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Eintracht Frankfurt: Im Trainingslager will Adi Hütter an der neuen Team-Struktur feilen

Wer passt in der Abwehr am besten zu wem? Wer wird Stürmer Nummer eins? Diese und andere Fragen sollen beim Eintracht-Trainingslager in Südtirol beantwortet werden.
Mann im Hintergrund mit vordergründigen Aufgabestellungen: Eintracht-Trainer Adi Hütter. Foto: Marc Schüler (imago sportfotodienst) Mann im Hintergrund mit vordergründigen Aufgabestellungen: Eintracht-Trainer Adi Hütter.
Frankfurt. 

Der schmale Bärentalbach, die hohen Berge und ein Vier-Sterne-Wellnesshotel – das erwartet die Profis von Eintracht Frankfurt ab Sonntag für eine Woche im Trainingslager in Gais. Zum dritten Mal reist der Fußball-Bundesligist aus der Mainmetropole in das 3200 Einwohner kleine Dorf, das in Südtirol liegt, nicht weit weg von Bruneck.

Mit dem Flugzeug geht es für die Mannschaft am Sonntag los, nach der Landung werden die letzten Kilometer im bereits mit dem Schwergepäck nach Italien vorausgefahrenen Mannschaftsbus zurückgelegt.

Mitglied des Frankfurter Reisetrosses wird dann auch wenig überraschend Francisco „Chico“ Geraldes sein, dessen einjährige Leihe die Hessen am Freitagmorgen bekanntgaben, nachdem der Spieler selbst schon tags zuvor Bilder von sich und seinem neuen Adlerdress mit der Nummer 18 auf dem Rücken in den sozialen Netzwerken veröffentlicht hatte. „Francisco hat eine hohe Spielintelligenz, ist beidfüßig stark und verfügt über eine gute Technik sowie hohes Tempo“, sagte der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic, dem es wegen zu hoher Forderungen von Sporting Lissabon weder gelungen ist, Geraldes fest zu verpflichten, noch sich eine Kaufoption für den Spielmacher zu sichern.

Sollte der 23-Jährige, der in der vergangenen Saison von Sporting an Rio Ave, den Tabellenfünften der portugiesischen Liga, ausgeliehen war und in 30 Begegnungen zum Einsatz kam, also einschlagen, müsste die Eintracht im kommenden Sommer neu verhandeln – sicher keine Optimallösung.

„Sehr froh“

Geraldes selbst ist froh, in der Bundesliga eine Chance zu bekommen. „Eintracht Frankfurt ist ein großer Club. Jedes Spiel vor 50 000 Zuschauern zu spielen – das ist genau das, was ich will. Ich bin sehr froh hier zu sein“, sagte der in Lissabon geborene und später in der Sporting-Jugend fußballerisch ausgebildete Geraldes, nachdem er sich am Freitagmorgen einen ersten Eindruck von der Arena im Stadtwald gemacht hatte. Dort läuft Geraldes künftig an der Seite von Landsmann Goncalo Paciencia – Neuzugang vom FC Porto – auf. Beide kennen sich bereits aus gemeinsamen Zeiten in portugiesischen U-Nationalmannschaften. Mit Geraldes und den in der vergangenen Trainingswoche zurückgekehrten WM-Fahrern – es fehlt einzig noch Ante Rebic, der im wohlverdienten Urlaub weilt und weiter bei Manchester United hoch im Kurs stehen soll – wird es für Eintracht-Trainer Adi Hütter nun darum gehen, seiner Mannschaft eine Struktur zu geben. Wer passt in der Abwehr am besten zu wem? Wer ersetzt Kevin-Prince Boateng als Anführer im Mittelfeld? Wer wird Stürmer Nummer eins?

Während am Ankunftstag in Gais nur noch eine lockere Einheit zum Akklimatisieren auf dem fünf Gehminuten vom Hotel entfernten Rasenplatz geplant ist, will der Trainer von Montag an ans Eingemachte gehen.

Knackige Einheiten

Die Einheiten sollen kurz und knackig werden. Der Hütter’sche Plan sieht vor, seine Spieler vor allem taktisch zu schulen. „Es wird mehr um die Feinheiten und Systematik gehen. Welche Grundordnung wollen wir künftig spielen? Wie soll die Spielanlage grundsätzlich aussehen? Wir müssen noch viele Sachen verbessern“, sagte Hütter.

Nun ist es nicht so, dass der Frankfurter Trainer in den vergangenen knapp vier Wochen nicht an seinen taktischen Vorstellungen gearbeitet hätte. Ganz im Gegenteil. In quasi jeder Übung redete der Österreicher intensiv auf seine Schützlinge ein, forderte sie dabei immer wieder auf, das von ihm favorisierte hohe Anlaufen des Gegners, das Gegenpressing nach Ballverlusten umzusetzen. Mal lautstark schreiend quer über den Platz, dann wieder erklärend in Gesprächen. „Die Abläufe beim Pressing und Gegenpressing sind für die Jungs ziemlich neu, das braucht noch ein bisschen Zeit. Im Trainingslager möchte ich das verfeinern“, sagte Hütter.

Zwei Testspiele

Dazu stehen neben Doppelschichten auf dem Trainingsplatz auch zwei Testspiele auf dem Plan. Am Mittwoch (18 Uhr) überprüfen die Hessen im 30 Autominuten entfernten Reischach gegen Serie-A-Aufsteiger FC Empoli ihre Form, am Samstag (16 Uhr) geht es in Gais gegen den letztjährigen Tabellen-17. der ersten italienischen Liga, Spal Ferrara.

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