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Eintracht Frankfurt: Jahresendspurt für die Adler

Von Wintereinkäufe wird es vermutlich nicht geben, sagt Sportdirektor Hübner. Trainer Kovac schließt einen Neuzugang hingegen nicht aus. Noch vier Spiele stehen 2016 für die Eintracht an – und die Personaldecke wird dünner.
Kontraste: Während Ante Rebic (links) gestern in der Kälte dick vermummt trainierte, trat Kollege Szabolcs Huszti in kurzer Hose an. Foto: Jan Huebner Kontraste: Während Ante Rebic (links) gestern in der Kälte dick vermummt trainierte, trat Kollege Szabolcs Huszti in kurzer Hose an.
Frankfurt. 

Den Sieg gegen Dortmund genießen, viel schlafen, regenerieren. Dieses Rezept hat Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac seinen Spielern nach dem Coup gegen den BVB ausgestellt. Nach zwei freien Tagen begann gestern Nachmittag die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim FC Augsburg am Sonntag. Jene Spieler, die zuletzt mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, absolvierten nachträglich einen Laktattest, die anderen wurden bei klirrender Kälte mit Sprint- und Krafttraining gefordert.

Kovac weiß, er muss mit den Kräften der Spieler haushalten, weil der Kader in den letzten Wochen arg zusammengeschrumpft ist. Trotz aller Trainingsprophylaxe, die in jedem Fall Muskelverletzungen verhindern konnte, hat sich der Verletzungs- und Krankheits-Teufel eingeschlichen. Zuletzt beim Heimspiel gegen den BVB hatten auf der Bank mit Enis Bunjaki und den beiden A-Jugendspielern Furkan Zorba und Aymen Barkok die personifizierte Unerfahrenheit gesessen.

Und die personelle Situation wird sich in dieser Woche nicht verbessern. Zwar kehrt Omar Mascarell nach abgesessener Gelbsperre zurück. Doch nun hat es den Kollegen Marco Fabián erwischt. Trainer Kovac wird also wieder umstellen müssen. Was ihm diesmal freilich etwas leichter fallen könnte, denn für den offensiven Fabián bieten sich mit Ante Rebic, Haris Seferovic und Branimir Hrgota noch drei Stürmer-Alternativen im Kader an.

Rückkehrer aus dem Krankenstand gibt es dagegen keine. Danny Blum und Taleb Tawatha werden in diesem Jahr nicht mehr spielen können. Shani Tarashaj kehrt nach seiner Mandeloperation frühestens in der nächsten Woche auf den Trainingsplatz zurück. Für die letzten vier Spiele des Jahres plant Kovac den Schweizer Nationalspieler aber nicht mehr ein. Zu sehr sei der Körper durch die Operation geschwächt.

„Wer gesund ist, steht im Aufgebot“, sagt Kovac vor dem Augsburg-Spiel. Dennoch sieht er weiter einen internen Konkurrenzkampf. Jeder müsse darum kämpfen, in die Anfangself zu kommen. „Denn die, die zuletzt draußen gesessen haben, sind nicht schlechter als die, die gespielt haben“, stellt der Frankfurter Trainer fest. Verbaler Mutmacher also für Ante Rebic oder Branimir Hrgota, die gegen Dortmund auf der Bank nicht erste Wahl waren. Der Kader der Eintracht ist in Anbetracht des Verletzungspechs also nicht mehr wirklich üppig besetzt.

Und doch denkt der Klub im Winter eher über „Verschlankungen“ nach, wie Sportdirektor Bruno Hübner dem Hessen-Fernsehen sagte. „Nicht, weil wir den einen oder anderen Spieler nicht mehr wollen, sondern um ihnen Spielpraxis zu geben“, so Hübner. Vor allem Nachwuchskräfte wie U 20-Nationalspieler Enis Bunjaki oder auch Joel Gerezgiher haben aktuell keinerlei Perspektive im Kader. Beide wären sicher Kandidaten für ein Ausleihgeschäft in die 2. oder 3. Liga. „Wir müssen einen Verein finden, der diese Spieler fordert und fördert“, sagt Kovac.

Bei Bunjaki würde dies freilich zunächst eine Vertragsverlängerung voraussetzen. Denn seine Vereinbarung mit der Eintracht läuft im nächsten Sommer aus, ein Leihgeschäft ist aber laut Statuten nur bei noch mindestens eineinhalb Jahren laufenden Verträgen möglich. Gerezgiher dagegen ist noch bis 2018 an die Eintracht gebunden, da wäre eine Ausleihe auf Anhieb umzusetzen. Ob der Spieler sich damit anfreunden kann, ist offen, hat er doch in der vergangenen Saison mit seinem kurzfristigen Wechsel zum FSV eher schlechte Erfahrungen gemacht.

Andere Profis, die sportlich kaum eine Rolle spielen, wie Slobodan Medojevic oder Johannes Flum, werden wohl sicher bei der Eintracht bleiben. Beide haben zwar schwere Verletzungen überwunden, plagen sich aber mit sogenannten „Folgeverletzungen“ und absolvieren seit Wochen wieder Reha-Maßnahmen. Der Trainer hofft, dass die beiden Mittelfeldspieler ebenso wie Guillermo Varela, Taleb Tawatha, Danny Blum, Marco Russ und Marc Stendera Anfang des neuen Jahres beim Winter-Trainingslager wieder einsteigen können.

Neue Spieler zu holen, ist nicht unbedingt das Ziel der Eintracht für die winterliche Transferperiode. „Wir vertrauen dem Kader komplett“, sagt Manager Hübner. Der Trainer freilich schließt nicht aus, dass das Aufgebot auch noch ergänzt werden könnte. „Vielleicht kommt ja noch jemand dazu“, sagte Kovac gestern, Sportvorstand Bobic und Sportdirektor Hübner würden die Augen offen halten.

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