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Eintracht Frankfurt: Interview mit Adler-Fan in den USA: Manchmal gibt’s die Eintracht zum Frühstück

Richard Koehler lebt seit 38 Jahren in Austin/Texas. Seinem Verein, der Frankfurter Eintracht, drückt er sonst aus 8513 Kilometern Entfernung die Daumen. Mit seiner Frau Kim hat der 54-Jährige das Testspiel der Eintracht in Seattle besucht. FNP-Reporterin Nadine Peter hat ihn getroffen und erfahren, wie es sich als Eintracht-Fan in den USA so lebt.
Freuen sich, dass „ihre“ Eintracht in den USA Station macht: Richard und Kim Koehler. Freuen sich, dass „ihre“ Eintracht in den USA Station macht: Richard und Kim Koehler.

Herr Koehler, wie kommt’s, dass Sie Eintracht-Fan sind?

RICHARD KOEHLER: Meine Familie kommt aus Frankfurt. Meine Eltern und Großeltern sind dort geboren. Ich selbst bin in Heidelberg geboren, kann mich aber an meine frühe Kindheit erinnern, die ich teilweise bei meiner Oma in Höchst verbracht habe. Meine andere Großmutter lebte in Schwanheim. Auch daran habe ich Erinnerungen. Daher gab es für mich eigentlich keine andere Wahl als Eintracht-Fan zu werden. Meine Frau Kim kommt aus Wisconsin und unterstützt die SGE auch, um mich glücklich zu machen. Ich sympathisiere auf der anderen Seite mit ihrem Lieblings-Footballteam – den Green Bay Packers.

Sind Sie schon einmal in Frankfurt bei einem Spiel gewesen?

KOEHLER: Ja, wir waren beim Heimspiel am 22. April gegen Augsburg, als zwei Tore von Marco Fabian zum 3:1-Sieg beigetragen haben. Mein Cousin lebt in Frankfurt und ist auch Eintracht-Fan. Mit ihm waren wir bei dem Spiel.

Wo schauen Sie sich sonst die Spiele der Eintracht an?

KOEHLER: Die meisten Partien verfolge ich über einen Stream von Fox Soccer. Das ist nicht ganz so teuer und ermöglicht mir, alle Bundesligaspiele live oder on-demand zu sehen. Bei manchen Spielen trifft sich unsere kleiner Eintracht-Fanclub ,EFC Austin Adler‘ in Austin in einer Sportsbar, die extra für Fans der Premier League und Bundesliga sehr früh aufmacht (Wenn ein Spiel in Deutschland um 15.30 Uhr beginnt, ist es in Austin 6.30 Uhr; Anm. d. Red.). Von Zeit zu Zeit veranstalten wir Brunches, um die Spiele gemeinsam zu schauen. Das geht aber nur bei Spielen, die in Deutschland in den Abendstunden angepfiffen werden.

Machen Ihnen das frühe Aufstehen durch die Zeitverschiebung nichts aus, wenn Sie die Eintracht im TV sehen wollen?

KOEHLER: Ich mag die frühen ,Frühstücks-Spiele‘ eigentlich gern. Denn da kann ich in Ruhe das Spiel schauen und habe dann noch den Rest des Tages vor mir, um andere Dinge zu erledigen. Und: Dadurch habe ich eine Reihe an alkoholfreien Bieren entdeckt, die geschmacklich sehr nah an normales Bier rankommen (lacht).

Wie sehr haben Sie sich gefreut, als Sie erfahren haben, dass die SGE ihr Trainingscamp in den USA macht?

KOEHLER: Ich habe mich riesig gefreut und direkt damit begonnen, Pläne zu machen, um bei einem der Spiele dabei sein zu können. Ich war gespannt darauf, das neue Team spielen zu sehen.

Sie Sind am Samstag beim Spiel in Seattle gewesen. Wie war Ihr Eindruck von der Mannschaft?

KOEHLER: Das Spiel war sehr unterhaltsam. Vor allem, weil wir umgeben waren von Fans der Sounders, die mir viele Fragen zur Eintracht gestellt haben. Ich war glücklich, dass ich mich mit ihnen über die Eintracht austauschen konnte. Vom Sportlichen her glaube ich, dass die Mannschaft noch Spielpraxis braucht, damit sich die neuen Spieler noch besser einfinden.

Was erhoffen Sie sich von der neuen Saison?

KOEHLER: Es ist in der Mode zu sagen, dass man sich eine ruhige Saison wünscht, ohne Abstiegssorgen. Aber ich will die Eintracht noch einmal in Europa spielen sehen. Und ein Pokalsieg wäre natürlich auch schön (lacht).

Wann haben Sie vor, das nächste Mal für ein Eintracht-Spiel nach Frankfurt zu reisen?

KOEHLER: Im kommenden Frühjahr fahren wir nach Spanien und Portugal und hoffen, dass wir es am Ende dieses Trips nach Frankfurt schaffen. Seit kurzem fliegt Condor von Austin direkt nach Frankfurt. Das macht es für die Zukunft nochmal um einiges einfacher.

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