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Eintracht Frankfurt: Gelson Fernandes fordert Vollgas gegen Mainz und im Saison-Endspurt

Ob er selbst auf dem Platz steht oder nicht: Gelson Fernandes tut alles für den Erfolg der Eintracht. Und hat viel zu sagen.
Auch als Ratgeber auf der Bank wertvoll: Gelson Fernandes (links), hier in Dortmund mit Danny Blum. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Auch als Ratgeber auf der Bank wertvoll: Gelson Fernandes (links), hier in Dortmund mit Danny Blum.
Frankfurt. 

Stammspieler ist Gelson Fernandes nicht bei der Frankfurter Eintracht. Aber zum engeren Stamm gehört er immer. Der 31 Jahre alte Schweizer Nationalspieler gehört zu den erfahrensten Profis des Fußball-Bundesligisten, hat einen genauen und sachlichen Blick auf die Lage. 15 Spiele hat er bestritten und hofft, dass es bis zum Saisonende noch viel mehr werden. In einem Mediengespräch hat Fernandes zu vielen Fragen seine Meinung gesagt. Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt hat die wichtigsten Aussagen aufgezeichnet.

 

  Zum Spiel in Dortmund: „In der ersten Halbzeit war es schwer, einen vernünftigen Spielaufbau hinzukriegen. Der BVB hat gut gepresst, fast Mann gegen Mann. In der zweiten Halbzeit war es besser, da haben wir so gespielt, wie wir sollen. Das ist unser Weg.“

  Zum Gegentor zum 2:3 in letzter Minute: „Die fünf Minuten nach einem eigenen Tor sind die wichtigsten, da geht die Konzentration nach unten. Man muss wissen, wenn ein Punkt in Dortmund möglich ist und muss es dann besser machen. Aber es ist ein Lernprozess. Die Punkte sind weg, ich hoffe, wir schreien am Ende nicht danach.“

  Zur Bedeutung des Spiels gegen Mainz am Samstag: „Für die geht es um die Wurst, für uns aber auch. Sie werden kommen und kämpfen. Für sie geht es ums Überleben, für uns darum, einen Traum zu erfüllen. Mit Worten werden wir aber nicht viel erreichen. Wir brauchen eine Mischung zwischen hartem Training und Konzentration. Wir haben so hart gearbeitet in der ganzen Saison, jetzt müssen wir noch zwei Monate Gas geben, um etwas zu erreichen.“

  Zu den Chancen auf Europa: „Jetzt zählt jeder Zentimeter. In Amerika haben wir im letzten Sommer mit einer harten Vorbereitung begonnen und unseren Weg gefunden. Jetzt wir so weit gekommen. Wir müssen gut leben und gut trainieren. Was nicht sein darf ist, dass wir am Ende sagen müssen: „ir haben nicht alles gegeben.“

  Zur Enttäuschung, in Dortmund nur auf der Bank geblieben zu sein: „Ich hatte vorher gespielt und wir haben gewonnen (lacht, Anmerkung der Redaktion) . Aber ich habe genug Erfahrung, um zu wissen, dass es taktische Gründe gibt. Die Entscheidungen des Trainers muss man akzeptieren. Ich bin hier, um der Mannschaft und dem Verein zu helfen. Wir wollen gemeinsam etwas erreichen. Ich habe viel erlebt und weiß, wie es funktioniert und wie nicht. Ich will auch Vorbild für junge Spieler sein.“

  Zu dieser Vorbildrolle: „Mit 32 Jahren ist das doch klar. Barkok, Stendera oder Jovic haben ihre Karriere vor sich, ich nicht. Ich rede auch mit Haller. Tipps kann ich ihm nicht geben, ich bin kein Stürmer. Wenn wir auf Tore von mir warten, steigen wir ab (lacht, Anm. d. Red.) . Aber ich kann sagen, dass die Tore zurückkommen, wenn er weiter seriös arbeitet. “

  Zu den Qualitäten von Niko Kovac: „Er geht immer ins Detail. Ich habe viele Trainer gehabt, er hat eine Riesenzukunft, ganz sicher. Was er macht, macht Sinn. Am Anfang muss man lernen, damit umzugehen. Jeder Spieler fragt ja, warum machen wir dies oder das? Jetzt sehen wir warum. Ich habe Spaß, mit ihm zu arbeiten. Er stellt immer so oder so auf, weil er gewinnen will. Nicht weil er einen nicht mag oder sowas. Junge Spieler verstehen das manchmal nicht.“

  Zum Vergleich von Christian Streich, der ihn in Freiburg trainierte, und Kovac: „Sie sind sich sehr nah, menschlich und wie sie den Fußball sehen. Beide sind sehr leidenschaftlich, das ist wichtig für eine Mannschaft. Ich hasse Trainer, die keine Leidenschaft haben. Wenn du in die Kabine kommt und der Trainer ist deprimiert, dann ist das ganz schlecht. Wenn unser Trainer wütend ist, dann spürt man es.“

  Zu seiner Zufriedenheit nach dem Wechsel im Sommer: „Es ist genauso gekommen, wie ich es erwartet habe. Ich hatte mich ja bei Christoph Spycher und Pirmin Schwegler informiert. Ich bin sehr zufrieden. Ich spiele lieber hier als in China oder Amerika.“

(pes)

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