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Eintracht Frankfurt: Können die Adler Negativ-Serie in Gelsenkrichen beenden?

Von In Gelsenkirchen wartet Eintracht Frankfurt seit 1999 auf einen Sieg. Armin Veh möchte mit seiner Mannschafft die Negativ-Serie beenden und auch bei Schalke 04 punkten, um sich so im vorderen Mittelfeld behaupten zu können.
Bastian Oczipka will heute den Schalkern davon laufen, wie hier dem Kölner Pawel Olkowski. Foto: Christian Klein Bastian Oczipka will heute den Schalkern davon laufen, wie hier dem Kölner Pawel Olkowski.
Frankfurt. 

Als Armin Veh am Dienstag erfuhr, dass der letzte Sieg der Frankfurter Eintracht in Gelsenkirchen aus dem Jahr 1999 stammt, meinte der Trainer trocken: „Dann wird es ja mal wieder Zeit.“ Möglichst am heutigen Mittwoch (20 Uhr) soll es soweit sein, wenn der hessische Fußball-Bundesligist beim FC Schalke 04 antritt.

So schlecht sind die Chancen nicht, auch wenn Armin Veh dem Gegner die Favoritenrolle zuschiebt: „Die haben einen Spieler-etat von 98 Millionen Euro, wir von 35 Millionen. Wenn wir auf Augenhöhe wären, dann würde Schalke etwas falsch machen.“ Andererseits sei seine Mannschaft inzwischen gefestigt genug, um auch bei den Königsblauen auf Sieg zu spielen: „Wir fahren nicht hin, um zu hoffen, dass wir vielleicht einen Punkt mitnehmen können.“

Das Selbstvertrauen ist nach vier ungeschlagenen Spielen (zwei Siege, zwei Unentschieden) recht groß, die Personallage ist entspannt. Linksverteidiger Bastian Oczipka kann trotz einer Prellung spielen, auch Innenverteidiger Carlos Zambrano ist trotz Rippenverletzung heiß darauf, mit einem Carbon-Panzer auflaufen zu dürfen. Doch da hüllte sich der Trainer in Schweigen: „Carlos kann spielen. Ob er auch spielt, das werdet ihr dann bei der Aufstellung sehen.“

Eventuell müsste dann Marco Russ auf die Bank. Der freut sich einerseits, dass der Konkurrenzkampf im Kader der Frankfurter größer geworden ist, gibt aber andererseits auch zu: „Es ist halt blöd, wenn es dann dich trifft.“

So wie Stefan Aigner, für den seit der Rückkehr von Alexander Meier derzeit nur noch die Jokerrolle bleibt. Armin Veh mag nicht mehr über diese Problematik reden: „Als Trainer muss man an alle Spieler denken. Und ich habe 25 Spieler im Kader.“

Auch junge Talente wie Luca Waldschmidt oder Joel Gerezgiher. Beide stünden vor einer guten Zukunft, auch wenn sie derzeit keine oder wenige Spielminuten erhalten: „Joel war nach seiner nicht so guten Leistung gegen Augsburg 14 Tage verletzt. Aber er wird wieder seine Chance bekommen. Und auch von Luca halte ich unheimlich viel, egal, ob er derzeit spielt oder nicht.“

Wichtig wird sein, die geeignete Mischung zwischen Abwehrarbeit und Angriffbemühungen zu finden. Ziel ist es, den Gegner auch in dessen Stadion möglichst unter Druck zu setzen. „Wir werden nicht nur auf Konter spielen. Aber es kann halt auch mal sein, dass der Gegner so stark ist, dass wir auf Konter setzen müssen“, weiß der Coach. Wobei das Konterspiel dank der Schnelligkeit von Luc Castaignos und der Zielstrebigkeit von Haris Seferovic durchaus auch eine scharfe Waffe sein kann.

Marco Russ hofft, dass sich die Schalker Mehrbelastung durch die Europa League am Ende bemerkbar machen wird: „Das hatte man auch beim 1:0 in Stuttgart gesehen. Und sie hatten einen Tag weniger zur Regeneration als wir.“ Glücklich war dieses 1:0 im Schwabenland. Der VfB verballerte die besten Chancen, Schalke-Keeper Ralf Fährmann, der ehemalige Frankfurter, avancierte zum besten Akteur auf dem Feld.

Ob er wieder zu einer ähnlich tollen Leistung fähig sein wird? Dazu müsste sich aber auch die Eintracht erst einmal gute Chancen erarbeiten. An der Unterstützung durch die Fans wird es nicht fehlen: Mehr als 2500 Anhänger werden nach Gelsenkirchen fahren.

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