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Eintracht Frankfurt: Knieprobleme: Sorgen um Marco Fabián

Von Drei Stunden dauerte die Trainingseinheit am Donnerstag. Und der Trainer muss auf seinen Spielmacher wohl noch einige Zeit verzichten.
Marco Fabian Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Marco Fabian
Frankfurt. 

Torwart Lukas Hradecky (27) wird aller Voraussicht nach bleiben. Und Spielmacher Marco Fabián (28) kann weiter nicht mit der Mannschaft trainieren. Das waren die wichtigsten Nachrichten bei der Frankfurter Eintracht rund ums erste Training in der Heimat nach zwei freien Tagen. Nach der dreistündigen Übungseinheit am Donnerstagmittag hat Trainer Niko Kovac seine Sicht der Dinge klargemacht und die Fragen der Medienvertreten beantwortet.

Im Mittelpunkt stand der Gesundheitszustand von Marco Fabián. Der mexikanische Nationalspieler hatte den Trainingsplatz nach wenigen Minuten verlassen, nachdem er zuvor mit dem Trainer im Beisein von Dolmetscher Stephane Gödde ein intensives Gespräch geführt hatte. „Er hat Probleme mit dem Knie, das macht ihm echte Schwierigkeiten“, sagte der Trainer später. Fabián war nach der Aussprache, ganz offensichtlich auch wieder unter Schmerzen, traurig in die Kabine getrottet. „Er ist nicht glücklich mit der Situation“, sagte der Trainer. Das war deutlich sichtbar. Schon im Trainingslager in Südtirol hatte Fabián sechs Tage lang nicht mit der Mannschaft trainiert, nur auf dem Fahrrad gesessen, gejoggt oder Yogaübungen absolviert. Unserer Zeitung hatte er dann aber gesagt, dass er in Frankfurt wieder voll durchstarten wolle.

Eine offizielle Diagnose gibt es noch nicht, darüber wollte auch Kovac nicht sprechen. „Wir müssen schauen, ob wir ihm anderweitig helfen können“, sagte er. Soll heißen: Es sollen weitere medizinische Untersuchungen durchgeführt werden, „obwohl wir eigentlich schon alles gemacht haben.“ Die eigenen Ärzte hätten eine Diagnose gestellt, sagte Kovac, „aber wir wollen alles ausreizen.“ Nach Spanien freilich wird Fabián diesmal nicht reisen. Das hatte zwar im Winter geholfen, als er wegen Rückenproblemen ebenfalls die Vorbereitung nicht hatte mitmachen können und bei Ärzten von Real Madrid behandelt wurde. Diesmal soll er zu Hause, also in Deutschland, weiter untersucht und behandelt werden. „Viele Köche verderben den Brei“, sagt Kovac. Patient und Trainer aber wollen jetzt endlich genau wissen, woher die Schmerzen, die vom linken Knie in den Oberschenkel ziehen, herkommen.

Für Kovac ist Fabiáns Verletzung ein weiterer Rückschlag bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft. Den Spielmacher, der nach dem Confed-Cup mit Mexiko noch gesund aus dem Urlaub zurückgekehrt war, braucht er dringend. Aber er wird noch einige Zeit auf ihn verzichten müssen, sicher bei den beiden Testspielen am Wochenende gegen Betis Sevilla (Samstag, 16 Uhr, Wiesbaden) und FSV Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr, Arena), wahrscheinlich auch eine Woche später beim Pokalauftakt. Was die Pläne des Trainers ziemlich durcheinanderbringen wird.

Deutlich gelassener beurteilt der Frankfurter Fußball-Lehrer die Lage um seinen Torwart Nummer eins. Das Interesse von Benfica Lissabon sei bislang nur aus dem Medien an die Eintracht herangetragen worden, wiederholte Kovac die Aussagen von Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner. „Man sollte einfach nicht auf jede Meldung draufspringen“, rät er. Kovac geht weiter fest davon aus, dass Hradecky bleibt. „Dazu ist alles gesagt“, versicherte er, das Thema wolle er nun „nicht weiter thematisieren.“ Hradecky selbst hat sich vorgenommen, zu schweigen. Er hat am Donnerstag ganz normal mittrainiert und hatte auch nach der Marathon-Einheit beste Laune, versorgte die vielen kleinen und großen Fans mit Autogrammen und Selfies.

Bei der Generalprobe für die neue Saison, dem Spiel gegen den spanischen Erstligisten Betis Sevilla, wird der Finne am Samstag im Tor stehen, das ist ziemlich sicher. Wie Kovac seine Mannschaften am Samstag und Sonntag im Detail aufstellen wird, darüber will sich der Eintracht-Coach noch intensive Gedanken machen. Aktuell stehen ihm ohne die angeschlagenen und verletzten Profis neunzehn Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. Kovac ist hin- und hergerissen zwischen zwei Ideen. Zum einen ist Betis natürlich genau der richtige Gegner, um eine Woche vor dem Pokalstart die vermeintlich beste Formation zu testen. Zum anderen aber würde das Spiel gegen den viertklassigen FSV am Sonntag das Pokalspiel eher simulieren, denn der TuS Erndtebrück spielt ebenfalls viertklassig, also in der Regionalliga. „Außerdem haben wir am Sonntag 35 000 Zuschauer und die wollen natürlich auch alle Spieler sehen“, grübelt Kovac. Erst am Freitag will er entscheiden, welche Lösung er bevorzugt. Kovac: „Das Ziel ist in jedem Fall, dass alle zumindest 90 Minuten spielen.“

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