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Eintracht Frankfurt: Frankfurts Aufsteiger: Eintracht will Wolf fest verpflichten

Das 1:1 zwischen Mainz 05 und Eintracht Frankfurt war ein ganz schwaches Derby. Einer der wenigen Gewinner des Spiels heißt Marius Wolf. Die Eintracht will ihn unbedingt behalten.
Marius Wolf von Eintracht Frankfurt kämpft mit den Mainzern Jean-Philippe Gbamin (l) und Danny Latza (r) um den Ball. Foto: Hasan Bratic Marius Wolf von Eintracht Frankfurt kämpft mit den Mainzern Jean-Philippe Gbamin (l) und Danny Latza (r) um den Ball.
Eine solche Geschichte ist ganz nach Niko Kovac' Geschmack. «Sein Beispiel zeigt: Arbeit zahlt sich aus. Wer an sich glaubt, wird auch erfolgreich sein», sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt und sprach dabei über: Marius Wolf. Der 22 Jahre alte Flügelspieler ist so etwas wie der Mann der Stunde bei der Eintracht. Schon vor einer Woche erzielte er das wichtige Tor zum 2:2 gegen Borussia Dortmund. Am Freitagabend bereitete er dann beim 1:1 (1:0) beim FSV Mainz 05 mit großem Einsatz den Frankfurter Führungstreffer durch ein Eigentor von Stefan Bell vor.

Als Konsequenz daraus hat sich sein Verein nun schon nach 10 von 34 Bundesliga-Spielen dazu entschlossen, den bislang nur von Hannover 96 ausgeliehenen Wolf nach dieser Saison fest zu verpflichten. «Er hat eine richtig gute Entwicklung genommen. Ich bin mir sicher, dass wir die Option ziehen und in Zukunft noch viel Freude an ihm haben werden», sagte Kovac am Freitagabend in Mainz.

Rund 500 000 Euro wird es die Eintracht nur kosten, aus einem Leihvertrag im nächsten Sommer eine Festanstellung zu machen. Damit ist der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler ein Schnäppchen. Kovac lobt an Wolf nicht nur dessen Einstellung, sondern auch seine Vielseitigkeit. Gegen Dortmund begann er im offensiven Mittelfeld. In Mainz vertrat er den verletzten Timothy Chandler auf der rechten Seite. «Ich haue mich rein, egal auf welcher Position», sagte Wolf.

Der gebürtige Coburger ist zwar erst seit drei Jahren Fußball-Profi, hat in dieser Zeit aber schon mehrere Extreme erlebt. Nach seinem starken Einstand beim TSV 1860 München jagte ihn im Winter 2015/16 die halbe Bundesliga. Wolf entschied sich für Hannover 96 - und stieg mit seinem neuen Verein prompt ab. In der 2. Bundesliga wurde er zeitweise in die zweite Mannschaft der Niedersachsen verbannt. Nur Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner glaubte weiter an sein Talent und holte ihn im Januar 2017 zur Eintracht.

Dort geht es seitdem mit dem Auf und Ab einfach weiter. Im April wurde Wolf im DFB-Pokal-Halbfinale bei Borussia Mönchengladbach in der zweiten Halbzeit eingewechselt - und musste nur 13 Minuten später mit einem Schlüsselbeinbruch wieder raus. Es überraschte viele, dass die Eintracht den Leihvertrag mit ihm und Hannover 96 im Sommer noch einmal verlängerte. Aber das zahlt sich jetzt aus.

«Nur Wolf ist eine Wucht», titelte die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» nach dem schwachen Rhein-Main-Derby zwischen der Eintracht und Mainz 05. 14 Mal sind die Frankfurter in der 1. und 2. Bundesliga in Mainz angetreten. 14 Mal haben sie dort nicht gewonnen.

Dieser schwachen Bilanz zum Trotz konnten die meisten Frankfurter mit dem 1:1 gut leben. «Der Punkt ist gerecht. Wir können zufrieden sein», sagte auch Wolf. Der 22-Jährige war an diesem Abend selbst am Mainzer Ausgleichstreffer beteiligt, denn er ließ den Torschützen Suat Serdar in der 71. Minute im Strafraum allein.

«Klar werden viele sagen: Wir haben 1:0 geführt, da hätten wir auch gewinnen können oder sogar müssen. Aber wir nehmen den Punkt gerne mit», sagte Trainer Niko Kovac. «Wenn man ein 0:2 gegen Dortmund aufholt, im Pokal weiterkommt und in Mainz einen Punkt holt, war das eine gute Woche. Ich bin zufrieden. Der Oktober war goldig für uns.»

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