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Kommentar zur Eintracht: Keine Selbstkritik, nur Trotz

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Frankfurts Spieler bedanken sich nach der 1:4-Niederlage bei den Fans. Foto: Federico Gambarini/dpa Foto: Federico Gambarini (dpa) Frankfurts Spieler bedanken sich nach der 1:4-Niederlage bei den Fans. Foto: Federico Gambarini/dpa

Das Internet ist gnadenlos. Jeder kann ungefiltert Wut, Hass und Traurigkeit transportieren. Niko Kovac wird seit Freitag im Netz als Heuchler, Schaumschläger und charakterlos bezeichnet. Sehr beliebt auch die bildliche Darstellung des Trainers der Frankfurter Eintracht als Pinocchio mit langer Lügen-Nase. In Leverkusen wurde er auf einem Transparent „Baron Münch(en)hausen“ genannt.

Der Mann in der Menge gibt sich unerschütterlich: Eintracht-Trainer Niko Kovac.
Eintracht Frankfurt In Leverkusen dreht sich alles um Niko Kovac

Bei allen Eintracht-Verantwortlichen ist die Verärgerung über den Trainer mittlerweile herauszuhören. Dessen Seelenleben ist „in Ordnung“.

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Fußball-Fans – zumindest die aus dem Ultra- und sonstigen Stehplatz-Lager sind eine sehr emotionale Spezies. Vereinstreue und Ehrlichkeit sind für sie wichtige Werte. Und so würde es Niko Kovac gut zu Gesicht stehen, wenn er die Vorgänge um seinen Wechsel nach München mit etwas mehr Offenheit, Demut und Selbstkritik begleitet hätte. Aber auch in Leverkusen, mit einem weiteren Tag Abstand, reagierte er nur abweisend und trotzig auf Fragen zu diesem Thema. Dabei häufen sich die Belege, dass die Version von der Blitz-Verpflichtung innerhalb eines Tages nicht haltbar ist. Wie verträgt sich das mit der Selbstinszenierung eines Trainers, dem christlicher Glaube und Kirchgang wichtig sind?

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Kovacs Glaubwürdigkeit ist dahin. Und sollte die Eintracht im Pokal-Halbfinale auf Schalke ausscheiden und dabei eine schwache Leistung zeigen, muss eigentlich die Frage gestellt werden, ob der Club mit diesem Trainer noch unbelastet den Kampf um einen Platz im europäischen Geschäft bestreiten kann und will.

christian.heimrich@fnp.de

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