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Eintracht zurück auf Erfolgskurs

Am Wochenende musste Eintracht Frankfurt gegen den Karlsruher SC ran. Ein leichtes Spiel für die Adlerträger, könnte man meinen. Stehen sie in der Tabelle noch weit hinter dem FSV Frankfurt. Doch am 6. November haben sie sich einen neuen Trainer ins Team geholt – den Schweden Jörn Andersen.
Uwe Lerch (l.) vom Musiksender iMusic ist sich mit Gert Trinklein einig: Die Eintracht steigt auf! Fotos: Rüffert Bilder > Uwe Lerch (l.) vom Musiksender iMusic ist sich mit Gert Trinklein einig: Die Eintracht steigt auf! Fotos: Rüffert
Frankfurt. 

Von 1988 bis 1990 war Andersen Stürmer bei Eintracht Frankfurt. In der Saison 1989/1990 wurde er der erste ausländische Torschützenkönig in der Bundesliga und ging damit in die Geschichte ein.

Ob er wohl die geschwächten Karlsruher aus ihrem Tief befreien kann? Wir fragen jemanden, der es wissen muss: Gert Trinklein (FDP), seines Zeichens stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und ehemaliger Profifußballer. "Im Fußball und Leben ist vieles möglich", sagt er. "Aber in der Situation der Karlsruher glaube ich nicht daran." Und schon gar nicht an einen Aufstieg. Bei den Frankfurtern hält er es jedoch für möglich. "Ein Frankfurter Bub hofft, weiß und wünscht es sich." Und noch während er das sagt, fällt das 1:0 für die Adlerträger. "Da schalten die Emotionen den Verstand aus", sagt der ehemalige Eintracht-Spieler. 230 Spiele hat er für die Männer vom Main absolviert, sieben Spiele für die Offenbach Kickers. Richtig gehört. Ein Frankfurter in Offenbach. Ob er diesen Wechsel bereut? "Nein. Ich habe immer gesagt, dass ich das Rhein-Main-Gebiet nicht verlasse. Angebote aus anderen Städten und Ländern habe ich stets abgelehnt. Bis Amerika rief. Ein Traum von mir." Dort spielte er für Dallas Tornado.

Kommen wir zurück zu den Karlsruhern. "Sie sind ein Traditionsverein", sagt IHK-Präsident Mathias Müller, der mit seinem Sohn Marius in der Commerzbank-Arena war. "Jörn Andersen wird zumindest den Klassenerhalt schaffen." Doch sein Herz schlägt für die Adlerträger. "Seit ich ein kleiner Junge war, bin ich Fan. Armin Veh trifft scheinbar den richtigen Ton bei den Spielern und mit seiner ruhigen Art passt er zu Frankfurt."

In der Loge der Stadt Frankfurt gab es schon drei Tage vor Nikolaus Geschenke für die Gäste. Eine Tasse vom Weihnachtsmarkt gefüllt mit kleinen Eintracht-Fußbällen aus Schokolade. Helmut Heuser, Fraktionsvorsitzender der CDU, und Sportdezernent Markus Frank (CDU) fieberten mit dem Team von Trainer Veh. Franks vierjährige Tochter vergnügte sich lieber mit dem Verputzen der Schoko-Bälle. Und ein Teil der Anwesenden entpuppte sich eher als nicht so große Fußball-Fans. "Ich gucke eher selten Bundesliga", sagt Isinay Kemmler, Präsidentin des IKU.NET e.V. (Netzwerk Interkultureller Unternehmerinnen). "Und wenn, dann schaue ich es mit Familie und Freunden wegen der Geselligkeit. Am liebsten aber Spiele der WM oder EM." Dennoch müsse man als Frankfurterin die lokale Mannschaft unterstützen. Deshalb glaube sie auch fest an einen Wiederaufstieg für die Adlerträger. "Ich bin ein Grundoptimist. Es gibt immer mal Höhen und Tiefen." Bernd Casmir, einer der Geschäftsführer der Medien & Marketing Gruppe, ist ein bekennender Nicht-Fußballschauer. "Ich verfolge die Spiele eher am Rande, und was ich da so mitbekomme, schaut doch ganz gut für die Frankfurter aus." Und Frank korrigiert: "Sie haben eine ordentliche Leistung gezeigt."

Da kann ihm Uwe Lerch von dem Frankfurter Musiksender iMusic TV nur beipflichten. "Sie haben mich mit ihrer konstanten Leistung überrascht. Sie gehören ins Oberhaus." Ob er ein wahrer Fan ist? Lerch zögert, traut sich nicht wirklich heraus mit der Sprache: "Ich bin gebürtiger Dortmunder, da schlägt mein Herz für den BVB. Aber seit 21 Jahren lebe ich in Frankfurt, da muss man mit dem lokalen Club sympathisieren." Und jetzt, wo die beiden Vereine keine direkten Konkurrenten mehr seien, könne man sowas ja auch offen sagen. Stimmt. Noch ist das so. Aber nach dem 2:0-Sieg gegen den Karlsruher SC belegt das Team vom Main wieder die Tabellenspitze.jlo

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