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Eintracht Frankfurt: Gegen Hannover Wiedergutmachung für Stuttgart-Schlappe nötig

Von Die Eintracht hat mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Hannover begonnen. Aber auch die Pleite in Stuttgart muss noch analysiert werden.
Kaum zu glauben: Timothy Chandler (links) nach der Niederlage in Stuttgart  Foto: dpa Foto: Marijan Murat (dpa) Kaum zu glauben: Timothy Chandler (links) nach der Niederlage in Stuttgart Foto: dpa
Frankfurt. 

Timothy Chandler wirkt locker, macht Späße mit den Journalisten. „Der Platz ist links genauso lang wie rechts“, sagt er auf Nachfrage grinsend – eine Anspielung auf seinen Seitenwechsel im Team der Frankfurter Eintracht, der im Prinzip ziemlich gelungen ist.

Aber natürlich ist die Laune bei der Eintracht seit dem vergangenen Samstag eigentlich eingetrübt. Das 0:1 in Stuttgart und die Art und Weise, wie es zustande gekommen ist, waren ein echter Stimmungskiller. So mancher träumt in Frankfurt von Europa – und dann klappt es mal wieder nicht mit den von Trainer Niko Kovac so oft beschworenen „basics“, den einfachen, aber essenziellen Dingen im Fußball.

Es war eine Niederlage in einem schwachen Bundesliga-Spiel gegen einen schwachen Gegner: „Wir hätten 90 Minuten weiterspielen können und keine richtige Lösung gefunden“, gibt Chandler zu. Da klingt viel Selbstkritik durch. Und die übt nicht nur der 27-jährige Deutsch-Amerikaner, der in Frankfurt geboren wurde. Die ganze Mannschaft hat wohl schnell eingesehen, dass sie in Stuttgart einiges von dem Kredit verspielt hat, den sie in dieser Saison gerade auswärts erworben hat. „Wichtig ist die Selbsterkenntnis. Wir müssen im Training an allen Sachen arbeiten“, sagt Chandler.

Frostiges Training – Boateng wieder dabei – ...

Am Dienstag hat sogar Klaus Luisser kapituliert vor den Temperaturen. Der Reha-Trainer der Frankfurter Eintracht, dessen Markenzeichen kurze Hosen bei Wind und Wetter sind, hatte eine wärmende Strumpfhose angezogen.

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Und die Mängelliste von Stuttgart ist lang: „Der Ballverlust vor dem Tor hat uns das Genick gebrochen“, räumt der Linksverteidiger ein. Zu langsames Spiel, zu viele Fehlpässe: All dies wird Trainer Kovac bei seiner detaillierten Video-Analyse im Laufe dieser Woche in aller Deutlichkeit ansprechen. Gestern Nachmittag haben die Eintracht-Profis nach ihrem freien Montag wieder das Training aufgenommen und mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Hannover 96 am kommenden Samstag begonnen.

„Haben breiten Kader“

Ein schwaches Spiel in Stuttgart nach dem stark erkämpften Sieg gegen Leipzig: Da hat sich eine Geschichte wiederholt, denn auch in Augsburg hatte die Eintracht nach einem imponierenden Heimsieg gegen Mönchengladbach einen Einbruch erlebt. Wie sind solche Leistungsschwankungen zu erklären? Eine eindeutige Erklärung hat auch Timothy Chandler nicht: „Wir sind Eintracht Frankfurt. Wir müssen uns jedes Spiel neu erarbeiten.“

Das Fehlen von Kevin-Prince Boateng und Omar Mascarell in Stuttgart will er nur bedingt als Entschuldigung gelten lassen: „Kevin ist ein sehr wichtiger Spieler. Aber wir haben einen breiten Kader, und jeder will in der Bundesliga spielen. Dann muss er sich auch durchsetzen können.“

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Das Verhältnis zwischen Hannover 96 und Teilen seiner Anhänger hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Gestritten wird auch öffentlich.

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So wie Timothy Chandler. Der US-Nationalspieler gehört zu jenen Frankfurter Profis, die Niko Kovac eindeutig besser gemacht hat. Der Wechsel auf die linke Seite hat sich ebenso eindeutig ausgezahlt. Auch auf der anderen Seite des Platzes, denn dort haben Danny da Costa und Marius Wolf ebenfalls eine erstaunliche Entwicklung genommen. Chandler, erst im vergangenen Oktober von einem Meniskusriss genesen, hat auf Anhieb Millionen-Neuzugang Jetro Willems und Taleb Tawatha verdrängt. Und er hat Torgefahr entwickelt. Chandler hat in Wolfsburg getroffen und kürzlich gegen Leipzig. „Zufall“, sagt er: „Ich versuche in jedem Spiel, alles zu geben.“

Am kommenden Samstag, gegen Hannover 96, bietet sich die nächste Gelegenheit – zu einem Heimsieg und zur Wiedergutmachung für die Schlappe von Stuttgart. Doch die Aufgabe wird nicht einfach: „Hannover ist ein starker Aufsteiger, bei dem viel über Willen und Kampf kommt.“ Klingt fast wie eine Empfehlung auch für die eigene Mannschaft.

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