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Eintracht Frankfurt: Eintracht: Kaum Geld für Einkäufe

Von Sportvorstand Fredi Bobic richtet sich auf einen schwierigen Sommer ein. Nur ein Pokalsieg könnte das ändern.
Fredi Bobic. Foto: CHRISTOF STACHE (AFP) Fredi Bobic.
Frankfurt. 

Es ist ein Jahr her, da stand die Frankfurter Eintracht sportlich mit dem Rücken an der Wand. Um die Chancen auf die Rettung zu erhöhen, wurde im Winter 2015/16 für Frankfurter Verhältnisse viel Geld in die Hand genommen, um neue Spieler zu holen. Unter anderen sind damals Marco Fabián und Szabolcs Huszti gekommen. Im Sommer waren dann die finanziellen Rücklagen fast zur Neige gegangen, der neue Sportvorstand Fredi Bobic musste den Mangel verwalten und aus wenig viel machen. Das ist in Teilen gut gelungen. In diesem Frühjahr steht die Eintracht sportlich nun ungleich besser da, mit einem Platz im vorderen Drittel der Liga und im Halbfinale des DFB-Pokals. Dennoch stellt sich Bobic wieder auf schwierige Zeiten ein. „Es wird kein einfacher Sommer und eine anspruchsvolle Arbeit“, sagt er.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich trotz der Erfolge und vielen guten Ansätzen nicht verändert, „nicht einmal ansatzweise“. Soll heißen: Die Eintracht muss sich wieder kreativ zeigen bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft. Der Spielraum für Investitionen sei nur „ein wenig größer“, sagt Bobic. Erst das Erreichen des Pokalendspiels „und dann am besten noch ein Sieg“, dies würde wirklich weiterhelfen. „Aber selbst dann schwimmen wir nicht im Geld“, sagt er. Es bestehe zwar kein Grund, „den Teufel an die Wand zu malen“, aber es müsse weiter Realismus herrschen. Bislang hat die Eintracht auch noch keinen neuen Hauptsponsor für die neue Saison bekanntgegeben. Bobic fordert weiter: „Wir müssen als Verein insgesamt wachsen.“

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Mit Manager Bruno Hübner und Trainer Niko Kovac hat er die personellen Eckpunkte festgelegt. „Für uns ist es klar, wie wir den Kader verändern wollen“, sagt Bobic. Das betreffe auch die eigenen Spieler. Priorität genießt dabei die vorzeitige Verlängerung des bis 2018 laufenden Vertrages mit Lukas Hradecky. „Er ist ein Typ, ein Führungsspieler, den wir behalten wollen“, sagt er. Im vorgelegten Angebot werde der „Stellenwert“ des Torwarts auch dokumentiert. „Da werden wir uns strecken“, sagt Bobic.

Dass Hradecky just in diesen Tagen auch andere Überlegungen angestellt hat („Wenn ein guter Club anklopft, muss ich überlegen“), bringt die Eintracht nicht aus dem Konzept. Der Spieler „taxiert seinen Marktwert“, sagt der Sportvorstand; die Gespräche mit Hradecky und seinem Berater seien nicht auf Eis gelegt, sondern in vollem Gange. Keine Zukunft mehr bei der Eintracht hat dagegen Heinz Lindner, der sich mehr Spielpraxis wünscht. Der Vertrag des zweiten Torwarts läuft aus . „Berater und Spieler wissen Bescheid“, sagt Bobic.

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Intern herrscht auch auf anderen Positionen Klarheit. Dass die Eintracht Jesus Vallejo gerne ein weiteres Jahr von Real Madrid ausleihen würde, ist ein offenes Geheimnis. Bei Omar Mascarell, den Real wegen einer Option im Vertrag zurückholen könnte, wie spanische Zeitungen berichten, sieht es nach dem Verbleib aus. „Da bin ich tiefenentspannt“, sagt Bobic. Eine „Herausforderung“ sei es dagegen, Ante Rebic zu behalten. Für rund drei Millionen Euro könnten die Frankfurter den kroatischen Nationalspieler vom AC Florenz fest verpflichten, so ist es im Vertrag verankert. Doch das ist eine Menge Geld für die Eintracht und würde einen Großteil des Budgets für Neuzugänge aufbrauchen. Doch im Angriff muss die Eintracht handeln. Mit Haris Seferovic, der wahrscheinlich zu Benfica Lissabon wechselt, wird einer gehen, und Leihspieler Shani Tarashaj hat, wie auch Abwehrmann Michael Hector, wenig Chancen, übernommen zu werden.

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Immerhin, die Eintracht glaubt sich durch Rang sechs im Vorteil gegenüber manchen Konkurrenten. „Wir können frühzeitig Gespräche führen“, sagt Bobic. Nach wie vor aber laute das Ziel, zunächst 40 Punkte zu erreichen. Der Sportchef ist sicher, dass dies gelingt. „Wir haben noch viele Heimspiele“, sagt er. Die letzten Begegnungen gegen Freiburg und Bayern hätten trotz Niederlagen Mut gemacht. „Das war ordentlich, die Jungs haben alles gegeben“, sagt er. Nun komme es darauf an, „sich wieder einmal für gute Leistungen zu belohnen“. Ein Nachlassen der Konzentration habe er trotz der Niederlagenserie nicht gesehen. Es gäbe eher ein Probleme „mit dem Kopf und dem Selbstvertrauen“. Bobics Kurzanalyse: „Wir haben zu viele Gegentore, zu viele Rote Karten und zu viele Verletzte.“ Als ehemaliger Stürmer weiß er auch um die aktuellen Blockaden der Angreifer. Da helfe nur harte Trainingsarbeit. Bobics Rat: „Einfache Dinge machen und Abschlüsse üben, auch mal nach dem Training in einer Zusatzschicht.“

Vor dem Spiel gegen den HSV am Samstag ist die Mannschaft wieder nahezu komplett. Bobic: „Ein wichtiges Spiel, aber kein Endspiel.“ Besonders auf Spielmacher Marco Fabián hoffen sie bei der Eintracht. „Marco ist voller Tatendrang“, sagt der Sportvorstand.

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