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Eintracht Frankfurt: Kevin-Prince Boateng fordert Videobeweis gegen rassistische Schreier

Eintracht-Spieler Kevin-Prince Boateng geht der Rassismus in Fußballstadien gewaltig gegen den Strich. Was ihn nun zu einer deutlichen Forderung veranlasst.
Kevin-Prince Boateng Foto: Huebner/Voelker (imago sportfotodienst) Kevin-Prince Boateng
Frankfurt.  Eintracht-Spieler Kevin-Prince Boateng fordert den Videobeweis bei rassistischen Vorfällen in den Fußballstadien. "Wir schreiben das Jahr 2017 und haben immer noch keinen Weg gefunden, dagegen vorzugehen", sagte der Profi von Eintracht Frankfurt in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus (Samstag).

""Wir haben Torlinien-Technik und den Videobeweis, dass Boateng im Abseits stand und der Elfer nicht gegeben wurde. Aber warum setzen wir nicht die Technik ein, dass jeder rassistische Schreier identifiziert, rausgeschmissen wird und nie wieder zurück ins Stadion darf?", sagte er. Solche Maßnahmen würden "doch der Menschheit weiterhelfen und nicht nur dem Sport", meinte Boateng. "In jeder neuen Saison gibt es Vorfälle. Das darf einfach nicht mehr passieren."

Bilderstrecke Kevin-Prince Boateng: Die krassesten Sprüche des Fußball-"Bad Boy"
Immer gut für einen derben Spruch und eine klare Ansage: Fußballprofi Kevin-Prince Boateng. In unserer Bilderstrecke präsentieren wir einige seiner krassesten Zitate aus verschiedenen Interviews."Wenn man heute etwas über den Verein liest, fällt mein Name immer noch. Es gab keinen Spieler, an dem die Öffentlichkeit mehr interessiert war. Es ist der größte Stempel, den je ein Profi bei Schalke hinterlassen hat – ob es positiv oder negativ ist." (Über seine Zeit beim FC Schalke 04)"Viele Fans, sogar Fußballspieler, bedankten sich bei mir, dass ich den DFB von Ballack befreit habe. Sie sagten: Deutschland sei nun besser." (Nach dem üblen Treter im Jahre 2010, der das WM-Aus für Michael Ballack bedeutete)

Im Januar 2013 hatte Boateng bei einem Freundschaftsspiel mit dem AC Milan gegen den Viertligisten Pro Patria zusammen mit der ganzen Mannschaft den Platz verlassen, nachdem er und andere dunkelhäutige Mitspieler von Zuschauern beleidigt worden waren. "Immer wenn ich den Ball bekam, gab es Schmährufe und Affenlaute gegen mich", sagte er später vor einem italienischen Gericht aus. "Ich wurde verspottet, weil ich dunkelhäutig bin."

Boateng war danach für die UN-Gesprächsrunde am Anti-Rassismus-Tag eingeladen worden.

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