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Eintracht Frankfurt: Gerüchte um Hradecky-Transfer lassen die Eintracht kalt

Die Eintracht-Verantwortlichen dementieren eine Anfrage aus Portugal für Torhüter Lukas Hradecky. Das Interesse von Benfica Lissabon ist aber wohl mehr als ein Gerücht.
30.07.2017, xjhx, Fussball Testspiel, Eintracht Frankfurt - Benevento Calcio, emspor, v.l. Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt) Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) 30.07.2017, xjhx, Fussball Testspiel, Eintracht Frankfurt - Benevento Calcio, emspor, v.l. Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt)
Frankfurt. 

Gerade hatten sich die Wogen bei diesem Frankfurter Dauer-Thema geglättet, da haben Meldungen der portugiesischen Medien „O Bola“ und „Record“ wieder für Aufregung gesorgt. Angeblich bemühe sich Benfica Lissabon um Eintracht-Torwart Lukas Hradecky als Nachfolger für den Brasilianer Ederson, der für stolze 40 Millionen Euro aus Lissabon zu Manchester City gewechselt ist. Bei dem Frankfurter Fußball-Bundesligisten indes haben sowohl Sportvorstand Fredi Bobic als auch Manager Bruno Hübner überrascht darauf reagiert und jeden Kontakt mit Portugals Meister dementiert.

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„Es gibt keine Anfrage, keinen Kontakt“, sagte Bobic gegenüber dieser Zeitung. Aus seiner Sicht wollten sich Medien „wichtig machen“. Manager Hübner hieb in die gleich Kerbe, schloss allerdings gegenüber dem „Wiesbadener Kurier“ einen Verkauf nicht grundsätzlich aus. „Sollte jemand bis 31. August kommen und mit einem entsprechenden Angebot an uns herantreten, werden wir uns natürlich mit dem Thema beschäftigen“, sagte er. Das freilich ist die offizielle Lesart der neuen Eintracht-Philosophie, nach der kein Spieler mehr unverkäuflich ist.

Ein großes Risiko

Die Tendenz aber ist klar: Die Eintracht will den 27 Jahre alten Hradecky halten. Und sie möchte nach wie vor den 2018 auslaufenden Vertrag vorzeitig zu verbesserten Bedingungen verlängern. Darüber verhandeln beide Parteien schon mehr als ein halbes Jahr, sind aber noch zu keiner Einigung gekommen. Zuletzt freilich gab es deutliche Bewegungen aufeinander zu. Die zwischenzeitlich aufgekommene Schärfe in öffentlichen Kommentaren, einen neuen Torwart zu holen und Hradecky auf die Tribüne zu setzen, ist längst gegenseitigem Respekt gewichen. Inzwischen sagen alle bei der Eintracht, dass der Torwart bleiben soll. Sportvorstand Bobic beschreibt die eingeschlagene Richtung als „guten Weg“. Hradecky hat versichert, zumindest noch ein Jahr für die Eintracht zu spielen. Und Trainer Niko Kovac hat zuletzt mehrfach betont, „dass ich sicher bin, dass Lukas zumindest diese Saison noch für uns spielt.“

Bilderstrecke Eintracht: Wer könnte Hradecky-Nachfolger werden?
Keeper Lukas Hradecky führt aktuell Gespräche mit der Eintracht, bei denen es darum geht, seinen noch bis 2018 laufenden Vertrag zu verlängern. Sollte eine Ausdehnung des Arbeitspapiers nicht klappen, wird der Torhüter die SGE wohl im Sommer verlassen. Doch wer könnte sein Nachfolger werden im Kasten der Adler? Wir haben mal etwas spekuliert und einige Kandidaten in unserer Bildergalerie aufgelistet.<b>Alexander Schwolow (SC Freiburg)</b></br></br>
Der Stammtorhüter der Freiburger ist ein gefragter Mann auf dem Transfermarkt. Er wird den Verein aber nur wechseln, wenn er als neue Nummer eins verpflichtet wird. Schwolow spielt eine starke Saison in Freiburg und hat einen großen Anteil am sechsten Tabellenplatz der Breisgauer.<b>Koen Casteels (VfL Wolfsburg)</b></br></br>
Der Belgier vertritt aktuell Diego Benaglio zwischen den Pfosten, nachdem er seinen Stammplatz, den er zu Beginn der Saison hatte, nach dem achten Spieltag an den Schweizer verloren hatte. Seine Leistungen waren zu Beginn der Spielzeit stärker. Die letzten Spiele zeigte er solide, aber keinesfalls überragende Spiele. Fraglich, ob Wolfsburg ihn ziehen lässt, da der verletzte Benaglio auch schon 33 ist und Casteels eventuell als sein Nachfolger eingeplant ist.

Dahinter steht die Einsicht, dass der Verbleib des Keepers aus sportlicher Sicht notwendig ist, denn eine weitere Veränderung im sowieso schon fragilen neuen Eintracht-Gebilde könnte dann doch ein zu großes Risiko sein. Womöglich ist die von der Eintracht zunächst angedachte Alternative für den 27-jährigen finnischen Nationalspieler auch längst bei einem anderen Club unter Vertrag.

Einen ähnlich guten Torhüter wie Hradecky zu finden, mit dessen menschlichen Qualitäten und dessen Stellenwert innerhalb des Teams obendrauf, dürfte schwer fallen. Und der Trainer wäre sicher „not amused“. Sportchef Bobic jedenfalls ist eher genervt von den Meldungen ohne Quelle. Er will auf Spekulationen nicht reagieren, „weil das keinen Sinn macht“. Und mehr als eine Spekulation seien die Meldungen aus Portugal nicht.

Die andere Seite

Es gibt aber auch die andere Seite der Betrachtung. Denn einiges würde bei einem Wechsel des Finnen nach Lissabon ja auch passen. Dass Benfica einen gestanden Torwart sucht, ist klar – und zwar so schnell wie möglich. Bei der 40-Millionen-Euro-Einnahme für Ederson könnten die Portugiesen eine Frankfurter Forderung von rund zehn Millionen Euro locker bezahlen.

Die Eintracht wiederum könnte vermeiden, den Spieler im nächsten Sommer ablösefrei zu verlieren – und stattdessen noch gutes Geld mit ihm verdienen. So wie mit Hradeckys Vorgänger Kevin Trapp, der vor zwei Jahren für eben knapp zehn Millionen Euro zu Paris St. Germain abwanderte. Hradecky wurde damals für 2,5 Millionen Euro aus Dänemark von Bröndby IF verpflichtet, rasch zum großen Rückhalt und Publikumsliebling und hat in zwei Frankfurter Jahren voller starker Leistungen seinen Marktwert deutlich gesteigert. In Lissabon könnte er sich in der nächsten Saison in der Champions League beweisen.

Lukas Hradecky
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Nebenbei sind die Kontakte zwischen Benfica und der Eintracht eng. Gerade erst ist Haris Seferovic von Frankfurt nach Lissabon gewechselt und Luka Jovic von Lissabon nach Frankfurt ausgeliehen worden. Zumindest ein Auge hat Benfica nun wohl tatsächlich auf Hradecky geworfen. Glaubt man den portugiesischen Medien, ist ein weiteres Geschäft zwischen beiden Clubs nicht ausgeschlossen – was am Ende dann vor allem eine Frage des Preises wäre. Hinter den Kulissen soll in jedem Fall bereits eine Beratungsagentur aus Hradeckys Umfeld eingeschaltet sein.

Der Frankfurter Torwart Lukas Hradecky freut sich nach dem Sieg. Foto: Hasan Bratic/Archiv
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