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Eintracht Frankfurt: Fabiáns Ausfall tut richtig weh

Von Die Spitzenteams können Ausfälle leichter verkraften als die Eintracht, der neben Fabián auch Meier, Salcedo und Mascarell fehlen. Schon vor dem Start häufen sich in der Liga die Verletzungen
Marco Fabián am 18. März 2017 im Spiel gegen den Hamburger SV. Foto: imago Marco Fabián am 18. März 2017 im Spiel gegen den Hamburger SV.
Frankfurt. 

Die Saison hat noch nicht begonnen, da stöhnt die Bundesliga schon über viele verletzte Spieler. Die prominentesten sind wohl Jerome Boateng, Javier Martinez, Thiago und James Rodriguez von Bayern München, Marco Reuss und Marcel Schmelzer von Borussia Dortmund, Sandro Wagner von der TSG Hoffenheim, Davie Selke von Hertha BSC oder auch Zlatko Junuzovic von Werder Bremen und Filip Kostic vom HSV.

Diese Liste ließe sich beliebig fortführen. Ziemlich schwer erwischt hat es auch die Frankfurter Eintracht. Vier, fünf Ausfälle zu diesem frühen Zeitpunkt sind viel, im Vergleich zur Konkurrenz aber im normalen Bereich. Der Unterschied: Die einen, wie Bayern oder Dortmund, haben personelle und wirtschaftliche Möglichkeiten, diese Ausfälle auszugleichen. Andere, wie die Eintracht, tun sich schwer.

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Dementsprechend schwer wiegt die Verletzung von Marco Fabián, die am Dienstagabend von den Frankfurtern in einer offiziellen Mitteilung publiziert wurde. Als Diagnose wird eine „wiederkehrende Problematik in der Lendenwirbelsäule“ genannt, als Ausfallzeit zwei Monate. Das heißt: Fabián kann frühestens Mitte Oktober wieder spielen, wird acht oder neun Spiele verpassen, also rund die Hälfte der Vorrunde. Für Trainer, Spieler und Mannschaft ist dies ein harter Schlag. Schon Anfang des Jahres hatte Fabián mit ähnlichen Problemen an der Lendenwirbelsäule zu kämpfen. Damals war er von Arzt zu Arzt gereist, hatte wohl erst in Spanien Hilfe bekommen. Die aber freilich, so sieht es aus, nicht von dauerhafter Natur war. Im Winter hatte der Mexikaner sieben Spiele gefehlt, erst Mitte März konnte er wieder spielen, war am Ende dennoch Frankfurts torgefährlichster Spieler mit sieben Toren und vier Vorlagen. Den ersetzt man nicht so leicht.

Am Confed-Cup im Juni hat er mit der mexikanischen Nationalmannschaft teilgenommen. Wie fit er da war, weiß niemand genau. „Wer weiß, vielleicht hat er da schon auf die Zähne gebissen“, hat sein Frankfurter Vereinstrainer Niko Kovac gesagt. Nach verlängertem Urlaub ist Fabián wohl verletzt zum Trainingslager nach Gais gereist, hat zwei Einheiten mit der Mannschaft absolviert und sich dann mit Rückenschmerzen verabschiedet, die bis in den Oberschenkel und das Knie ziehen und deshalb zunächst einer Knieverletzung zugeschrieben wurden. Jedenfalls hat Fabián in Südtirol nicht selten mit dicken Eisbeuteln ums Knie das Trainingszelt nach Einheiten auf dem Ergometer verlassen.

Der Spielmacher also wird der Eintracht fehlen. Er ist nicht der einzige. Der zuverlässigste Mittelfeldspieler der letzten Saison, Omar Mascarell, wird 2017 nicht mehr spielen. Der Spanier wurde an der Achillessehne operiert, nachdem die konservative Behandlung nicht angeschlagen hatte. Dabei wurde viel Zeit verloren. Der neue Innenverteidiger Carlos Salcedo steht noch für ein, zwei Wochen nicht zur Verfügung. Der Mexikaner, Teamkollege von Fabián, hat sich beim Confed-Cup eine Schultereckgelenksprengung zugezogen, wurde operiert und kämpft in diesen Tagen um den Anschluss. Das sieht ganz gut aus, Salcedo nähert sich immer mehr dem Niveau der Mannschaft an. Spielfähig für Pokal oder Liga ist er aber nicht, denn noch schont er die linke Schulter. Der beste Angreifer, Alexander Meier, wird auch noch rund zwei Monate ausfallen. Der Kapitän wurde am Knöchel operiert, zudem wurde eine Borreliose-Erkrankung festgestellt. Auch bei Meier geht es aufwärts, zuletzt konnte er die Trainingsintensität wieder steigern.

Das sind die schwerwiegenden Ausfälle bei der Eintracht. Doch es gibt noch andere „Sorgenkinder“. Marc Stendera steht auch noch nicht wieder im Mannschaftstraining, nachdem er zwar seinen Kreuzbandriss auskuriert hat, zuletzt aber wegen einer Schulterprellung und einer Bänderdehnung im Knöchel zurückgeworfen wurde. Andersson Ordóñez trainiert wegen Kniebeschwerden selten mehr als zwei, drei Tage am Stück. Immer wieder muss der Ecuadorianer geschont werden, aktuell steht er auf dem Platz. Slobodan Medojevic absolviert seit mehr als einer Woche wegen einer Hüftprellung nur Lauftraining. Das alles sind freilich die „normalen“ Begleitumstände des harten Trainings während der Vorbereitungszeit und können in relativ kurzer Zeit behoben werden.

Richtig weh tut den Frankfurtern aber Fabiáns Ausfall, weil es keinen ähnlich begabten offensiven Mittelfeldspieler im Team gibt. Auch die anhaltende Pause von Salcedo hat Folgen. Der Mexikaner war als Nachfolger von Jesus Vallejo (zurück zu Real Madrid) vorgesehen. Nun ist der Eintracht die Decke in der Abwehr zu dünn, die Bosse überlegen, einen weiteren Innenverteidiger zu verpflichten.

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