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Eintracht Frankfurt vs. Bremen: Frankfurt gewinnt in letzter Minute gegen Bremen

Mit beeindruckendem Siegeswillen hat Eintracht Frankfurt einen Rückstand gegen Werder Bremen noch drehen können. Zum Matchwinner bei den Hessen wurde ausgerechnet Bundesliga-Debütant Aymen Barkok.
Alexander Meier jubelt mit seinen Teamkollegen. Foto: Carmen Jaspersen Alexander Meier jubelt mit seinen Teamkollegen. Foto: Carmen Jaspersen
Bremen. 

Trotz der Rückkehr seiner Starstürmer hat der SV Werder Bremen eine Führung gegen Eintracht Frankfurt verspielt und die vierte Bundesliga-Niederlage nacheinander kassiert. Die Bremer verloren am Sonntag kurz vor Schluss mit 1:2 (1:0), obwohl Claudio Pizarro und Max Kruse erstmals in der Startelf standen.

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Vor 39 261 Zuschauern erzielte Aymen Barkok bei seinem Bundesliga-Debüt in der 90. Minute den Siegtreffer der Frankfurter - nach einem Ballverlust von Kruse rund 25 Meter vor dem eigenen Tor. Zuvor hatte der zur Pause eingewechselte Alexander Meier (52.) die Bremer Führung durch Florian Grillitsch (38.) ausgeglichen.

Werder bleibt eine Woche vor dem Krisen-Nord-Derby beim Schlusslicht Hamburger SV auf dem drittletzten Platz, die Hessen liegen punktgleich mit dem Tabellendritten Borussia Dortmund auf Platz sieben. «Natürlich bin ich glücklich. Wenn du kurz vor Schluss zum 2:1 triffst und den Sieg mit nach Hause nimmst, ist es umso schöner», sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic im TV-Sender Sky.

Aymen Barkok bejubelt seinen Siegtreffer.
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clearing

Von der Rückkehr der Langzeitverletzten Kruse und Pizarro direkt in die Startelf hatten sich die Bremer auch einen Motivationsschub versprochen - der sich auch tatsächlich vom Anpfiff an bemerkbar machte. Das Spiel der Gastgeber gewann deutlich mehr spielerische Qualität durch den deutschen Ex-Nationalspieler und den Sturm-Routinier. Werder spielte mutig, suchte schnell den Weg nach vorne und ließ zunächst kaum Konter der Frankfurter zu.

Neu-Nationalspieler Serge Gnabry (22./34.) und Kruse per Kopfball knapp über das Tor (36.) hatten die ersten Möglichkeiten. Den zuvor in fünf Spielen unbesiegten Frankfurtern gelangen nach einer ausgeglichenen Anfangs-Viertelstunde kaum noch gefährliche Gegenangriffe. Im Gegenteil: Einen wunderbaren Pass von Niklas Moisander nahm Grillitsch mit der Brust im Strafraum an und vollendete mit einem sehenswerten Schuss aus 14 Metern.

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Wie haben die Spieler der Eintracht beim 2:1 (0:1)-Erfolg gegen Bremen abgeschnitten? Sie erfahren es in unserer Einzelkritik.<b>Sonderlob</b><br>Aymen Barkok: Kam überraschend ins Spiel, machte überraschend viele Fehler und erzielte überraschend das Siegtor.<b>Stark</b><br>Alexander Meier: Saß zu Beginn wieder auf der Bank, zeigte aber eine überragende Reaktion. Der Kapitän schoss den Ausgleich, mischte die Bremer Abwehr auf und war „Vater des Erfolgs“.

Die Hessen reagierten zur Pause mit einer personellen Veränderung auf den ausbaufähigen Auftritt in den ersten 45 Minuten. Top-Torjäger Meier kam für Szabolcs Huszti, übernahm die Spielführerbinde und rückte als zweite Spitze neben Branimir Hrgota in den Sturm. Und prompt änderte sich das Bild. Mit der ersten echten Chance und der zweiten Ballberührung Meiers kamen die Gäste zum Ausgleich.

Nach einem abgefälschten Ball überwand der Bundesliga-Torschützenkönig der vorletzten Saison Werder-Torwart Felix Wiedwald, der bei der Aktion etwas unglücklich aussah. Wenig später jedoch rettete Wiedwald gegen Meier in ähnlicher Situation (57.). Glück hatte Werder auch bei einem Schuss von Hrgota aus kurzer Distanz, als Theodor Gebre Selassie kurz vor der Linie rettete (66.).

Die Partie bot nun hohen Unterhaltungswert mit Torraumszenen auf beiden Seiten. Mit den Hereinnahmen von Philipp Bargfrede (72.), der wie Kruse sein Saison-Debüt feierte, und Fin Bartels versuchte Bremens Trainer Alexander Nouri nochmals Impulse zu setzen. Pizarro scheiterte am gut reagierenden Eintracht-Keeper Lukas Hradecky (75.) - auf der Gegenseite sorgte Barkok schließlich für die Entscheidung.

(dpa)
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