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Eintracht Frankfurt: Fairplay-Tabelle: Eintracht schafft den Eisenfuß-Hattrick

Eintracht Frankfurt beendet die Bundesliga-Saison auf Platz 18. Wohlgemerkt nicht in der eigentlichen Bundesliga-Tabelle, sondern in der Fairplay-Tabelle. Damit schaffen die Frankfurter Eisenfüße einen Hattrick und gehen bereits zum dritten Mal in Folge als die fleißigsten Kartensammler in die Sommerpause.
Schiedsrichter Hartmann (M) zeigt Frankfurts Gelson Fernandes (2.v.l.) die Rote Karte. Foto: Ina Fassbender (dpa) Schiedsrichter Hartmann (M) zeigt Frankfurts Gelson Fernandes (2.v.l.) die Rote Karte.
Frankfurt. 

Zum dritten mal in Folge sichert sich die Eintracht den vermutlich unrühmlichsten Titel der Bundesliga: Platz 18 in der Fairplay-Tabelle. Mit 72 gelben und zwei roten Karten ist die Eintracht farbenfrohes Schlusslicht hinter dem VfL Wolfsburg und dem FC Augsburg. Zwar sammelten sowohl Leverkusen als auch Leipzig und Berlin je drei rote Karten, doch mit nur 49 gelben Karten schafft es die Hertha noch auf Rang sieben in der Fairplay-Tabelle. Auch Leipzig und Leverkusen laden mit deutlich weniger gelben Karten noch vor der Eintracht. Auf Platz eins thront, wie in der echten Tabelle auch, der FC Bayern mit nur 42 gelben Karten und keinem einzigen Platzverweis. Am wenigsten gelbe Karten (39) sammelte Borussia Dortmund, mit einer gelb-roten und zwei roten Karten reicht es in der Fairplay-Tabelle jedoch nur zu Platz drei.

Bilderstrecke Eintracht: Die Eisenfüße im Lager der Adler
Was haben Carlos Zambrano, Werner Lorant und Uwe Bindewald gemeinsam? Sie alle zählen zu jener seltenen Spieler-Gattung, die sich für ihren Verein zerreißt und dem Gegner das Fürchten lehrt. Wir haben die größten Eisenfüße der Frankfurter Vereinsgeschichte zusammengetragen.Werner Lorant: Spielte von 1978 bis 1982 bei der Frankfurter Eintracht und ging als kompromissloser Abräumer in die Vereinsgeschichte ein. Seinem Spitznamen "Werner Beinhart" machte er alle Ehre. In insgesamt 325 Bundesliga-Spielen erhielt er 67 gelbe Karten und flog zweimal mit Rot vom Platz. Seinen Gegenspieler Jupp Kappelmann beförderte er mit einem schraubstockartigen Griff ins Gemächt ins Krankenhaus. 1974 verletzte er Theo Homann dermaßen schwer, dass dieser wegen einer Knieverletzung seine Karriere beenden musste. Lorant . . .. . . wurde nach Frankfurt geholt, um den drei Musketieren Bernd Hölzenbein, Jürgen Grabowski und Bernd Nickel den Rücken freizuhalten. Die Spielweise des 1948 geborenen Lorants lässt sich mit einem Zitat von Hölzenbein treffend beschreiben: "Wenn mich mal ein Gegenspieler nervte, drohte ich ihm mit Werner. Nach dem Motto: Ich hetz´ den Lorant auf dich. Schon war Ruhe." Lorant erlebte seine erfolgreichste Zeit in Hessen: 1980 gewann er mit den Adlern den Uefa-Cup. 1981 holte die Eintracht mit ihm den DFB-Pokal. Auch . . .

Die Fairplay-Tabelle ergibt sich aus der Addition aller gezeigten Karten. Dabei zählt eine gelbe Karte einfach und eine gelb-rote-Karte dreifach. Eine glatte rote Karte gibt sogar fünf Punkte. Je weniger Punkte die Mannschaft sammelt, desto besser steht sie in der Tabelle da. Insgesamt kommt die Eintracht auf 82 Punkte. In der vergangenen Saison wäre sie mit dieser Punktzahl noch auf Platz 14 gelandet. Damals rüpelte sich die Eintracht jedoch mit insgesamt 111 Punkten, darunter allein fünf glatten roten Karten, ebenfalls auf den letzten Platz im Fairness-Ranking. Ebenso wie in der Saison davor (102 Punkte).

 

Generell zeigt ein Blick auf die Fairplay-Plazierung der Eintracht in den vergangenen Jahren, dass die Adler es gerne rustikal mögen. In Einzelfällen lässt sich dabei ein Zusammenhang zwischen Erfolg und Fairness ziehen, jedoch nicht in allen Fällen. In der nun vergangenen Saison weist die Eintracht gar die größte Differenz zwischen Fairplay- und Liga-Plazierung auf.  

 

In der Saison 2011/12 spielte die Eintracht in der zweiten Liga, dieses Jahr ist daher in dieser Grafik nicht erfasst.

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