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Eintracht Frankfurt: Eintracht freut sich auf den FC Bayern

Von Am Samstag empfängt die Frankfurter Eintracht Bayern München. „Da treffen Welten aufeinander“, so Manager Hübner.
Gute Laune im Eintracht-Training: Torhüter Lukas Hradecky (links) und Timothy Chandler. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Gute Laune im Eintracht-Training: Torhüter Lukas Hradecky (links) und Timothy Chandler.
Frankfurt. 

Auf die Münchner Bayern freuen sie sich in Frankfurt schon immer. Das Heimspiel gegen den Rekordmeister ist für die Eintracht und ihr Publikum in aller Regel einer der Höhepunkte der Saison. Das war in der letzten Jahrzehnten immer und das gilt auch für das Spiel am Samstag (15.30 Uhr).

„Es ist immer schön, wenn die Bayern kommen“, sagt Manager Bruno Hübner, „aber es ist nicht so schön, wenn sie in einer solchen Form kommen.“ Auch bei der Eintracht sind sie schwer beeindruckt vom 3:1-Sieg der Münchner unter der Woche gegen Paris St. Germain und von der gesamten Entwicklung seit Jupp Heynckes den glücklosen Carlo Ancelotti abgelöst hat. „Als sie Heynckes geholt haben, haben doch viele Leute gesagt, ach sind die einfallslos“, blickt Hübner ein paar Wochen zurück, „aber jetzt steht doch fest: Die Bayern haben alles richtig gemacht.“

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Die Eintracht wird als Underdog ins Duell mit dem FC Bayern München gehen. In unserer Bildergalerie zeigen wir die schönsten Siege gegen Bayern, in der Hoffnung, dass am Wochenende ein weiterer unvergesslicher Erfolg hinzukommt.Im November 1975 gelang der Eintracht der bis heute höchste Sieg gegen den FC Bayern. Hier kassiert
Torwart Sepp Maier ein Tor. Am Ende hieß es 6:0 für die Eintracht.Einmarsch zum Spiel FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt im Dezember 1976. Angeführt von Kapitän Grabowski siegte die Eintracht mit 3:0 in München.

Selbst Fachleute wie Hübner sind erstaunt über so manche Entwicklung an anderen Standorten der Liga. „Niemand konnte doch damit rechnen, was in Dortmund passiert“, gibt Hübner zu, „und selbst wenn klar war, dass Köln nach Modestes Abgang schwächer geworden ist, konnte niemand ahnen, dass sie so abschmieren.“ Ganz ähnlich sei seine Wahrnehmung bei den Bayern. Schließlich hatte Ancelotti als „Spielerversteher“ gegolten, als erfahrener Trainer, der mit Stars umgehen kann. Doch genau dies ist ihm in München nicht gelungen, daran ist er gescheitert. Dies sei „erstaunlich“, sagt Hübner beim Blick aus einiger Entfernung auf die Bayern.

Absolute Autoritätsperson

Weniger überrascht ist er vom Aufschwung unter Heynckes. „Über Jupp Heynckes braucht man eigentlich nichts zu sagen“, bemerkt der Frankfurter Manager, „er ist eine Figur der Bundesliga, er ist eine absolute Autoritätsperson, er nimmt die Spieler auch mal in den Arm und weiß mit ihnen umzugehen.“

Yanni Regäsel
Eintracht Frankfurt Regäsel und Ordonez schon nicht mehr dabei

Neue Spieler wird die Eintracht im Winter voraussichtlich nicht verpflichten. Vielmehr soll der Kader verkleinert werden.

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Die Veränderungen und Verbesserungen in München würden es der Eintracht noch viel schwerer machen, vielleicht doch zum Erfolg zu kommen. „Unter Ancelotti waren mir die Bayern sympathischer“, lacht Hübner, „einfach, weil sie ein bisschen anfälliger waren und nicht wie eine Maschine funktioniert haben.“ Die Eintracht würde bei allem Selbstvertrauen nach dem jüngsten Sieg in Berlin vor einer Herkulesaufgabe stehen.

Infos von Hübner junior

Hübner hat sich zuletzt noch einmal bei seinem Sohn Florian erkundigt, der am letzten Samstag mit Hannover 96 in München gespielt und verloren hat. Hübner junior war wohl tief beeindruckt. Und der Vater ist es auch. Die jüngsten Spielstatistiken der Bayern in Bezug auf Ballbesitz, Laufleistungen, Torschüsse, Zweikämpfe, einfach für alles, sei der pure Wahnsinn.

„Die Bayern sind für uns ein übermächtiger Gegner, da treffen Welten aufeinander“, glaubt der Frankfurter Manager. Freilich: Auch vor einem Jahr galt diese Einschätzung, damals waren die Frankfurter aus der Relegation gekommen und bald auf die Bayern getroffen, und dennoch haben sie ein Remis erreicht.

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Am Samstag kommt es für die Eintracht zum Duell gegen den deutschen Serienmeister FC Bayern München. Wir blicken einmal zurück auf die bittersten Niederlagen gegen den FCB, in der Hoffnung, dass am Wochenende keine neue hinzukommt. Also liebe Bayern: Erfreut euch an den schönen Momenten der Vergangeneit, am Samstag gibt es gegen die Adler nichts zu holen!Im Mai 1981 gab es die bisher höchste Niederlage der Adler gegen die Bayern. Mit 2:7 ging die Eintracht im Münchener Olympiastadion baden.Die Frankfurter Tore erzielten Ronald Borchers und Bum Kun Cha.

Mit aktuell 22 Punkten steht die Eintracht gut da, kann einigermaßen beruhigt ins Jahresfinale mit den drei Bundesligaspielen gegen München, in Hamburg und gegen Schalke und das Pokalspiel in Heidenheim gehen. Das gesteckte Ziel für den Endspurt seien „drei Punkte plus X“ , sagt Hübner. Und vor allem das Weiterkommen im Pokal. „Natürlich wollen wir auch in der Bundesliga noch punkten, aber der Pokal hat schon Priorität“, gibt er zu, „wir haben ja letzte Saison gesehen, was das an Geld und Image bringen kann.“

Durchaus möglich also, dass Trainer Niko Kovac in Anbetracht von vier Spielen in elf Tagen mit einer „Rotation light“ beginnen wird. Mit Ausnahme von Alexander Meier und Jonathan de Guzman (Schulteroperation) sowie Marco Fabián und Omar Mascarell, die zwar wieder im Training, aber noch nicht für die Spiele zur Verfügung stehen, kann er aus den Vollen schöpfen. Am Donnerstag stand lediglich Makoto Hasebe nicht auf dem Platz, hat aber individuell trainiert. Dies sei lediglich ein Vorsichtsmaßnahme gewesen, sagte der Manager, „Makoto kann spielen“.

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