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Eintracht Frankfurt: Keine Hilfe unter Nachbarn: Frankfurt will Mainz ärgern

Gegner Mainz 05 braucht im Abstiegskampf jeden einzelnen Punkt. Die Eintracht will dem Nachbarn am Samstag aber trotz Personalnot und aller Konzentration auf das Pokalfinale nichts schenken.
Eintracht-Trainer Kovac gibt beim Training am 9. Mai 2017 Instruktionen. Foto: Jan Huebner (imago sportfotodienst) Eintracht-Trainer Kovac gibt beim Training am 9. Mai 2017 Instruktionen.
Frankfurt.  Einen dankbareren Gegner als Eintracht Frankfurt kann man in der Fußball-Bundesliga zurzeit kaum finden. Der Tabellen-Elfte ist mit nur zwei Siegen die schlechteste Mannschaft der Rückrunde, hat vor allem das DFB-Pokal-Endspiel in zwei Wochen im Kopf und weiß vor lauter Verletzungspech kaum noch, wen er aufstellen soll. Wen also soll und kann diese Eintracht überhaupt noch schlagen?

Vielleicht den Nachbarn und Rivalen vom FSV Mainz 05. Der ist aktuell die zweitschlechteste Mannschaft der Bundesliga-Rückrunde und steht als Tabellen-15. im Abstiegskampf massiv unter Druck. Das Rhein-Main-Derby an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Mainz ist deshalb wie so häufig in den vergangenen Jahren voller sportlicher Brisanz. In der vergangenen Saison blieb die Eintracht nur deshalb in der Liga, weil sie dieses Derby am viertletzten Spieltag mit 2:1 gewann. Diesmal sind es die 05er, die jeden Punkt benötigen.

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«Wir wollen es Mainz so schwer wie möglich machen», sagte Frankfurts Trainer Niko Kovac am Freitag. «Ich bin überzeugt davon, dass wir morgen nicht noch einmal so auftreten wie gegen Wolfsburg. Wir werden ein anderes Gesicht zeigen. Wir wollen noch Punkte holen. Und wir wollen eine gute Atmosphäre für das Pokalfinale schaffen.»

Zumindest solange die Bundesliga-Saison noch läuft, wirkt dieses Endspiel gegen Borussia Dortmund auf die Eintracht wie ein Hemmschuh. Kovac räumte am Freitag ganz offen ein, dass der eine oder andere Spieler im Training oder Spiel schonmal zurückziehen würde, um sich vor dem großen Finale nicht auch noch zu verletzten.

Der Frankfurter Trainer war selbst lange genug Profi, um dafür durchaus Verständnis zu haben. Am Freitag drehte er den Spieß trotzdem um und setzte das Pokal-Endspiel als Druckmittel ein. «Wir können im Moment nicht mehr tun, als den Konkurrenzkampf am Leben zu halten. Es liegt an jedem Spieler selbst, ob er sich für dieses Spiel empfiehlt oder nicht», sagte er. Im Klartext heißt das: Wer gegen Mainz oder Leipzig schludert, soll gegen Dortmund nicht dabei sein. «Wenn den Jungs nicht bewusst ist, dass am 27. Mai noch ein großer Tag vor der Tür steht, dann kann ich ihnen auch nicht mehr helfen.»

Kovac' Problem ist allerdings: So etwas wie ein ernstzunehmender Konkurrenzkampf ist bei der Eintracht schon längst außer Kraft gesetzt. Auch am Samstag in Mainz muss er wieder auf neun verletzte Spieler verzichten. Abwehrchef David Abraham wird nach abgelaufener Gelbsperre zwar wieder dabei sein. Dafür seien «zwei Verletzte hinzugekommen: Marc Stendera und Shani Tarashaj. Beide werden wegen Knieproblemen fehlen», gab Kovac bekannt.

In der Folge wird der Trainer wieder einmal ein defensives Mittelfeld ohne defensive Mittelfeldspieler aufstellen müssen. Timothy Chandler und Mijat Gacinovic sind die aussichtsreichsten Anwärter für diese Position. Keiner von beiden ist dort zu Hause.

Immerhin scheint sich die Personalsituation zumindest mit Blick auf das Pokalfinale ein wenig zu entspannen. Laut Kovac könnten Stendera, Alexander Meier, Andersson Ordóñez, Jesus Vallejo und sogar der Langzeitausfall Slobodan Medojevic bis dahin wieder fit werden. «Vallejo kommt am Sonntag aus Spanien zurück», verriet der Coach. «Dann werden wir sehen, ob die Sehne schon wieder so verheilt ist, dass er ein komplettes Mannschaftstraining absolvieren kann.» Auch Meier mache Fortschritte. Seine Rückkehr ins Training steht bevor.

(dpa)

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