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Eintracht Frankfurt: Kaan Ayhan wirbt um Vertrauen

Von Seine ersten Tage bei der Frankfurter Eintracht hat Kaan Ayhan im Trainingslager in Abu Dahbi verbracht. Im Interview spricht der 21-jährige über den ersten Vereinswechsel seines Lebens und die damit verbundenen Hoffnungen. Und wir haben frische Bilder!
Kaan Ayhan im Traininglager in Abu Dhabi. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Kaan Ayhan im Traininglager in Abu Dhabi.
Frankfurt.  Eine gute Woche sind Sie jetzt bei Eintracht Frankfurt. Wie gefällt es Ihnen?

KAAN AYHAN: Die Verhältnisse hier im Trainingslager sind optimal, der Platz ist auch gut, obwohl ihn die Sonne natürlich etwas austrocknet. Aber es ist viel besser, als sich in Deutschland bei zwei, drei Grad und Regen vorzubereiten.

Als Sie in Frankfurt am Flughafen vor dem Abflug nach Abu Dhabi Ihre Schalker Ex-Kameraden getroffen haben, was haben Sie da gedacht?

AYHAN: Natürlich hatte ich nicht mit einem so schnellen Wiedersehen gerechnet. Aber es hat mich auch nicht gestört. Ich bin nun mal den Schritt gegangen und zumindest sechs Monate lang Spieler von Eintracht Frankfurt.

Sie hatten in der Saison 2014/15 mehr Spielanteile als in der vergangenen Vorrunde. Wie kam das?

AYHAN: Wenn es personell eng wurde, hatte der Trainer dann Ro-man Neustädter als Innenverteidiger gesehen. Und da dieser seine Sache gut gemacht hat, bin ich irgendwie auf der Strecke geblieben. Die Einsätze in der Europa League haben mir nicht gereicht, das ist zu wenig für einen Fußballer. Da saß ich dann zu Hause auf dem Sofa und habe gerätselt, was ich machen soll. Das war nicht einfach, man bietet sich im Training an, und am Wochenende reicht es nicht. Parallel dazu kamen diverse Anfragen.

Und dann haben Sie sich für die Eintracht entschieden. Warum?

AYHAN: Bei den Gesprächen zuerst mit Bruno Hübner und dann mit Armin Veh hatte ich das Gefühl, dass sie von mir überzeugt sind, dass sie meine Qualitäten schätzen. Dieses Vertrauen brauche ich.

Welche Qualitäten haben Sie denn?

AYHAN (lacht): Ich bin ein Defensivspieler, der nicht nur defensiv orientiert ist. Ich kann auch mit dem Ball umgehen und das Spiel eröffnen. Ich bin kein klassischer Abräumer, will mich am Spiel beteiligen.

Eintracht-Trainer Armin Veh hat gesagt, Sie können als Innenverteidiger oder als Sechser eingesetzt werden. Was wäre Ihnen lieber?

AYHAN: Das ist für mich kein großer Unterschied. Die Sechser-Position ist vielleicht etwas geeigneter für mein Spiel, denn ich glaube, ich kann auch den vorletzten oder letzten Pass spielen. Als Innenverteidiger ist die Entfernung zum gegnerischen Tor schon weit.

Sie haben zunächst in den deutschen U-Mannschaften gespielt, haben sich aber jetzt für die türkische Nationalmannschaft entschieden. War das eine leichte Entscheidung?

AYHAN: Nein, als ich von der A-Jugend zu den Profis gekommen bin, da hatte ich von beiden Verbänden Einladungen bekommen. Ich musste mich entscheiden. Beide ließen mir Zeit zum Nachdenken, und so konnte ich auch die Einschätzung meiner Familie einholen.

Und die hat am Ende den Ausschlag gegeben?

AYHAN: Eine perfekte Beschreibung kann ich nicht liefern. Aber natürlich ist es ein Zeichen, dass ich mich für die Türkei entschieden habe. Ein Teil meiner Familie lebt noch im tief östlichen Teil der Türkei, ich bin in Gelsenkirchen geboren, meine Freunde waren immer Türken und Deutsche. Hier bin ich aufgewachsen, hier habe ich mich eingelebt. Ja, das war nicht einfach. Ähnlich wie jetzt, meinen Stammverein Schalke 04 zu verlassen.

Und was erhoffen Sie sich in Frankfurt?

AYHAN: Am Wichtigsten ist natürlich, dass die Mannschaft ihre Ziele erreicht. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, dass ich häufiger zum Einsatz komme als zuletzt in Gelsenkirchen. Würde sich daran nichts ändern, dann wäre ich schon enttäuscht. Ist doch klar, dass man als Fußballer bei jedem Spiel dabei sein will. Und ich will meine Leistung weiter steigern.

Beim Freitag-Training durften Sie erstmals im A-Team spielen. Ist das ein gutes Zeichen für Sie?

AYHAN: Ich bin erst rund eine Woche hier, da will ich mich eingewöhnen ohne zu viel Druck. Das sieht der Trainer genauso. Und deshalb ist es erst einmal egal, ob ich im A- oder im B-Team spiele. Aber natürlich war es ein schönes Zeichen.

Mit wem teilen Sie in Abu Dhabi das Zimmer?

AYHAN: Mit Luca Waldschmidt. Er ist ein feiner Kerl, im Zimmer auch nicht ganz so ruhig wie in der Öffentlichkeit. Luca hat mir natürlich einiges über die Eintracht erzählt. Aber auch alle anderen machen uns das Leben hier leicht. Das ist für uns Neue sehr, sehr gut.

Blicken wir zum Abschluss mal in die Zukunft. Genauer auf den 28. Februar, wenn die Eintracht Schalke empfängt. Armin Veh stellt Sie auf. Wie wäre das?

AYHAN: Das wäre natürlich ein super Erlebnis. Und wenn es die Schalke-Fans auch nicht gerne hören werden: Da würde ich versuchen, 200 Prozent zu geben.

Gäbe es einen persönlichen Traum für diesen Tag?

AYHAN (lacht wieder): Kaan Ayhan erzielt das Siegtor. Mit einem Freistoß.

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v.li.: Alexander Meier, Marco Russ, David Kinsombi, Alexander Schur, Heinz Lindner, Marc Stendera, Constant Djakpa, Kaan Ayhan.
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