Fischer ist gegen die Abschaffung der Stehplätze

Eintracht-Präsident Peter Fischer hat sich gegen die Abschaffung der Stehplätze in den deutschen Fußballstadien ausgesprochen. Auch sein Kollege Harald Strutz kann den Vorschlag der Polizei nicht nachvollziehen. Mit Umfrage.
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Frankfurt. 

Mit scharfer Kritik hat Harald Strutz, Vizepräsident des Ligaverbandes, auf Forderungen von Politik und Polizei nach einer Abschaffung der Stehplätze und verschärften Sicherheitsstandards in Fußball-Arenen reagiert.

"Ich finde es anmaßend, dass Herr Wendt glaubt, Forderungen aufstellen zu müssen, die den Spielbetrieb in den Stadien betreffen", sagte Strutz der "Mainzer Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag).

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hatte in der Diskussion um Gewalt im Fußball neben der Abschaffung der Stehplätze auch höhere Zäune und Bußgelder für die Vereine in Höhe von 100 000 Euro bei Ausschreitungen gefordert. Auch Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte zu Beginn der Innenministerkonferenz der Länder mit der Abschaffung der Stehplätze gedroht.

Strutz nannte dies "populistisch" und verwies darauf, dass die Umwandlung in reine Sitzplatzstadien kein Allheilmittel sei, um die Probleme in den Griff zu bekommen. "Wir dürfen nicht in Hysterie verfallen und den Chaoten so die Chance geben, noch mehr Druck aufzubauen", sagte der Präsident des Bundesligisten FSV Mainz 05.

Auf Ablehnung stießen die Forderungen auch bei seinem Kollegen Peter Fischer vom Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt.

"Natürlich müssen wir an der Situation, die momentan hoch politisiert ist und überhitzt diskutiert wird, einiges ändern. Aber jeden Tag mit Forderungen zu kommen nach höheren Zäunen, Personenkontrollen oder Fußfesseln halte ich für total übertrieben", sagte der Eintracht-Präsident dem Radiosender "hr1".

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