Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 12°C

Eintracht Frankfurt: Kovac: Alexander Meier bleibt Kapitän

Von Der Trainer ist mit der bisherigen Vorbereitung durchaus zufrieden, sieht aber noch „Luft über der Latte“. In Frankfurt wird es dann den Feinschliff geben.
Niko Kovac: Bei jedem Training mit Volldampf dabei. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Niko Kovac: Bei jedem Training mit Volldampf dabei.
Gais. 

Am heutigen Montag geht das zweite und letzte Trainingslager der Frankfurter Eintracht mit einer leichten Laufeinheit zu Ende, Trainer Niko Kovac zog aber bereits am Sonntag ein Fazit der Woche in Gais.

Wobei eine der interessantesten Informationen einen Spieler betraf, der wegen den Folgen einer Fuß-OP sowie einer Borreliose-Erkrankung überhaupt nicht mit nach Südtirol hatte fahren können und eine noch nicht bestimmbare Zeit ausfallen wird: Alexander Meier. „Alex bleibt auf jeden Fall unser Kapitän“, sagte Kovac und machte damit deutlich, dass der 34-Jährige noch lange nicht auf dem Abstellgleis steht.

Der Fußball-Gott ist glücklich und stolz

Das Pressegespräch zum Fazit des Trainingslagers in Südtirol war eigentlich gerade zu Ende, da beantwortete Niko Kovac noch eine allerletzte Frage.

clearing

Bis der Frankfurter „Fußball-Gott“ wieder eine echte Alternative sein wird, müssen eben andere die Kastanien aus dem Feuer holen. Der Trainer glaubt, dass sein Team für die in knapp drei Wochen beginnende Bundesliga-Saison gut aufgestellt ist: Man habe durch die Verpflichtungen „Qualität hingewonnen“, habe aber auch Qualität verloren (Oczipka). Insgesamt rechnet der Serbe jedoch mit einem härteren Konkurrenzkampf als in der vergangenen Saison. Der Trainer macht klar, dass keiner seiner Profis („Ich liebe sie alle“) einen Freibrief besitzt. Kein Stammspieler der vergangenen Saison und auch kein Rekordeinkauf wie Sebastian Haller, der für sieben Millionen Euro verpflichtet worden war.

Derzeit hätte Luka Jovic die Nase vorn, der in dieser Trainingswoche zum Teil sensationelle „Knipser-Qualitäten“ gezeigt hatte. Sebastien Haller hingegen war einfach nur platt, pumpte am Sonntagvormittag selbst bei einem recht gemütlichen Training wie ein Maikäfer und sehnt vermutlich die freien Tage am Dienstag und Mittwoch herbei. Dass Kovac erklärte, dass die härteste Zeit nach der Rückkehr nach Frankfurt vorbei sei und nun die Trainingsintensität etwas heruntergeschraubt wird, dürfte den Franzosen sehr erleichtern. Der Trainer fährt derweil zweigleisig: Einmal lässt er mit einem Stoßstürmer üben, wobei er sich dann zwischen Haller und Jovic entscheiden müsste, andererseits mit zwei, wodurch beide zum Zuge kommen könnten.

Noch ist Zeit und Kovac sieht auch in anderen Mannschaftsteilen gelassen dem Kampf um die Stammplätze zu. Er versucht, den Spielern durch genau geplante Trainingsstrukturen Hilfestellung zu leisten. Bisher seien die vier Phasen des Fußballspiels abgearbeitet worden: Ballbesitz, Ballverlust, Ballbesitz des Gegners sowie Ballgewinn.

Dabei legt der Kroate auf zwei Dinge großen Wert. Er versucht immer, „den Jungs“ zuvor zu erklären, warum sie welche Übung machen: „Sie sollen verstehen, warum sie sprinten, laufen oder verteidigen müssen.“ Natürlich werde versucht, möglichst nahe an das perfekte Spiel zu kommen, „aber das werden wir mit unseren Mitteln nicht erreichen.“ Deshalb sei zweitens wichtig, dass man bei allem Ehrgeiz keinen Profi überfordere: „Man kann ein Glas nicht voller als voll machen. Sonst läuft es über.“

Wenn es nach Kovac geht, wird es nach diesem Sommer so schnell keine großen Umbrüche mehr im Eintracht-Kader geben: „Wir wollen jetzt etwas zusammenstellen, das dann auch zwei bis drei Jahre so bleibt.“ Das gilt wohl nicht nur für den Spielerkader, sondern auch für die Trainerposition. Es passt zu seinem Spruch vor einigen Wochen, als Kovac noch mit Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht worden war, dass er überhaupt nicht daran denk, sich in nächster Zeit von der Eintracht zu verabschieden und zu einem mit mehr finanziellen Mitteln ausgestatteten Verein zu wechseln. Er habe mit Frankfurt noch viel Arbeit.

Was durchaus auch nach dem Trainingslager in Gais trotz ordentlicher Fortschritte stimmt. Man will zwar keinen bestimmten Platz als Saisonziel ausgeben, aber die Latte trotzdem durchaus recht hoch legen. „Die Latte hat noch Luft nach oben“, machte Kovac in Südtirol klar.

Die gestrige Partie gegen den italienischen Erstligisten Benevento Calcio (siehe Bericht rechts) sei der letzte Test, bei dem das Ergebnis unwichtig sei: „Gegen Betis Sevilla und gegen den FSV Frankfurt wollen wir dann am nächsten Wochenende etwas sehen.“ Schließlich ist dann nur noch eine Woche Zeit, um sich auf das erste Pflichtspiel, das Pokalspiel gegen Erndtebrück in Siegen vorzubereiten.

Mehr zur Eintracht

Marc Stendera bei Kräftigungsübungen mit dem Gummiband.
Eintracht Frankfurt Marc Stendera: "Wir versuchen es den Neuen leicht zu machen"

Marc Stendera ist eines der wenigen Eigengewächse der Frankfurter Eintracht. Klaus Veit sprach während des Trainingslagers in Gais mit dem 22-Jährigen.

clearing
Lukas Hradecky
Eintracht Frankfurt Bei Hradecky fehlt das gute Geschäft für beide Seiten

Die Zukunft von Torwart Lukas Hradecky bei der Frankfurter Eintracht bleibt weiterhin unklar.

clearing
Die Eintracht absolviert ihr jährliches Trainingslager in Gais in Südtirol.
Eintracht Frankfurt Trainingslager: Was machen die denn die ganze Zeit?

Die Woche in Gais haben die Spieler der Frankfurter Eintracht nun hinter sich. Ein oder zwei Mal am Tag Training oder auch ein Spiel, klar. Aber was machen sie denn sonst? Wie ist ihr Tagesablauf, was essen sie?

clearing
Zur Startseite Mehr aus Eintracht Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse