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Eintracht Frankfurt: Geeiere um Trainer Niko Kovac macht Osterwochenende vollends kaputt

Von Durch das 1:2 in Bremen ist die Eintracht auf Platz sechs abgerutscht. Und ausgerechnet jetzt nehmen die Spekulationen um einen Abgang des Trainers richtig Fahrt auf.
Lukas Hradecky lässt den Ball durch seine Hände ins Tor flutschen: Damit waren die Eintracht-Hoffnungen auf einen Punkt in Bremen geplatzt. Foto: nordphoto / Ewert (imago sportfotodienst) Lukas Hradecky lässt den Ball durch seine Hände ins Tor flutschen: Damit waren die Eintracht-Hoffnungen auf einen Punkt in Bremen geplatzt.
Bremen/Frankfurt. 

Österliche Freude? Fehlanzeige. Die Sonne strahlte gestern Vormittag vom weit geöffneten Himmel über der Arena im Frankfurter Stadtwald herab. Doch die Münder blieben verschlossen. Interviews gab es nach der Rückkehr aus Bremen keine.

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In der Bundesliga-Tabelle kommen sich Bayern München und Borussia Dortmund nicht mehr in die Quere. Auf dem Trainermarkt offenbar schon. Beide Clubs beschäftigen sich mit den gleichen Namen – und reichen ihr Trainerproblem damit vielleicht an die Konkurrenz weiter.

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Dabei ist Gesprächsstoff rund um die Eintracht eigentlich genügend vorhanden. Das 1:2 (0:1) an der Weser hat gezeigt, wie unverständlich es in der Fußball-Bundesliga manchmal zugeht. Dass ein einziger Fehlgriff eines Torhüters den über 90 Minuten eigentlich verdienten Lohn pulverisieren kann. Und rund um das Spiel wurde außerdem klar, dass die Eintracht mitten im Kampf um einen Platz auf der europäischen Bühne Spekulationen um ihren Trainer zu stemmen hat und dies mehr schlecht als recht tut.

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Inzwischen reden prominente Ex-Profis, pikanterweise mit Münchner Vergangenheit, ziemlich ungeniert darüber, dass Niko Kovac heiß als neuer Bayern-Trainer gehandelt wird. „Sein Name ist im Umfeld des FC Bayern immer wieder zu hören“, öffnete Lothar Matthäus bei „Sky“ seine Informations-Schatzkiste. Und Didi Hamann, eher ein zur Bedächtigkeit neigender „Experte“, nannte den Frankfurter Coach die „logischste und wahrscheinlichste Lösung“. Im Gegensatz zu einem Pep Guardiola gäbe es zwischen dem Ex-Bayern-Profi Kovac und den Fans wahrscheinlich einen besseren Draht, wenn es mal nicht so läuft.

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Geht es um seine Leistung, ist drumherum reden nicht die Sache von Lukas Hradecky. Geht es um seine sportliche Zukunft aber sehr wohl.

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Und die Frankfurter? Einmal mehr vermied Niko Kovac ein klares Bekenntnis zur Eintracht, einmal mehr sagte Fredi Bobic nicht mehr, als er unbedingt musste. Der Trainer bügelte das Thema „Ausstiegsklausel“ lächelnd, aber energisch ab: „Warum fragen Sie nicht die?“, erklärte Kovac und meinte damit die Münchner Seite.

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Ein Stück weit genervter wirkte bei dem Thema der Frankfurter Sportvorstand. Es sei ihm „Jacke wie Hose“, sagte Bobic: „Der Lothar war gut drauf, hatte ein paar Stimmen gehört. Okay, ihr habt Eure Kanäle, ich habe meinen: Das ist der direkt zum Trainer. Wir haben unseren Trainer, mit dem wir klar und ehrlich kommunizieren.“ Die Frage bleibt, was da kommuniziert wird. Interessant ist auch, dass der neue Mann in München deutschsprachig sein und noch in diesem Monat publik gemacht werden soll. Ende April spielt die Eintracht bei den Bayern. Soll bis dahin etwa weiter geschwiegen werden?

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Der spätere Weltklassetrainer kam neu zur Saison 1994/95 zur Eintracht. In seinem ersten Spiel als Frankfurt-Trainer holte er im heimischen Waldstadion ein 0:0 gegen den 1. FC Köln.<b>Charly Körbel</b><br></br>
Er übernahm im April 1995 das Amt von Heynckes und spielte bei seinem Debüt 1:1 beim KSC.

Als erstes muss die Mannschaft aber nach dem unglücklichen und unverdienten 1:2 in Bremen ausgerechnet gegen die nach ihrer 6:0-Gala gegen Köln auf Wolke sieben schwebenden und nur noch drei Punkte entfernten Hoffenheimer eine Reaktion zeigen. „Wichtig ist, dass wir wieder aufstehen“, gab Sportchef Bobic als Parole nach der vierten Auswärtsniederlage in Folge aus: „Das Ergebnis ist für uns natürlich ein Witz, weil wir dem 2:1 deutlich näher waren als die Werderaner. Dann entscheidet so eine Gurke das Spiel. Das tut uns natürlich weh, weil wir den Punkt schon gebraucht hätten.“

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Die „Gurke“, das war der Blackout von Lukas Hradecky (lesen Sie dazu unseren gesonderten Bericht) in der 79. Minute, der zum 1:2 führte. Den 0:1-Rückstand durch Zlatko Junuzovic (28.) hatte Luka Jovic (53.) noch wettmachen können. „Das Spiel haben wir sehr unglücklich verloren, ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Trainer Niko Kovac: „Wir haben phasenweise richtig gute Ballstafetten gezeigt und uns einige Torchancen herausgespielt.“

Muskelfaserriss bei Rebic

Vorerst nicht mehr auf Torejagd gehen wird Ante Rebic. Die Eintracht muss in der entscheidenden Phase der Saison für etwa vier Wochen auf den Stürmer verzichten. Rebic hat sich in Bremen einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen. Wahrlich kein gutes Osterwochenende aus Frankfurter Sicht.

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