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Eintracht Frankfurt: Kevin-Prince Boateng über die Lage vor dem Pokalfinale

Drei Tage vor dem Pokalfinale hat Kevin-Prince Boateng über die Finalchancen der Eintracht gegen die Bayern gesprochen, über das ausfallende Duell mit seinem Bruder Jérôme und die Stimmung bei der Eintracht. Hier die wichtigsten Aussagen des Mittelfeld-Stars.
Kevin-Prince Boateng Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Kevin-Prince Boateng

  Zur Rückkehr in seine Heimatstadt Berlin zum Pokalfinale: „Ich wollte dieses Spiel schon immer mal spielen. Jetzt freue ich mich riesig drauf. Es wird sehr, sehr emotional. Um alle glücklich zu machen, hätte ich 7000 Karten besorgen müssen. Da habe ich mich lieber auf Freunde und Familie konzentriert. Ich komme immer gerne in meine Geburtsstadt zurück, bin immer glücklich, wenn ich ein paar Tage in Berlin sein kann. Aber dann will ich auch wieder raus. Meine Zukunft nach dem Fußball liegt auch nicht in Berlin. Ich bin nicht mehr der Großstadt-Typ, mich zieht es eher aufs Land.“

  Zu den Finalchancen: „Leicester ist mal englischer Meister geworden, der VfB hat gerade in München gewonnen. Es gibt also immer Überraschungen. Es kommt der Tag, an dem eine kleine Mannschaft gegen eine große gewinnt. Warum nicht am Samstag? Wir dürfen keine Angst haben und müssen unseren Plan umsetzen. Wir freuen uns riesig auf das Spiel. Natürlich sind wir auch ein bisschen nervös, gerade die jungen Spieler. Da komme ich dann ins Spiel und versuche sie zu beruhigen. Ich sage ihnen, genießt das Spiel, habt Spaß, es ist ja nur ein Fußballspiel. Wie als Kinder im Park. Es schauen halt nur ein paar mehr Leute zu. In dieser Woche geht es bei uns zu wie vor einer Klassenfahrt mit der Schule.“

  Zur Enttäuschung der letzten Bundesliga-Wochen und dem Verpassen des Europa-Cups: „Natürlich haben wir das mitgekriegt. Wir waren ja selbst sehr enttäuscht. Aber wir haben noch ein Spiel und können noch ein Riesenfest feiern.“

Zur Rolle der Fans im Olympiastadion: „Gerade als Underdog ist es für uns wichtig, die positiv Verrückten da auf den Rängen zu sehen. Das brauchen wir, das gibt uns einen Kick. Wir hätten das Olympiastadion als Eintracht ja zweimal füllen können, der Support ist einfach unglaublich. Die ganze Stadt ist verrückt nach diesem Verein. Jeden Tag werde ich angesprochen und alles ist immer positiv.“

  Zum verletzungsbedingten Fehlen seines Bruders Jérôme bei den Bayern: „Für die Familie ist das traurig. Für die Eintracht aber ist es besser. Schließlich ist Jérôme einer der besten Verteidiger der Welt. Bei Wetten habe ich mich bisher zurückgehalten. Er spielt ja bei den Bayern, da ist es programmiert, dass ich die Wette verlieren würde.“

(pes)

Den ersten Pokalsieg gab es 1974. Gegner war der Hamburger SV. Hier zu sehen sind Jürgen Grabowski (Eintracht Frankfurt) und Georg Volkert (Hamburger SV), mit FIFA Schiedsrichter Hans Joachim Weyland, bei der Platzwahl vor dem Anpfiff.
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