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Eintracht Frankfurt: Im Spiel gegen Schalke zählen nur 100 Prozent

Von Eintracht-Trainer Niko Kovac kann vor dem Liga-Finale aus dem vollen schöpfen. Ein Punkt bei den Königsblauen könnte schon reichen.
Auf geht’s: Marius Wolf, Torschütze gegen den HSV (links), und Kevin-Prince Boateng wollen heute den Europa-League-Einzug mit der Frankfurter Eintracht perfekt machen. Foto: Thomas Frey (dpa) Auf geht’s: Marius Wolf, Torschütze gegen den HSV (links), und Kevin-Prince Boateng wollen heute den Europa-League-Einzug mit der Frankfurter Eintracht perfekt machen.
Frankfurt. 

Die meisten Fußballer genehmigen sich gerne mal ein Gläschen oder auch zwei, wenn sie einen Titel gewonnen oder sonst etwas besonderes erreicht haben. Bei der Frankfurter Eintracht haben sie deshalb einen inoffiziellen Party-Leitfaden erlassen. Denn es gilt nicht nur am heutigen Samstagnachmittag auf Schalke (15.30 Uhr), die Qualifikation für die Europa League perfekt zu machen. Eine Woche darauf steht in Berlin auch noch das Pokalfinale gegen Bayern München an. „Ich denke, dass die Jungs vernünftig genug sind und würde mir wünschen, dass es bei Wasser und isotonischen Getränken bleibt“, meinte Niko Kovac gestern.

Der Trainer grinste dabei über das ganze Gesicht. Das konnte man in zwei Richtungen interpretieren: Erstens: Kovac ist guten Mutes, dass es mit Europa schon heute klappt. Dazu könnte der Eintracht als aktuellem Siebten beim als Champions-League-Teilnehmer fest stehenden Vizemeister Schalke schon ein Punkt reichen – wenn Mönchengladbach und Stuttgart auf den folgenden Tabellenplätzen ihre Auswärtsspiele nicht gewinnen. Und zweitens: Irgendetwas nicht-isotonisches wird in diesem Fall wohl fließen.

Auch ein Sieg über Bayern München im Pokalfinale würde den Weg in die Europa League bahnen. Aber da dieser Plan nicht besonders realistisch ist, setzen sie bei der Eintracht erst einmal voll auf den Endspurt in der Bundesliga. Und Kovac setzt voll auf den Ehrgeiz seiner Spieler. „Als wir uns vor der Saison über Ziele unterhalten haben, war Europa nicht unser erster Plan“, erinnert Kovac an die bescheidenen Anfänge im Sommer 2017, als noch der Klassenerhalt das Maß aller Dinge war: „Das hat sich im Lauf der Saison entwickelt, aber jetzt ist es möglich. Und die Jungs wollen es.“ Mit einem Sieg bei den Königsblauen wäre die Eintracht aus eigener Kraft auf der sicheren Seite. Dieses Kunststück ist der Eintracht ja erst kürzlich im Pokal-Halbfinale gelungen. Sollte Leipzig parallel dazu nicht bei Hertha BSC gewinnen, würden sich die Frankfurter als Sechster sogar direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren. „Wir wollen gewinnen“, lautet daher die Parole des Trainers.

Angesichts des heutigen Gegners ist es eine mutige, das gibt auch Kovac zu. „Für Schalke ist es das letzte Heimspiel. Die wollen ihre tolle Saison krönen und wollen sich so verabschieden, wie sich das gehört“, sagt der Frankfurter Coach. Zumal die Pleite im Pokal-Halbfinale auch noch in den Hinterköpfen hängen würde. Der perfekte Antrieb für eine Revanche. Kovac hat deshalb in dieser Woche noch einmal das Tempo im Training gehörig angezogen. „Keiner darf 50 Prozent gehen, alle müssen 100 Prozent gehen“, sagt der Trainer. Er hat zuletzt verschärftes Augenmerk auf die Zweikampfhärte gelegt: „Das hat sich schon gegen den HSV ausgezahlt. In München hatten wir körperlosen Fußball gespielt. Das geht nicht.“

Bis auf Danny Blum, dessen Gesundheit (erhöhte Entzündungswerte) in dieser Saison kein richtiges Training und kein Spiel mehr zulassen, und den gesperrten Makoto Hasebe hat Kovac seinen kompletten Kader – 25 Feldspieler und drei Torhüter – zur Verfügung. Mit Ante Rebic und Jonathan de Guzman drängen zwei Stammkräfte ins Team zurück. So bleibt für Alexander Meier diesmal wohl nur ein Platz auf der Tribüne. „Dieses Drehbuch war fantastisch“, würdigte der Trainer gestern noch einmal Meiers Auftritt gegen den HSV. Weitere müssen erst noch geschrieben werden.

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