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Eintracht Frankfurt: Hradecky: Viele Gerüchte, wenige Fakten zu einem möglichen Wechsel

Von Die Fans waren wieder in heller Aufregung, die Verantwortlichen nur noch genervt: Am Dienstagvormittag hatten wieder einmal portugiesische Medien berichtet, Lukas Hradecky habe sich mit Benfica Lissabon geeinigt und würde von der Frankfurter Eintracht zum portugiesischen Meister wechseln.
Foto: Marc Schüler
Frankfurt. 

Es war die vierte oder fünfte Meldung dieser Art in den letzten Wochen und Monaten: Lukas Hradecky verlässt die Eintracht. In Deutschland wurde sie wie so oft ungeprüft von vielen Online-Medien abgeschrieben und so war schnell davon die Rede, dass der finnische Torwart tatsächlich schon so gut wie weg sei. Doch dem ist nicht so. Hradecky hat am Dienstagnachmittag ganz normal mit der Frankfurter Mannschaft trainiert, hat mit den Fans, die sich beim Training um sein Tor geschart hatten, gescherzt und so gearbeitet, als sei nichts geschehen und würde auch nichts geschehen. Im Laufe des Tages verdichteten sich dann die Gerüchte, dass Hradecky zumindest noch ein weiteres Jahr bis zum Ende seines aktuell bis 2018 laufenden Vertrages bei der Eintracht bleiben wird. Dies haben alle Beteiligten zuletzt auch immer wieder kommuniziert.

Die klare Aussage aber ist vor allem der Spieler bislang schuldig geblieben. Solange dies nicht geschehen ist, bleibt der Umgang mit dieser wichtigen Personalie für alle Beteiligten schwierig. Sportvorstand Fredi Bobic hatte noch gestern Vormittag eine kurze Stellungnahme abgegeben. „Was in den portugiesischen Medien steht, nehmen wir unaufgeregt zur Kenntnis“, sagte er, „an Spekulationen beteiligen wir uns nicht“. Kein Dementi, aber auch keine Bestätigung. Eher Ausdruck einer gewissen Verunsicherung. Hradecky selbst schweigt, lächelt und trainiert.

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Ein Bekenntnis zur Eintracht, wie es Vorstand Axel Hellmann am Wochenende eingefordert hatte, fehlt weiter. Von Trainer Niko Kovac ist bekannt, dass er Hradecky auf jeden Fall behalten will und fest davon ausgeht, dass es so kommen wird. Und auch der finnische Nationalspieler hat intern verlauten lassen, dass er gerne bleiben würde. Freilich kommen beide Parteien, Verein und Spieler, finanziell bei einem Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung einfach nicht weiter. Die Eintracht soll noch einmal aufgestockt haben und mehr als 2,5 Millionen Euro Jahressalär bieten.

Hradecky wird von seinem Vater Vladimir in den Gesprächen vertreten. Hradecky senior war inzwischen auch in Lissabon – dies ist in der portugiesischen Berichterstattung immerhin ein Detail nahe an der Wahrheit – und hat sich die Vorstellungen von Benfica angehört. Doch das Angebot des Champions-League-Teilnehmers soll ernüchternd niedrig ausgefallen sein. Sowohl für den Spieler – angeblich nur 800 000 Euro Gehalt pro Jahr, wie die Zeitung „O Jogo“ berichtete – als auch für den Klub. Angeblich werden nur fünf Millionen Euro Ablöse geboten. Zu diesen Konditionen wird Hradecky sicher nicht gehen und dafür wird die Eintracht ihn auch sicher nicht gehen lassen. Doch was passiert, wenn Benfica die Angebote erhöht? Die Portugiesen brauchen einen neuen Torhüter. Die Stammkraft der letzten Jahre, der Brasilianer Ederson, wurde für 40 (!) Millionen Euro an Manchester City verkauft. Es ist also genügend Geld da, der Poker könnte weitergehen. Es sei denn, es stimmt, dass es den Finnen nicht wirklich nach Portugal zieht. Aber auch das ist nur ein Gerücht.

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Erndtebrück, am Samstag Gegner der Frankfurter Eintracht im DFB-Pokal, ist im östlichen Westfalen ein echter Fußball-Hotspot. Gerade ist der ortsansässige Turn- und Sportverein zum zweiten Mal binnen drei Jahren in die Regionalliga West aufgestiegen – damals wie heute unter Trainer Florian Schnorrenberg (40), mit dem sich unser Mitarbeiter Roland Stipp unterhielt.

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Das Thema bewegt die Menschen rund um die Eintracht. Hradecky hat sich mit tadellosen Leistungen in den vergangenen beiden Jahren, als er der Eintracht zunächst im Abstiegskampf entscheidend half und sie dann mit seinen Paraden ins Pokalfinale brachte, viel Kredit erarbeitet. Die Fans würden ihn gerne weiter im Tor sehen, auch wenn in den sozialen Netzwerken auch eine gewisse Entfremdung durch den anscheinend endlosen Verhandlungspoker zu bemerken ist. Im „Forum“ der vereinseigenen Homepage haben die Einträge die rekordverdächtige Zahl von 3000 überschritten.

Dass am Dienstag mit Niklas Bolten ein neuer Torhüter auf dem Platz stand, war übrigens ganz unabhängig von Hradeckys Zukunft. Der 23-Jährige, zuletzt in der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart, wird in dieser Woche aushelfen, weil Leon Bätge und Marius Herzig verletzt sind.

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