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Eintracht Frankfurt: Kostic und Rebic: Das dynamische Duo

Das dynamische Duo Kostic/Rebic könnte für die Eintracht noch ein ganz wichtiger Faktor werden, beide haben die Gabe, dem Gegner wehzutun, was im übertragenen Sinne gemeint ist.
Filip Kostic Foto: Marc Schüler Filip Kostic

Die Sache mit dem Handspiel, okay, war vielleicht ein bisschen ungeschickt, gar tollpatschig, aber es passiert eben, eine Art Kurzschluss, ein Reflex. Filip Kostic weiß das, er hat es ja sofort gemerkt, als der linke Arm raus zuckte und den Ball touchierte, und der Eintracht-Stürmer hat, das war sehr wohltuend, gar nicht erst das große und übliche Lamento geführt, als der zuweilen merkwürdig pfeifende Schiedsrichter Felix Brych korrekterweise auf den Elfmeterpunkt deutete. Kostic hat die Entscheidung einfach akzeptiert. Emil Forsberg schob mittig ein, 1:1.

Der Linksaußen hat sich von diesem Missgeschick aber keineswegs ins Bockshorn jagen lassen, sondern es abgeschüttelt – und besser gespielt als zuvor. Spätestens mit der Hereinnahme von Ante Rebic nach 69 Minuten gewann auch das Spiel von Kostic an Fahrt. „Filip hat gerade zum Schluss hin noch mal richtig Dampf gemacht“, urteilte Trainer Adi Hütter.

Umso bemerkenswerter, da der Serbe stets nach hinten absichern musste, weil die Eintracht ohne nominellen Außenverteidiger angetreten war. Diesen Spagat meisterte er, gerade als klassischer Offensivspieler, mit Bravour. Es war ganz sicher sein bestes Spiel im Dress der Hessen.

Dass die Eintracht dem Siegtreffer am Ende näher war als RB, lag auch an Kostic, der das Spiel gerade mit seiner Power und seinem Tempo belebte. Um ein Haar hätte er auch sein erstes Tor für die Frankfurter gemacht, also erzielt hat er es sogar, allerdings verweigerte ihm Referee Brych wegen einer vermeintlichen Abseitsposition die Anerkennung – eine Fehlentscheidung. Kostic war es auch, der die größte Eintracht-Chance der zweiten Hälfte vorbereitete, seinen klugen Flachpass erreichte Ante Rebic, der aber an der Fußspitze des Leipziger Torwarts Peter Gulacsi scheiterte.

Das dynamische Duo Kostic/Rebic könnte für die Eintracht noch ein ganz wichtiger Faktor werden, beide haben die Gabe, dem Gegner wehzutun, was im übertragenen Sinne gemeint ist. Sie haben Durchsetzungsvermögen, Tempo und die nötige Klasse, ergänzen sich prima.

Kostic ist der etwas reifere, feinere Fußballer, Rebic hat mehr Urgewalt und Draufgängertum in seinen Genen. Eine explosive Mischung, keine Frage. Rebic, bei Niko Kovac oft als Linksaußen eingesetzt, ist in diesem Zusammenspiel dann eher als zweite Spitze, neben Luka Jovic oder Sébastien Haller, gefragt.

Wie wichtig der Kroate ist, zeigte er nach seiner Einwechslung. Zum einen verkörpert er die Hoffnung auf eine sorgenfreie Spielzeit, er hat sich in den Rang des absoluten Publikumslieblings gespielt, wurde am Sonntag nach allen Regeln der Kunst abgefeiert. „Nach seiner Einwechslung hatten wir wieder mehr Zugriff“, befand Coach Hütter. Der 24-Jährige war ein steter Unruheherd, ging in die Tiefe, piesackte und beschäftigte die Kontrahenten, er spielte fast so, als sei er nicht so lange verletzt gewesen. Der konditionelle Rückstand war hingegen ebenfalls offensichtlich.

Der Bulle aus Imotski wird noch ein paar Spiele brauchen, ehe er seine maximale Schaffenskraft auf den Platz bringen kann. „Er ist nicht bei 100 Prozent“, sagte Hütter. „Aber er ist auf dem richtigen Weg, er hat Punch und ist torgefährlich.“ Vielleicht wird Ante Rebic ja schon morgen in Mönchengladbach wieder Unruhe stiften, womöglich gar von Beginn an. Bei dieser Frage verschanzte sich Trainer Hütter in der Defensive: „Das kann ich noch nicht beantworten.“

( dur,kil)

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