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Eintracht Frankfurt: Ex-Spieler Michael Thurk: Die Familie geht vor

Von Michael Thurk kennt sich auf beiden Seiten aus. Bei der Eintracht, seinem erklärten Lieblingsverein, wurde er nie ganz glücklich, in Augsburg drehte er noch einmal auf. Seine beste Zeit erlebte der Frankfurter aber wohl vorher bei Mainz 05.
Sternstunde: Eines von drei Thurk-Toren beim Frankfurter 4:0 gegen Bröndby. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Sternstunde: Eines von drei Thurk-Toren beim Frankfurter 4:0 gegen Bröndby.

So sehr viele personelle Berührungspunkte gibt es zwischen dem FC Augsburg und der Eintracht nicht. Das mag daran liegen, dass die Augsburger ja noch nicht gar so lange in der Beletage des deutschen Fußballs spielen. Da ist der ehemalige Frankfurter Trainer Armin Veh, der seine Trainerkarriere 1990 beim FCA gestartet hat. Da ist Marcel Heller, der aktuell für die Augsburger stürmt, bei der Eintracht unter Vertrag gestanden hat. Ja, und da ist noch Michael Thurk. Er hat für die Eintracht 36 Bundesligaspiele absolviert und dabei vier Tore erzielt. Das war in den Jahren 2006 und 2007. Nach seinem Wechsel nach Augsburg ist er noch einmal richtig aufgeblüht, hat in 105 Spielen erstaunliche 51 Tore geschossen.

Michael Thurk ist in Frankfurt geboren. Er hat für die Sportfreunde gekickt, auch „Speuzer“ genannt, für die Spielvereinigung Oberrad und dann für den SV Jügesheim. 1999 haben ihn die Mainzer entdeckt. Thurk wechselte zum FSV Mainz 05 und erlebte dort unter Jürgen Klopp seine sportlich erfolgreichste Zeit. Zwischen 1999 und 2006, unterbrochen von einem kurzen Abstecher zu Energie Cottbus, hat er für die Mainzer in der ersten, zweiten und für die zweite Mannschaft in der Dritten Liga in 284 Spielen 62 Treffer erzielt. Der Eintracht wurde in jener Zeit immer wieder vorgeworfen, das Talent des „Frankfurter Buben“ schlicht übersehen zu haben.

Darauf hat die Eintracht reagiert und Thurk im Sommer 2006 geholt. Der Wechsel aus Mainz ging mit einigen fetten Schlagzeilen einher, die Frankfurter haben schließlich für die damalige Zeit stolze 1,5 Millionen Euro Ablöse bezahlt. Die Fäden hatte Thurks damaliger Manager und heutiger Freund Klaus Gerster gezogen. Doch in Frankfurt und unter Trainer Friedhelm Funkel wurde Thurk nicht so richtig glücklich, obwohl er nun für seinen „absoluten Lieblingsverein“ spielen durfte. Doch der Druck auf den schmächtigen Stürmer war wohl zu groß. Jene vier Tore in 36 Spielen waren für seine Ansprüche und seine Klasse einfach zu wenig.

Thurk zog dann bald weiter nach Augsburg, zeigte dort über drei Jahre gute Leistungen, ehe er sich 2011 mit Trainer Jos Luhukay überwarf und schließlich sogar suspendiert wurde. Zum Ende seiner Karriere spielte er noch für den 1. FC Heidenheim. Mit den Heidenheimern schaffte er den Aufstieg von der Dritten in die Zweite Liga. Im Mai 2014 musste er seine Karriere wegen eines Syndesmosebandrisses beenden. Heimisch geworden ist Michael Thurk inzwischen in Kissing in der Nähe von Augsburg, doch mit dem FCA hat er nach eigener Aussage „nicht mehr viel zu tun“. Mit der Eintracht übrigens auch nicht. „Ganz ehrlich: Ich verfolge das nicht mehr so intensiv“, sagt er. Auch deshalb wollte er sich im Vorfeld der Partie seiner Ex-Clubs nicht weiter äußern. Im Stadion aber wird er am Samstag trotzdem sein, freilich nicht in Frankfurt, sondern in München bei den Bayern, wenn die seine alte „zweite Liebe“ Mainz 05 empfangen.

Die sportlichen Aktivitäten des heute 41 Jahre alten ehemalige Profis beschränken sich auf das Training der Jugendmannschaft seines Sohnes Leon-David. Über die Berufsgenossenschaft hat er eine Umschulung begonnen, am Ende möchte er Steuerfachgehilfe sein. „Familie und Beruf, das ist für mich heute viel wichtiger als Fußball“, sagt er.

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