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Eintracht im Trainingslager: Eintracht: Luxus bei der Arbeit

Von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist wie erwartet mit viel Sonne ins Trainingslager am arabischen Golf gestartet. Stefan Aigner genießt die Umgebung und hofft auf besseren Fußball.
Lauftraining vor prächtiger Kulisse: Die Eintracht logiert in Abu Dhabi zum dritten Mal im „Emirates Palace“. Bilder > Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Lauftraining vor prächtiger Kulisse: Die Eintracht logiert in Abu Dhabi zum dritten Mal im „Emirates Palace“.
Abu Dhabi. 

Die Nacht war kurz für die Fußballprofis der Frankfurter Eintracht. Vor drei Uhr hatte kaum einer der insgesamt 26 Kicker des Fußball-Bundesligisten die Augen zugemacht in dem luxuriösen Hotel „Emirates Palace“. Doch was schon Scheichs und Könige in diesem an einen Märchenpalast erinnernden imposanten Prunkbau geschafft hatten, das schafften auch die Schützlinge von Armin Veh. Beim Arbeitsantritt waren sie wieder wach.

Bilderstrecke Eintracht: Veh bittet zum ersten Training in Abu Dhabi
Trainer Veh lud zum ersten Training in Abu Dhabi. Die Einheit fand auf dem Platz des Mannschaftshotels Emirates Palace statt.Sichtlich gute Laune bei David Abraham (re.) und Marco Fabian.Die Mannschaft läuft bei sehr warmen Temperaturen.

Der Trainer hatte um elf Uhr zur ersten Trainingseinheit gebeten und alle 26 Mann waren an Bord. 25 auf dem gerade noch frisch gewässerten Trainingsplatz, Carlos Zambrano beim Aufbautraining im feinen Kraftraum, der natürlich in einer solchen Herberge nicht fehlen darf. Der Peruaner laboriert noch immer an den Folgen seines gegen Darmstadt 98 erlittenen Muskelfaserrisses, wobei Medienchef Markus Jestaedt leichte Entwarnung gab: „Es ist nicht so dramatisch, sonst hätten wir Carlos in Frankfurt gelassen.“

Während Torwarttrainer Moppes Petz mit seinen vier Keepern hauptsächlich an der Reaktionsschulung tüftelte, konnten die Feldspieler spielerisch ihren Schweiß vergießen.

Drei Teams, von denen immer zwei gegen ein anderes spielten, viele Pässe, viel laufen, hohe Konzentration, Zweikämpfe. Zunächst auf kleinem Feld, dann auf etwas größerem Raum, am Ende gar mit unbewachten Toren – solche Übungen lieben die Spieler, auch unter der Sonne bei mehr als 20 Grad mit Blick auf die Palmen.

Bilderstrecke Stefan Aigner: So wichtig war er für die Eintracht
Stefan Aigner hat eine schwierige Hinrunde hinter sich. Nach einer überragenden Saison 2014/15 konnte er die Leistungen nicht bestätigen. Unsere Bilderstrecke zeigt, warum er für die Adler noch immer so wertvoll ist. Fotos: imagoNicht erst seit der schweren Verletzung von Nelson Valdez freuen sich Verein und Fans auf Aigners baldige Rückkehr. In seinen 61 Bundesligaspielen in zwei Jahren für die Hessen hat er 13 Tore geschossen......und 16 Torvorlagen gegeben. Er gehörte nach Alex Meier in den vergangenen beiden Jahren zu den torgefährlichsten Spielern bei der Eintracht. Aigners Wille,...

Spaß ist die eine Seite, harte Arbeit die andere. Schließlich ist man ins flächenmäßig größte arabische Emirat geflogen, um sich für die Rückrunde fit zu machen.

„Wir wollen versuchen, hier in Abu Dhabi die Basis für eine gute Rückrunde zu legen. Schließlich wollen wir versuchen, wieder besseren Fußball zu spielen“, sagte Stefan Aigner nach der gut 70-minütigen Einheit.

Das mit dem guten Fußball hatte während der ersten Halbserie weder bei ihm noch beim gesamten Team so richtig geklappt, wie der 14. Tabellenplatz mit Tuchfühlung nach unten aufzeigt.

Wie ein Geburtstagsgeschenk für Kittel

Für Sonny Kittel war der Dienstag ein besonderer Tag. Der Blondschopf konnte fast ohne Einschränkungen die erste Trainingseinheit der Frankfurter Eintracht in Abu Dhabi absolvieren.

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Erst im 17. und damit letzten Spiel vor Weihnachten gelang dem ansonsten so torgefährlichen Mittelfeldspieler sein erster Saisontreffer. Es war für ihn wie eine Erlösung, auch wenn er sich dagegen wehrt, ein ganz schlechtes Halbjahr absolviert zu haben: „Die Messlatte lag für mich halt auch höher als vor drei Jahren.“ Soll heißen: Die Fans hatten sich zumindest an ein gutes halbes Dutzend Saisontore von dem Mann mit der Rückennummer „16“ gewöhnt. Wenn es dann mal ein paar Monate lang nicht klappt, „dann kann dir keiner helfen“, weiß der gebürtige Münchener. Das Selbstvertrauen ist erst einmal weg, da können Trainer oder Mitspieler so viel aufmuntern wie sie wollen.

Inuis Vorlagen fehlen

Außerdem fehlt ihm der nach Spanien abgewanderte Takashi Inui: „Taka hat mir immer viele Vorlagen gegeben.“ Und dass hinter dem Rechtsaußen mit Makoto Hasebe oder Aleksandar Ignjovski unterschiedliche Spieler aufliefen, ließ das Spielverständnis auch nicht besonders wachsen: „Beide sind gute Kicker, aber wir waren eben nie so eingespielt wie damals mit Sebastian Jung.“ Da habe man auch mal einen Pass blind spielen können.

Schon das erste Training in Abu Dhabi zeigte, dass Armin Veh in der Rückrunde auf einen anderen Mann hinter Aigner setzt. Timothy Chandler trug das gelbe Leibchen, soll nach seiner überstandenen Meniskusoperation wieder zum Stammspieler werden. Was Aigner durchaus gefallen würde, denn mit ihm habe das Zusammenspiel in der Vorsaison ja auch gut geklappt.

Nach einer relativ kurzen Trainingseinheit wollte Aigner die Qualitäten der drei Wintereinkäufe Szabolcs Huszti, Marco Fabián und Kaan Ayhan dagegen noch nicht beurteilen: „Aber ich bin mir sicher, dass sie schnell integriert sein werden. Schließlich sind wir eine gute Truppe.“

Was in der Rückrunde zu beweisen sein wird. Als „für den Winter sehr gut“ hatte Armin Veh die Verpflichtungen während der Reise in die Emirate bezeichnet. Mal sehen, wie sie sich während der gerade gestarteten Vorbereitung schlagen werden. Wobei Stefan Aigner einschränkt: „Natürlich ist die Vorbereitung wichtig, aber was wirklich zählt, das sind die Ergebnisse, wenn es wieder los geht.“ Also am Sonntag, den 24. Januar, gegen den VfL Wolfsburg.

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