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Eintracht Frankfurt: Kovac-Brüder tüfteln am Masterplan fürs BVB-Spiel

Akribisch bereitet sich die Eintracht auf Dortmund vor. Die Kovac-Brüder überlassen nichts dem Zufall.
Niko und Robert Kovac (rechts) fühlen sich in Frankfurt wohl. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Niko und Robert Kovac (rechts) fühlen sich in Frankfurt wohl.
Frankfurt. 

Seit Wochen wird bei Eintracht Frankfurt über den Zeitpunkt der möglichen Vertragsverlängerung von Trainer Niko Kovac geredet. Nun hat sein Bruder Robert (42) verraten, „dass es ganz gut aussieht“. Verlängert Niko, wird auch Robert bleiben. „Mitgefangen, mitgehangen“, sagt der jüngere der Kovac-Brüder, „wir gehen diesen Weg gemeinsam.“ Sie würden sich wohlfühlen in der Stadt Frankfurt, und auch der Verein sei ihnen ans Herz gewachsen, sagt er, „es passt eigentlich“. Die eigenen Cheftrainerambitionen hat er zurückgestellt; er gibt zu, dass er sich im Schatten des zwei Jahre älteren Bruders „ganz wohl fühlt“. „Ich lerne noch viel und will noch ganz viel aufnehmen“, sagt Robert Kovac.

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Das Trainer-Duo hat großen Anteil am Aufschwung der Adlerträger. Die Profis der Eintracht werden in diesen erfolgreichen Wochen oft nach dem Unterschied zur letzten Saison gefragt, als sie nur über die Relegation die Erstklassigkeit erhalten konnten. Viele Gründe für die teilweise exorbitanten Steigerungen werden dann angeführt, meistens die verbesserte Kondition, der breitere Kader, auch technisch-taktische Verbesserungen. Ein wichtiger Baustein der neuen Stärke der Eintracht ist auch die Vorbereitung auf den Gegner. Da kennt Niko Kovac keine Kompromisse, akribisch beschäftigt er sich mit dem nächsten Gegner, in dieser Woche mit Borussia Dortmund. „Es ist ein Zusammenspiel aller Trainer, des gesamten Stuffs“, pflegt Kovac zu sagen.

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Der „Stuff“, also die „Mannschaft hinter der Mannschaft“, wurde vor der Saison zum Teil ausgewechselt, auch deutlich vergrößert. Im Scouting-Bereich hat die Eintracht sich umorientiert; Bernd Legien wurde freigestellt, mit Ben Manga ein neuer Chef eingestellt. Der wiederum hat Daniel Hertwig und Michael Provaznik zur Verstärkung mitgebracht. Neben Marcel Daum wurde mit Sebastian Zelikowski ein weiterer Video-Analyst angestellt. Und so kann der Cheftrainer bei seinen Vorbereitungen auf die Gegner ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Auch wenn Sportvorstand Fredi Bobic, auch in diesem Bereich die treibende Kraft, darauf hinweist, „dass wir noch nicht komplett sind“. Soll heißen: Auch diese „Mannschaft“ wird noch weiter verstärkt.

Am Dienstag, vor der ersten Übungseinheit dieser Woche, hatte noch einmal das letzte Spiel im Mittelpunkt gestanden. So ist das gewohnte Prozedere. Der Trainer hatte mit der Mannschaft den 2:1-Sieg in Bremen aufgearbeitet. Mit dem Ergebnis war Kovac zufrieden, mit der Leistung nicht wirklich. „Wir haben in der Abwehr einige Fehler gemacht und zu viel zugelassen“, sagte er. Zudem habe ihm vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel nach vorne nicht gefallen. Seit Mittwoch denken Trainer und Spieler nun nur noch an Dortmund. Alle haben sich das Champions-League-Spektakel des BVB gegen Warschau (8:4) angeschaut. Viele neue Erkenntnisse gab es freilich nicht, denn die Dortmunder Aufstellung dürfte nur wenig mit jener zu tun gehabt haben, auf die sich die Eintracht einstellen muss.

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Da wird sich Kovac mehr auf die Beobachtungen der Scouts und auf die Video-Analysen verlassen. „Wir müssen uns was einfallen lassen“, hat er gesagt. Es wird auch darauf ankommen, das Dortmunder Spiel zu lesen. „Wie können wir ihnen beikommen?“, fragt Kovac. Das bespricht er zunächst mit seinem Bruder Robert und dem zweiten Co-Trainer Armin Reutershahn. „Wir diskutieren da häufig kontrovers“, sagt Robert Kovac, „am Ende entscheidet der Chef.“ Den Spielern aufzeigen, was sie gegen Dortmund erwartet, und Lösungen anbieten, die erfolgversprechend sind – das ist die Arbeit unter der Woche. Zweimal, manchmal dreimal werden die Spieler mit Videosequenzen auf den Gegner vorbereitet, mal nur die Defensive, mal nur die Offensive, mal die ganze Mannschaft. „Es ist immer besser, wenn die Spieler sehen, was passiert“, glaubt Kovac an die Macht der Bilder, „da sind sie aufmerksamer und aufnahmebereiter.“ Die Umsetzung der praktischen und theoretischen Bemühungen muss dann die Mannschaft liefern. „Und wir brauchen immer einen Plan B“, sagt Kovac. Wenn es nicht klappt mit der ursprünglichen Marschrichtung, müssen alle die Fähigkeit haben, andere Wege zu gehen.

Vorm Spiel gegen Dortmund stellt sich die taktische Frage, wie angriffslustig die Eintracht die Aufgabe angehen wird. Und die personelle, wer den gesperrten Omar Mascarell ersetzen soll. Dafür scheint Michael Hector der Favorit zu sein. Robert Kovac traut dem Jamaikaner sogar zu, dass er im Mittelfeld die Rolle Mascarells übernimmt, also keine internen Umstellungen nötig sein werden. Im Training werden verschiedene Varianten geübt. Das Ergebnis ist am Samstag zu besichtigen.

(pes)
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