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Eintracht Frankfurt: Eintracht zurück in der grauen Realität

Von Der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat noch viel Arbeit vor sich bis zum Rückrundenstart gegen den VfL Wolfsburg.
Gegen Dortmund meist nur zweiter Sieger: Marco Fabian (links) und die ganze Eintracht. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Gegen Dortmund meist nur zweiter Sieger: Marco Fabian (links) und die ganze Eintracht.
Dubai/Frankfurt. 

Als die Partie beendet war, versammelten sich mehr als 100 kreischende, meist junge Zuschauer, um die beiden Kleinbusse, in denen die Spieler von Borussia Dortmund ins Hotel gefahren wurden. Die Profis der Frankfurter Eintracht hingegen fuhren völlig unbeachtet in Richtung Flughafen.

Selbst im fernen Dubai war zu erkennen, dass zwischen diesen beiden Vereinen inzwischen Welten liegen. Wie zuvor auf dem Feld, auf dem der müde Fußball-Bundesligist aus Frankfurt am Dienstagabend eine deutliche 0:4-Packung erhalten hatte. „Frustrierend“ fand das Vorstandschef Heribert Bruchhagen noch am Mittwochvormittag, als er knapp 5000 Kilometer nordwestlicher in Frankfurt auf seinen Koffer wartete.

Es war ein Klassenunterschied gewesen, der wieder einmal zeigte, dass die Möglichkeiten der Teams in der deutschen Bundesliga immer weiter auseinander driften. Gegen diese Borussia hätte an diesem Abend die Mehrzahl der Erstligisten keine Chance besessen.

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Doch das war kein wirklicher Trost für die Frankfurter, die nur wenige Stunden, nachdem sie ihre märchenhafte Welt in Abu Dhabi verlassen hatten, in die harte Realität zurück geholt wurden.

Trainer Armin Veh hat noch viel Arbeit bis zum Rückrundenstart gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag in einer Woche. Gegen Dortmund hatte er noch einmal seine drei Neuen getestet, zum Teil auch auf anderen Positionen als bisher. So spielte Marco Fabián mal auf der „10“, während Szabolcs Huszti nach links auswich und Kaan Ayhan auch als rechter Außenverteidiger vorspielen durfte .

Genau diese Position ist es, für die Veh weiterhin keine Lösung gefunden hat. Timothy Chandler ist in seinen Augen zwar der Wunschkandidat, aber während des Trainingslagers in Abu Dhabi kamen hier auch Makoto Hasebe und Aleksandar Ignjovski zum Zuge. Ayhan war also der vierte Kandidat.

Einen richtigen Gewinner gibt es nicht nach der Trainingsarbeit am Persischen Golf. Makoto Hasebe hat sich stabiler gezeigt als in vielen schwachen Phasen der Vorrunde, Stefan Aigner rackert wieder mit erhobenem Haupt und Mijat Gacinovic hat seine „Fallsucht“ abgelegt, macht vielmehr mit mutigen, wenn auch häufig noch zu mutigen Aktionen auf sich aufmerksam. Und David Abraham sollte als Innenverteidiger inzwischen bessere Karten als Marco Russ haben.

Mal sehen, wie sich das Team präsentiert, wenn hinten Carlos Zambrano und vorne Haris Seferovic wieder einsatzfähig sind. Denn ein Alex Meier als einzige Spitze ist sicher nicht die Ideallösung. Armin Veh hofft, am Wochenende noch ein weiteres Spiel austragen zu können, wie es aussieht, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Zunächst einmal hat er seinen Spielern bis Donnerstag Nachmittag frei gegeben, damit sie wieder frisch und wach werden.

Heribert Bruchhagen, Vorstandskollege Axel Hellmann und Justiziar Philipp Reschke hatten dagegen am Mittwoch bereits wieder einen wichtigen Termin. Sie wurden vom DFB-Kontrollausschuss zu den Vorfällen beim Hessenderby gegen Darmstadt 98 befragt. Weil während der Partie Fahnen angezündet wurden und nach dem Abpfiff einige Fans den Innenraum betraten, wird es eine Strafe geben.

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