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Eintracht Frankfurt: Hellmann freut sich auf Bruderduell zwischen Eintracht und FSV

Von Der Stadionfest-Zuspruch stimmt Eintracht-Vorstand Hellmann froh, die Wirtschaftslage ebenso. Und ein persönliches Ziel hat er auch noch.
FSV-Präsident Görner (links) und Eintracht-Vorstand Hellmann. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) FSV-Präsident Görner (links) und Eintracht-Vorstand Hellmann.
Frankfurt. 

Ein ganz persönliches Ziel hat Axel Hellmann für die Saisoneröffnungsfeier auch noch. „Ich will, dass der Präsident auf den Bullen steigt“, hat das Vorstandsmitglied der Frankfurter Eintracht gestern schon einmal erklärt, nicht ohne Schmunzeln im Gesicht. Wenn der Fußball-Bundesligist am Sonntag seine Fans zum Stadionfest bittet, wird Hellmann mit Eintracht-Präsident Peter Fischer einen Rundgang machen, Stände und Stationen abklappern. Und da neben anderen Attraktionen auch ein sogenanntes „Bullriding“ angeboten wird, hat er sich fest vorgenommen, Fischer zum Ritt auf dem künstlichen Rodeo-Stier zu verführen. Dass er glaubt, dass der Sonntag ein „großer Tag“ wird, hat damit freilich weniger zu tun als mit dem Zuspruch für die Feier auf dem Stadiongelände: „Am Ende werden wir 35 000 Zuschauer haben, das ist schon stark“, meint Hellmann.

Ein Rekord ist diese Zahl nicht – 2014 etwa, als das ruhmreiche Inter Mailand bei der damaligen Generalproben-Party 3:1 geschlagen wurde, war die Arena mit 50 000 Zuschauern fast ausverkauft. „Aber bei allem Respekt: Der FSV ist nicht Inter“, sagt Hellmann. „Wir sind überrascht von der Zuschauerresonanz. Das zeigt, dass das Bruderduell angenommen wird.“

Dass im Rahmen des um zehn Uhr beginnenden Stadionfests wieder Fußball gespielt wird, ist inzwischen fast Tradition. Dass diesmal kein internationaler Besuch zur Eintracht kommt, sondern der kleine „Bruder“, wie Hellmann sagt, um 15.30 Uhr zu einem Benefizspiel in eigener Sache antritt, hat aktuelle Gründe – die sportlichen und finanziellen Nöte des FSV Frankfurt nach dem Absturz aus der zweiten in die vierte Liga und der Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Hilfe unter hessischen Nachbarn

Bei aller Rivalität unter den hessischen Fußballvereinen greift die Nachbarschaftshilfe, wenn einer dieser Clubs in finanzielle Nöte gerät.

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Hilfe unter hessischen Nachbarn

Bei aller Rivalität unter den hessischen Fußballvereinen greift die Nachbarschaftshilfe, wenn einer dieser Clubs in finanzielle Nöte gerät.

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Hellmann kann sich gut in die Zwangslage der Bornheimer hineinversetzen. „Als ich vor 15 Jahren bei der Eintracht angefangen habe, waren wir in einer ähnlichen Situation“, erinnert er sich. „Da kannst du jede Unterstützung gebrauchen.“ Längst steht der Club der Adlerträger wieder ungleich besser da, in diesem Sommer besonders. Eine ausgesprochen „positive Stimmung“ rund um die Eintracht hat Hellmann ausgemacht – was sich an Wirtschaftsfragen festmachen lässt: Die auf 28 000 aufgestockten Dauerkarten waren in kürzester Zeit vergeben, demnächst wird ein weiterer neuer Premium-Partner bekannt gegeben.

„Wir haben eine Nachfrage wie noch nie, bei Eintrittskarten und Sponsoren“, berichtet Hellmann und ergänzt: „Bei den Logen läuft es auf eine Vollauslastung hinaus.“ Er hat auch eine Erklärung dafür, warum die Eintracht derzeit als derart attraktiv wahrgenommen wird: „Die Menschen haben das Gefühl, dass nach vorne gearbeitet wird“, meint er. „Jeder weiß, wie schwer der Wettbewerb ist, wie schwer es ist, in der Bundesliga weiter vor zu kommen. Man muss aber auch aufzeigen, wie man versucht, bestimmte Mechanismen aufzubrechen.“

Zum Versuch, die Beliebtheit des Clubs weiter zu steigern, gehört es, die Saisoneröffnungsfeier einschließlich FSV-Spiel als Familienfest zu gestalten, mit deutlich niedrigeren Preisen (fünf bis 22 Euro) als im normalen Spielbetrieb. „Bei der Saisoneröffnung sind 70 Prozent nicht das übliche Stammpublikum“, sagt Hellmann. „Hier haben Familien und junge Fans die Möglichkeit, die Eintracht zu erleben.“ Ohne gleich wie bei einem Bundesliga-Spiel 120, 130 Euro für einen Familienausflug los zu sein. Und einen Bullen reiten kann man dabei obendrein noch.

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