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Eintracht Frankfurt: Fredi Bobic will sich bei Martin Kind entschuldigen

Sportvorstand Fredi Bobic. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Sportvorstand Fredi Bobic.

Höflich und freundlich wie immer bedankte sich Niko Kovac bei seinem Hannoveraner Kollegen André Breitenreiter für die Glückwünsche zum Sieg. Man werde sich hoffentlich in der kommenden Saison in der Bundesliga wiedersehen. Der Frankfurter Coach revanchierte sich bei Breitenreiter auch mit einem Lob für dessen Arbeit: „Und das ohne die Fans.“ Ein unmissverständlicher Hinweis auf die erschwerten Bedingungen, unter denen Breitenreiter schon seit einiger Zeit bei den Niedersachsen seiner Arbeit nachgehen muss.

In Hannover sind die Fronten zwischen Club-Führung und Publikum so verhärtet wie wohl nirgendwo sonst in der Fußball-Bundesliga. Präsident Martin Kind, ein Hörgeräte-Unternehmer, der zu einem gewissen Rigorismus neigt, liegt schon seit Monaten mit Anhängern seines eigenen Vereins im Streit.

Die 96-Ultras wollen nicht, dass Kind neben seiner großen Machtfülle auch noch die Mehrheitsanteile an dem Club übernimmt.

Doch während sie in der vergangenen Woche während des Heimspiels gegen Borussia Mönchengladbach noch lautstark gegen Kind protestierten, blieb es am Samstag beim Spiel in Frankfurt für 90 Minuten im Gästeblock still.

Dafür zeigten sich Eintracht-Anhänger „solidarisch“ und beleidigten den 96-Chef zu Beginn der zweiten Halbzeit mit üblen Sprechchören und Schmähgesängen.

„Das geht nicht. Ich werde mich dafür bei Martin Kind entschuldigen“, sagte der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic, der früher selbst einmal für Hannover 96 gespielt hatte.

( rich)

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