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Eintracht Frankfurt: Eintracht: Nur Träumen reicht nicht

Von Die Frankfurter Eintracht empfängt heute Bayer Leverkusen. Kevin-Prince Boateng, Carlos Salcedo und Jetro Willems sollen dabei sein.
Niko Kovac (rechts) und der erstarkte Ante Rebic: Nach Europa kommt man nur durch harte Arbeit, hat der Trainer gestern betont. Foto: imago Niko Kovac (rechts) und der erstarkte Ante Rebic: Nach Europa kommt man nur durch harte Arbeit, hat der Trainer gestern betont.
Frankfurt. 

Unter den Fans kursiert es. Der eine oder andere Spieler hat das Wort auch schon in den Mund genommen. So ist es in den Zeitungen gelandet und – dank des Fleißes der Presseabteilung – inzwischen auch beim Trainer. Rund um die Frankfurter Eintracht blühen wieder einmal Träume von Europa. Niko Kovac muss da schmunzeln. „Das stört mich überhaupt nicht. Träume können dazu dienen, um etwas anzustoßen, was man realisieren möchte.“

Der Eintracht-Trainer, der ja nun schon ein paar Jahre im Profi-Fußball tätig ist, legt allerdings auch Wert auf eine andere Feststellung: „Man erreicht nichts durch Erzählen, sondern nur durch harte Arbeit. Das sage ich meinen Spielern auch ganz klar. Ich messe sie daran.“

Bilderstrecke Zwischenzeugnis der Eintracht-Spieler für die aktuellen Saison
Die ersten elf Spieltage der laufenden Saison sind vorbei. Wir nutzen die Länderspielpause, um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Welcher Spieler hat überzeugt, wer eher enttäuscht? Wir verteilen Schulnoten von 1 bis 6.<b>Lukas Hradecky (11 Spiele/0 Tore):</b>Der Keeper spielt bislang eine ausgezeichnete Saison. Er rettete der SGE den ein oder anderen Punkt und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. Hradecky ist in Frankfurt Leistungsträger, Führungsspieler und Publikumsliebling. <b>NOTE: 1,5</b><b>Taleb Tawatha (8/0):</b>Der Außenverteidiger kam hauptsächlich von der Bank aus ins Spiel, machte seine Sache aber stets ordentlich. In den drei Partien von Beginn an zeigte er eine solide Leistung. Um sich einen Stammplatz zu sichern, muss sich Tawatha aber noch deutlich steigern.<b>NOTE: 3,5</b>

Jeder, der von den oberen Tabellenplätze und Europa spreche, müsse auch zeigen, dass er in der Verantwortung stehe: „Die Liga ist eng. Und wir können nicht so einfach von etwas reden, das noch weit weg ist.“ Das klingt plausibel. In der Bundesliga ist gerade einmal das erste Saison-Drittel absolviert. Und am heutigen Samstag (15.30 Uhr) gastiert das wieder erstarkte Team von Bayer Leverkusen in der Frankfurter WM-Arena.

Der Siebente gegen den Neunten – gerade einmal getrennt durch zwei Punkte: Es ist eine Bewährungsprobe. Kovac, der mit seinem Bruder Robert in den 90er Jahren selbst in der Werkself gespielt hat, kennt die Verhältnisse und weiß die Dinge richtig einzuordnen: „Ich denke schon, dass Leverkusen uns in Summe etwas voraus ist. Wir haben eine gute Mannschaft, aber ich glaube nicht, dass wir die bessere Mannschaft sind.“

Das hat auch etwas mit der Demut zu tun, die der Trainer trotz der Aufwärtsentwicklung, die bei seinem Team in den letzten Wochen zu erkennen ist, täglich vorlebt und auch von seinen Spielern verlangt: „Von null auf hundert geht im Fußball-Geschäft nichts. Und wer hoch hinaus möchte, kann auch tief fallen.“ Das gilt insbesondere für Spieler wie Ante Rebic. Höhenflug mit der Eintracht, Rückkehr in die kroatische Nationalmannschaft: Auch für den Stürmer hat Kovac die passende erzieherische Weisheit parat: „Wenn du oben bist, musst du den Kopf senken, wenn du unten bist, musst du den Kopf nach oben nehmen.“

Der Frankfurter Coach lobt den heutigen Gegner Leverkusen für seine gute Balance zwischen kompakter Verteidigung und starker Offensive: „Sie haben noch einmal viel Geld für gute Spieler ausgegeben.“ Entgegenkommen sollte seinem Team die große Kulisse im heimischen Stadion, die Kräfte freisetzen kann: „Spiele zu Hause sind immer schön. Man hat gut 48 000 Fans hinter sich. Da bekommen die Spieler eher mal die zweite oder dritte Luft“, sagt der Coach, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Die zuletzt kranken Kevin-Prince Boateng und Carlos Salcedo sowie Jetro Willems sind wieder fit. Wobei keiner von ihnen im Lauf der Woche das volle Trainingsprogramm mitgemacht hat. Aber gerade auf den neuen Anführer Boateng will Kovac nicht verzichten. „Die Ärzte haben ihr Okay gegeben“, erklärte der Trainer gestern: „Ich gehe davon aus, dass sie zur Anfangsformation gehören.“

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