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Bremens Interimstrainer: Florian Kohfeldt: Ein Mann mit großer Zukunft?

Lange hat Florian Kohfeldt darauf hingearbeitet: 2008 gab der frühere Torwart das Fußballspielen auf und stieg als Assistent von Viktor Skripnik bei der B-Jugend von Werder Bremen ins Trainergeschäft ein. Im heutigen Spiel bei Eintracht Frankfurt ist er erstmals als Cheftrainer für die Werder-Profis zuständig – zunächst interimsweise, aber durchaus mit Ambitionen auf mehr.
Der Neue und sein Chef: Florian Kohfeldt (links) und Frank Baumann. Foto: Carmen Jaspersen (dpa) Der Neue und sein Chef: Florian Kohfeldt (links) und Frank Baumann.

Glaubt man seinem Chef, dem Bremer Geschäftsführer Sport Frank Baumann, hat Florian Kohfeldt „so oder so eine große Zukunft als Trainer“ vor sich. Das sah man so auch in der Ausbildung zum Fußballlehrer, die der 35-Jährige als Jahrgangsbester absolvierte. Zuletzt war er für die U 23-Mannschaft der Bremer in der Dritten Liga zuständig und nach der Trennung von Alexander Nouri schlägt nun die Stunde des gebürtigen Siegeners.

Nach einem schlimmen Saisonstart mit nur drei Toren und fünf Punkten aus zehn Spielen endete in Bremen die Zeit von Nouri, dessen Cotrainer Markus Feldhoff ebenfalls freigestellt wurde. Genau so war es Kohfeldt im September 2016 als Assistent von Skripnik ergangen, der mittlerweile bei den Profis angekommen war – und dort auch noch bis zum Saisonende auf der Gehaltsliste steht. Baumann hatte Skripniks Vertrag vor dem Beginn der Saison 2016/17 noch verlängert, um den umstrittenen Trainer zu stärken. Das ging nach hinten los. Und auch mit Nouri wurde im Mai bis 2019 verlängert – als so richtig weitsichtig erwiesen sich Baumanns Entscheidungen nicht.

Wenn Baumann jetzt sagt „wir haben keinen Druck, weil wir die Mannschaft in sehr, sehr guten Händen wissen“, klingt das doch eher wie ein Absage an eine langfristige „Lösung Kohfeldt“. „Das ist eine diffizile Entscheidung, weil wir in keiner Topsituation sind und weil es die wichtigste Personalie in einem Bundesliga-Club ist“, sagte Baumann, dessen Wunschkandidaten angeblich Lucien Favre ist. Dessen Berater Reza Fazeli erteilte Bremen aber wohl eine Absage. „Das ist im Moment kein Thema“, soll er gesagt haben. Aktuell ist Favre ja Trainer von OGC Nizza. Kein Wunder also, wenn Baumann sagt: „Der Kreis der Kandidaten wird immer enger.“

Florian Kohfeldt wird alles versuchen, dem Verein und seinem Sportchef eine Alternative zur Suche nach einem neuen Coach aufzuzeigen. Ein erster Schritt könnte da der erste Bundesligasieg seit sechs Monaten sein, denn so lange wartet Werder schon auf ein Erfolgserlebnis.

„Wir werden in Frankfurt keine vor Selbstbewusstsein strotzende Mannschaft erleben“, sagt Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Mittwoch – und meinte damit seine eigene. Kampflos hergeben, dafür will er sorgen, werde das Team die Partie aber nicht. Man müsse eben versuchen, sich die Verunsicherung von der Seele zu spielen. „Ich sehe das Spiel als Chance, die Mannschaft muss eine Reaktion zeigen“, sagt Kohfeldt.

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