine letzte Ecke aus der Gefahrenzone gefaustet hatte, von einem Gegenspieler leicht gerempelt wurde und einen Freistoßpfiff zu seinen Gunsten erhielt, da bildete sich plötzlich ein kleines Rudel. Spieler schubsten sich gegenseitig, warfen sich verbal das ein oder andere unpassende Wort entgegen, ehe der Schiedsrichter das einzig Richtige tat: Er pfiff die Testpartie zwischen dem Gastgeber, Real Salt Lake aus der US-amerikanischen Major League Soccer, und dem deutschen Pokalsieger, der Frankfurter Eintracht, ab.

Zuvor hatten sich beide Mannschaften über 92 Minuten ein faires Duell im dürftig besetzten Rio Tinto Stadium von Utah geliefert, nach dem die Gäste aus Hessen aufgrund des späten Ausgleichtreffers von Nicolai Müller in der 90. Minute mit dem 1:1 (1:0)-Endstand offensichtlich besser leben konnten. Während die Gastgeber immer noch mit dem Schiedsrichter diskutierten, klatschten sich die Frankfurter Spieler nach Abpfiff zufrieden ab, ihr neuer Trainer Adi Hütter tat ihnen am Spielfeldrand gleich – den ersten Test auf der USA-Reise hatte seine Mannschaft ordentlich gemeistert. „Es ist doch klar, dass wir nicht annähernd so spritzig waren wie unser Gegner“, sagte Hütter nach seinem erst zweiten Spiel als Coach der Frankfurter: „Aber ich fand, dass wir es besonders im zweiten Durchgang gut gemacht haben.“

Hütter hatte gegen die im vollen Ligabetrieb steckenden Gastgeber in beiden Spielabschnitten auf ein 4-1-4-1-System gesetzt. Er wollte das Spiel breit anlegen und die Sturmspitzen - in Durchgang eins Sebastien Haller, anschließend Branimir Hrgota - mit Flanken von den Seiten füttern. Anfangs gelang das mäßig, zu behäbig war das Auftreten der Hessen nach anstrengenden Trainingseinheiten in den vergangenen Tagen. Und einmal passte die Eintracht hinten nicht richtig auf. Nach einem Diagonalball auf die rechte Frankfurter Abwehrseite kam Danny da Costa nicht mehr rechtzeitig in den Zweikampf, um die Hereingabe zu verhindern. In der Mitte war Andrew Brody dann einen Schritt schneller als Jetro Willems und netzte aus kurzer Distanz ein (10.). Fortan versuchte vor allem Testspieler Allan Souza das Spiel der Hütter-Elf anzukurbeln, mehr als Halbchancen für Mijat Gacinovic (23.) und Willems (26.) sprangen dabei aber nicht heraus.

Zum zweiten Durchgang tauschte Hütter wie geplant bis auf Torhüter Wiedwald sein komplettes Team aus. Einzig David Abraham, der Kapitän der Pokalsiegermannschaft, der auch Kapitän der Nach-Pokalsieger-Ära sein wird, wurde geschont, hatte er doch tags zuvor einen Schlag aufs rechte Schienbein abbekommen und über leichte Schmerzen geklagt. Doch auch ohne ihren Spielführer lief es für die Hessen nun besser. „Wir haben besser verteidigt, haben vertikaler gespielt und deshalb auch den verdienten Ausgleich geschossen“, sagte Hütter. Debütant Lucas Torro, der für Jonathan de Guzmann nun die Position vor der Abwehr begleitete, wusste mit einem sicheren Aufbauspiel und guter Zweikampfführung zu überzeugen und initiierte den ein oder anderen Angriff. Erst verfehlte Branimir Hrgota zweimal knapp (53., 77.), in der Nachspielzeit schlugen die Gäste aber doch noch zu. Bei einer Ecke von Danny Blum drehte sich der nur 1,73 Meter kleine Nicolai Müller am langen Pfosten geschickt um seinen Gegenspieler, lief dem Ball entgegen und drückte ihn per Kopf zum verdienten Ausgleich über die Linie – 1:1. Die Frankfurter waren damit zufrieden, Real Salt Lake hatte dagegen selbst nach Abpfiff noch Redebedarf.

Eintracht: Wiedwald – da Costa (46. Chandler), Russ (46. Knothe), Beyreuther (46. Falette), Willems (46, Tawatha) – de Guzmann (46. Torro) – Kamada (46. Müller), Besuschkow (46. Cavar), Allan (46. Stendera), Gacinovic (46. Blum) – Haller (46. Hrgota).

Tore: 1:0 Brody (10.), 1:1 Müller (90.)

 

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