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Eintracht Frankfurt gastiert in Hoffenheim: Eintracht: Sturm über dem Kraichgau?

Von Manche Geschichten schreibt nur die Bundesliga: Das gilt besonders für die Eintracht. Mitten im Aufschwung geht es nun nach Hoffenheim - für zwei Profis wird es ein ganz besonderes Spiel.
Steht gegen Hoffenheim im Fokus: Keeper Timo Hildebrand. Foto: Hübner Foto: Jan Hübner Steht gegen Hoffenheim im Fokus: Keeper Timo Hildebrand. Foto: Hübner
Frankfurt. 
Von 2009 bis 2014 für die Eintracht am Ball: Pirmin Schwegler. Foto: dpa Bild-Zoom Foto: Uwe Anspach (dpa)
Von 2009 bis 2014 für die Eintracht am Ball: Pirmin Schwegler. Foto: dpa
Nach der frustrierenden Niederlagenserie im Oktober und November befanden sich die Adler im freien Fall. Im Frankfurter Stadtwald rumorte es gewaltig. Der Sturz ins Bodenlose drohte – und viele Fans befürchteten schon, dass ihre Lieblinge auf den Abstiegsrängen überwintern müssten. Nach den Siegen gegen Gladbach, Dortmund und Bremen kann davon keine Rede mehr sein. Das Wort Krise kann getrost gestrichen werden. Die Eintracht hat sich freigeschwommen – und dabei überzeugende Spiele abgeliefert.


Zehn Tore erzielten Alexander Meier und Co. in den letzten drei Begegnungen. Das Spiel gegen Bremen wurde zu einem wahren Fußball-Fest. Nur zwölf Minuten benötigte die Truppe von Trainer Thomas Schaaf, um die Nordlichter in der zweiten Halbzeit komplett auseinanderzunehmen. Nach der Durststrecke im Herbst hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht mehr mit solch einer Leistungssteigerung gerechnet. Das macht riesigen Spaß – und ist natürlich auch Balsam auf die geschundene Frankfurter Fan-Seele.

Jetzt geht es gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Vor wenigen Wochen hätte man sich in Sinsheim nicht allzu viele Chancen auf Punkte ausgerechnet. Das hat sich mittlerweile geändert. Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn. Zudem sind Tore fast schon garantiert, wenn eines der beiden Teams aufläuft. Hoffenheim hat bislang 27 Tore erzielt, die Eintracht schaffte in den letzten drei Spielen zehn Treffer. Daher ist es nicht verwunderlich, dass fast alle mit einem weiteren Fußball-Spektakel rechnen.

Alles im Aufschwung

Die Eintracht strotzt vor Selbstvertrauen – und wird im Kraichgau bestimmt keine vorzeitigen Weihnachtsgeschenke verteilen wollen. Die Hoffnungen ruhen wie immer auf Alexander Meier, der bereits zehn Tore auf dem Konto hat und mit dem bulligen Haris Seferovic endlich einen Spieler an seiner Seite hat, der ihm die alleinige Last des Tore-Schießens abnimmt. Das hat in den letzten Wochen super geklappt. Seferovics Ausbeute von fünf Treffern kann sich ebenfalls sehen lassen.

Bilderstrecke Die Eintracht feiert Weihnachten im Tigerpalast
Frage: Wo lassen sich die Eintracht-Stars festlich gestimmt in Begleitung ihrer Liebsten - wie hier Stefan Aigner mit Freundin Laura - sehen? Antwort: Bei der Vereins-Weihnachtsfeier im Tigerpalast am Montag, den 8. Dezember - unsere Bilderstrecke zeigt Szenen der feierlichen Veranstaltung. Fotos: Heiko RhodeBastian Oczipka mit Freundin Nadine.Bamba Anderson mit Ehefrau Thaina.


Stefan Aigner wird nach überstandener Verletzung immer stärker. Gegen Bremen zählte er zu den eifrigsten Akteuren und belohnte seine gute Leistung mit einem Treffer. Aufsteigende Form zeigte zuletzt auch Takashi Inui. Der Japaner ist auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Zudem wirkt sich Marc Stendera schon fast wie ein Neuzugang aus. Der Mittefeldspieler, der am gestrigen Mittwoch seinen 19. Geburtstag feierte, hat in den letzten drei Spielen zweimal getroffen. In 444 Spielminuten schaffte Stendera vier Scorerpunkte. Eine starke Bilanz. Zudem scheint Thomas Schaaf die anfällige Abwehr allmählich in den Griff zu bekommen. Seit der 0:4-Niederlage gegen Bayern München hat die Eintracht nur drei Gegentreffer kassiert. Gegen die stürmischen Hoffenheimer steht Marco Russ und Co. die Reifeprüfung bevor.

Schafft Hildebrand noch den Meilenstein?

Im Fokus steht auch Keeper Timo Hildebrand, der nach der Verletzung von Stammtorhüter Kevin Trapp aus dem Vorruhestand zurück auf die große Fußballbühne geholt wurde. Nach dem Ausfall von Felix Wiedwald feiert er sein Comeback in der Bundesliga. Diese Personalie beschäftigte in den letzten Tagen das Frankfurter Umfeld. Packt es der Meister von 2006/07 noch einmal?

Schließlich hat der siebenfache Nationalspieler seit November 2013 kein Pflichtspiel mehr absolviert. An Motivation dürfte es dem 35-Jährigen jedoch nicht mangeln. Der Keeper kann sein 300. Bundesligaspiel in Diensten der Eintracht absolvieren. Bislang hat er 298 Begegnungen auf dem Buckel. Der Gegner dürfte für zusätzlichen Ansporn sorgen. Zwischen 2009 und 2010 machte er 38 Spiele für Hoffenheim, ehe der auslaufende Vertrag von Vereinsseite nicht verlängert wurde. Der Keeper wechselte daraufhin zu Sporting Lissabon. Eine Zeit, die noch immer an ihm nagen dürfte. In Portugal lief es für den Torhüter überhaupt nicht rund. Nur ein Pflichtspiel bestritt er für Sporting.



Jetzt wird Hildebrand ins kalte Wasser geworfen. Diese Situation ist ihm jedoch nicht fremd. Im Sommer 2011 war er bereits arbeitslos, hielt sich ab September für einige Wochen bei der Eintracht fit, bevor er nach dem Ausfall von Ralf Fährmann vom FC Schalke 04 verpflichtet wurde. Dort kam er schon nach wenigen Wochen zum Einsatz und parierte bei seinem Pflichtspiel-Debüt sogar einen Elfmeter. Ein beeindruckendes Comeback. Der Lohn: Die Königsblauen verlängerten den Vertrag des Blondschopfes um zwei weitere Jahre.

Nun steht er wieder vor der Rückkehr auf den Platz. Eines steht bereits fest: Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.

Auf der nächsten Seite: Wiedersehen mit Pirmin Schwegler

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