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Hertha vs. Eintracht: Hertha-Trainer Pal Dardai lobt seine alten Bekannten

Berlins Trainer Pal Dardai will beim Treffen gegen Eintracht Frankfurt kein Risiko scheuen. Dabei geht es für den Ungarn gegen alte Bekannte: Mit Niko Kovac verbindet er bekanntlich ebenfalls Erinnerungen aus gemeinsamen Profi-Zeiten, als beide um einen Platz im Berliner Mittelfeld buhlten – und Kevin-Prince Boateng auch schon eine Rolle spielte.
Die Berliner Pal Dardai (l) und Niko Kovac kämpfen am 02.01.2005 in Berlin bei einem Trainingsspiel von Hertha BSC um den Ball. Archivfoto: dpa Foto: Michael Hanschke (dpa) Die Berliner Pal Dardai (l) und Niko Kovac kämpfen am 02.01.2005 in Berlin bei einem Trainingsspiel von Hertha BSC um den Ball. Archivfoto: dpa
Berlin. 

Noch so ein ärgerliches Wiedersehen mit einem alten Kollegen? Das möchte Pal Dardai auf jeden Fall vermeiden. „Wir müssen uns wehren und aufpassen, dass es nicht so läuft wie bei Raffael“, erinnerte der Trainer von Hertha BSC an eine unheilvolle Begegnung vor zwei Wochen. Einst trat Dardai in Berliner Farben selbst noch mit Raffael gegen den Ball, unlängst indes schoss der brasilianische Stürmer Borussia Mönchengladbach mit zwei Toren zu einem 4:2-Auswärtssieg im Olympiastadion. Nun, da am Sonntag mit Kevin-Prince Boateng aus Frankfurt ein anderer früherer Mitspieler zu Besuch kommt, mahnte der Hertha-Coach mit diesen frischen Erfahrungen im Hinterkopf zur besonderen Wachsamkeit, nicht ohne zu vergessen: „Kevin ist ein guter, erfahrener Fußballer, aber spielt ja nicht alleine.“

Zumal Dardai außerdem weiß: „Es ist auch ein guter Trainer da.“ Mit Niko Kovac verbindet er bekanntlich ebenfalls Erinnerungen aus gemeinsamen Profi-Zeiten, als beide um einen Platz im Berliner Mittelfeld buhlten – und Boateng auch schon eine Rolle spielte. „Kevin war aber eher Achter oder Zehner, nicht Sechser. Dort war Niko mein Konkurrent“, sagte Dardai gestern bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Frankfurter Eintracht zu einstigen Positionskämpfen.

Inzwischen sind beide vom Rasen an die Seitenlinie gewechselt, und natürlich Dardai hat aus gegebenem Anlass genau hingeschaut, was Kollege Kovac bei der Eintracht anstellt. „Wir wissen, wie Frankfurt spielt. Sie sind sehr, sehr gut organisiert, stehen sehr gut, warten auf die Fehler, wollen kontern. Sie sind mit die beste Auswärtsmannschaft“, sagte er und kündigte ungewohnt kühn an: „Wenn sie uns auskontern, sind wir selbst schuld, aber wir wollen unbedingt gewinnen und von Anfang nach vorne spielen, wir gehen ins Risiko.“

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Seine schwierigste Personalfrage hat Dardai im Abwehrzentrum zu lösen. Sebastian Langkamp hat sich zuletzt beim 2:0 in Köln an der Hüfte verletzt, sein Einsatz ist fraglich. „Wenn er das Training am Samstag überlebt, kann er spielen“, sagte der Trainer launig. Normalerweise wäre Niklas Stark andernfalls der Ersatzmann. Dieser wiederum ist nach drei Wochen Zwangspause wegen einer lädierten Wade gerade erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Niklas fühlt sich nicht so ganz hundertprozentig“, berichtete Dardai. „Es gibt mehrere Optionen, da warten wir das Training am Samstag ab“, erklärte er und stellte nur klar: „Es ist nicht die Zeit für Experimente.“

Zumal er ja nicht wieder kalt von einem Bekannten erwischt werden will. „Er war ein junger talentierter Bursche und hat viel aus seinem Talent herausgeholt, Glückwunsch dafür“, meinte der ungarische Trainer über Boateng. „Jetzt ist er mit viel Spaß und Elan in Frankfurt bei der Sache.“ Überrascht ist er nicht, dass Boateng bei der Eintracht bislang eine so gute Rolle spielt. „Er hat nur die Schwachstelle Knie, von Anfang an. Wenn etwas ist, ist es meistens etwas länger. Muss man als Verein ein bisschen Risiko gehen: Schafft er es oder nicht?“, meinte Pal Dardai. „Bis jetzt ist er gesund, spielt und macht er einen guten Eindruck. Alles wunderbar.“ Bleibt nur abzuwarten, ob er das auch nach Boatengs Berlin-Besuch so sagen würde.

(mka)

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